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Hermann Kurz (1813-1873) - Das blaue Genie

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"Sei mir Dichter, willkommen! denn dir hat wahrlich die Muse / Heiter Lippen und Stirn und beide glänzenden Augen / Mit unsprödem Kusse berührt, so küsse mich wieder." Eduard Mörike sah in Hermann Kurz (1813-1873), dem er dieses Epigramm widmete, einen Seelenverwandten. Kurz aber blieb der Ruhm seines älteren Freundes zu Lebzeiten wie auch später weitgehend verwehrt. Sein formal wie inhaltlich vielfältiges und eindrucksvolles Werk gilt es noch immer zu entdecken: Seine beiden großen Romane - 'Schillers Heimathjahre' (1843) und 'Der Sonnenwirth' (1855) - sowie die zahlreichen Novellen gehören zu den Höhepunkten des realistischen Erzählens im 19. Jahrhundert; dazu kommen politische Schriften wie der Essay 'Die Fragen der Gegenwart und das freye Wort' (1845) und seine Beiträge für die demokratische Zeitung 'Der Beobachter' aus der Zeit nach 1848 sowie zahlreiche kleinere Arbeiten zu geschichtlichen, literaturhistorischen und philologischen Themen, Gedichte und Übersetzungen, etwa von Ariosts 'Rasendem Roland' (1840/41). Sein literarisches Werk ist geprägt von Gegensätzen: Einer großen Menschenliebe steht die Verzweiflung an der Welt gegenüber, dem Engagement für die Demokratie die Verbitterung über deren Scheitern, der stofflichen Beschränkung auf das alte Württemberg dessen Durchdringung mit weltliterarischen Bezügen.

Zusammenfassung

„Sei mir Dichter, willkommen! denn dir hat wahrlich die Muse / Heiter Lippen und Stirn und beide glänzenden Augen / Mit unsprödem Kusse berührt, so küsse mich wieder.“ Eduard Mörike sah in Hermann Kurz (1813–1873), dem er dieses Epigramm widmete, einen Seelenverwandten. Kurz aber blieb der Ruhm seines älteren Freundes zu Lebzeiten wie auch später weitgehend verwehrt.

Sein formal wie inhaltlich vielfältiges und eindrucksvolles Werk gilt es noch immer zu entdecken: Seine beiden großen Romane – ‚Schillers Heimathjahre‘ (1843) und ‚Der Sonnenwirth‘ (1855) – sowie die zahlreichen Novellen gehören zu den Höhepunkten des realistischen Erzählens im 19. Jahrhundert; dazu kommen politische Schriften wie der Essay ‚Die Fragen der Gegenwart und das freye Wort‘ (1845) und seine Beiträge für die demokratische Zeitung ‚Der Beobachter‘ aus der Zeit nach 1848 sowie zahlreiche kleinere Arbeiten zu geschichtlichen, literaturhistorischen und philologischen Themen, Gedichte und Übersetzungen, etwa von Ariosts ‚Rasendem Roland‘ (1840/41).

Sein literarisches Werk ist geprägt von Gegensätzen: Einer großen Menschenliebe steht die Verzweiflung an der Welt gegenüber, dem Engagement für die Demokratie die Verbitterung über deren Scheitern, der stofflichen Beschränkung auf das alte Württemberg dessen Durchdringung mit weltliterarischen Bezügen.

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