Mehr lesen
Bachmanns Traumnotate, Briefentwürfe und Aufzeichnungen aus der Zeit ihrer Krankheit sind als Grundelemente der späten »Todesarten«-Texte von großem literarischem Interesse. Darüber hinaus sind diese Schriften dazu angetan, unser Wissen über ihre Krankheit, und über das Phänomen der Krankheit überhaupt, zu erweitern. Sie sind anstößig, mutig in ihrem analytischen Ansatz, geschlagen mit dem Wissen um das Unheilbare - und zugleich erfüllt von dem leidenschaftlichen Wunsch, aus der Krankheit herauszukommen und Heilung zu finden.
Inhaltsverzeichnis
Male oscuro
Traumnotate und Aufzeichnungen
Briefe, Brief- und Redeentwürfe
Kommentar
Zur Edition
Editorische Vorbemerkung
Editorischer Bericht
Entstehungszusammenhang
Die Klinikerfahrung
Therapieversuche
Male oscuro : Rede an die Ärzteschaft
Literaturwissenschaftlicher Kommentar
Das »Briefgeheimnis« der »Todesarten«
»Womit begann es eigentlich«
»Versuch, es herauszubekommen«
»Mord oder Selbstmord?«
»Das Buch oder morte«
Das Traumkapitel in Malina
Stellenkommentar
Literatur
Faksimiles
Über den Autor / die Autorin
Ingeborg Bachmann, geb. 1926 in Klagenfurt, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellerinnen der deutschsprachigen Nachkriegsgeneration. Ihr Werk umfaßt Romane, Kurzprosa und Lyrik, aber auch Übersetzungen aus dem Italienischen. 1964 wurde ihr der Georg-Büchner-Preis verliehen. Sie starb 1973 in Rom.
Zusammenfassung
Bachmanns Traumnotate, Briefentwürfe und Aufzeichnungen aus der Zeit ihrer Krankheit sind als Grundelemente der späten »Todesarten«-Texte von großem literarischem Interesse. Darüber hinaus sind diese Schriften dazu angetan, unser Wissen über ihre Krankheit, und über das Phänomen der Krankheit überhaupt, zu erweitern. Sie sind anstößig, mutig in ihrem analytischen Ansatz, geschlagen mit dem Wissen um das Unheilbare – und zugleich erfüllt von dem leidenschaftlichen Wunsch, aus der Krankheit herauszukommen und Heilung zu finden.
Zusatztext
» ... vor allem die Traumprotokolle ermöglichen ein klareres Bild einer Dichterin, die ebenso verstörend wie zerstörend schreiben konnte, aber auch beglückende Werke schuf, fernab vom ›düsteren Übel‹, das ihr etliche Jahre lang so zu schaffen machte. Ein ringen nach Sprache, das häufig sprachlos macht.«
Bericht
»Der erste Band der Ingeborg-Bachmann-Gesamtausgabe, Male Oscuro, enthält bislang gesperrte Traumprotokolle, Notate und Briefskizzen aus der Zeit ihrer Krankheit - legitimiert wird diese Auswahl durch den Erkenntniswert und die Poetik der Texte.« Tobias Schwartz taz. die tageszeitung 20170315