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Mit dem Urknall bildete sich erstmals Materie. Es entstanden die ersten, positiv geladenen Teilchen und gleichzeitig auch ihr jeweiliges Spiegelbild, die negativ geladenen Antiteilchen. Treffen sie zusammen, zerstören sie sich gegenseitig. Mit anderen Worten: Bruchteile nach ihrer Entstehung vernichteten sich Materie und Antimaterie gleich wieder selbst. Der symmetrische Anfang des Universums hätte also gleich wieder zu seiner Selbstauslöschung führen müssen.
Doch irgend etwas ging bei diesem Vorgang schief. Denn zweifelsohne gibt es ja Materie, gäbe es doch sonst weder das Universum noch die so exakt aufeinander eingespielten Naturgesetze, geschweige denn den Menschen. Was aber hat dazu geführt, daß die Materie das Rennen gemacht hat? Und wo ist die ganze Antimaterie geblieben, wenn es doch zu jedem Materieteilchen das entsprechende Antiteilchen gibt? Woher rührt also die merkwürdige Asymmetrie in der kosmischen Ordnung, die unsere Existenz offenbar erst ermöglicht? Sollte die göttliche Schöpfung erst dank eines kleinen 'Fehlers', durch Luzifers Erbe, ihre Perfektion erhalten haben?
Über den Autor / die Autorin
Frank Close, OBE, is Professor of Physics at Oxford University and a Fellow of Exeter College. He was formerly vice president of the British Association for Advancement of Science, Head of the Theoretical Physics Division at the Rutherford Appleton Laboratory, and Head of Communications and Public Education at CERN. He is the author of several books and was the winner of the Kelvin Medal of the Institute of Physics for his 'outstanding contributions to the public understanding of physics'.