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Bindung und menschliche Entwicklung - John Bowlby, Mary Ainsworth und die Grundlagen der Bindungstheorie

Deutsch · Fester Einband

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Beschreibung

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Das Buch enthält wichtige Grundlagentexte dieser beiden bahnbrechenden Pioniere der Bindungsforschung - zum ersten Mal in deutscher Übersetzung. Der Schwerpunkt liegt auf den klinisch bedeutsamen Grundlagen: auf dem Verhalten kleiner Kinder in der Fremdensituation, den Beobachtungen zur Feinfühligkeit, den Untersuchungen zur Bedeutung der Bindung über den gesamten Lebenslauf und ihrer Funktion aus evolutionspsychologischer Sicht.

Das Interesse an der Bindungstheorie und Bindungsforschung hat in jüngster Zeit rasant zugenommen. Man vergißt dabei leicht, daß der Vater der Bindungstherorie, der Psychoanalytiker Bowlby, von seiner Zunft viele Jahre weitgehend ignoriert wurde, weil er mit seinen Gedanken einige Grundannahmen Freuds in Frage stellte. Seine Schülerin Mary Ainsworth hat die bis heute zentralen, beobachtenden und experimentellen Grundlagenforschungen betrieben und gilt als die Entdeckerin der drei unterschiedlichen Bindungsmuster sowie der »sicheren Basis« als Grundlage der Entwicklung psychischer Sicherheit.

Trotzdem ist ein Großteil ihres wissenschaftlichen Denkens selbst auf Englisch schwer zugänglich. Die Herausgeber haben daher die 16 wichtigsten, dem deutschsprachigen Leser noch nicht bekannten Urtexte von Bowlby und Ainsworth zusammengestellt und durch einleitende Kommentare in den aktuellen bindungstheoretischen Zusammenhang gestellt - auch mit dem Ziel, der zunehmenden Unschärfe und der unverbindlichen Allgegenwärtigkeit des Bindungskonzepts entgegenzutreten.

Wer sich ernsthaft mit Bindungsforschung beschäftigt, wird an diesem Buch in Zukunft nicht vorbeikommen.

Inhaltsverzeichnis

Teil I: Überblick
1. Beiträge zur Bindungsforschung von Mary Ainsworth und John Bowlby: Eine Einführung
2. John Bowlby: Bindung (1987)

Teil II: Evolutionsbiologische Orientierung von Bindung
3. Bindung: Von der Psychoanalyse zur Evolutionären Psychologie
4. John Bowlby: Mit der Ethologie heraus aus der Psychoanalyse: Ein Kreuzungsexperiment (1980)
5. John Bowlby: Ethologisches Licht auf psychoanalytische Probleme (1991)
6. Mary D. S. Ainsworth und John Bowlby: Ein ethologischer Zugang zur Persönlichkeitsentwicklung (1991)

Teil III: Sichere und unsichere Bindungsmuster
7. Die Verhaltensorganisation sicherer und unsicherer Bindungserfahrungen in einer kontrollierten Situation
8. Mary D. S. Ainsworth: Muster von Bindungsverhalten, die vom Kind in der Interaktion mit seiner Mutter gezeigt werden (1964)
9. Mary D. S. Ainsworth & Barbara Wittig: Bindungs- und Explorationsverhalten einjähriger Kinder in einer Fremden Situation (1969)
10. Mary D. S. Ainsworth und Silvia Bell: Bindung, Exploration und Trennung am Beispiel des Verhaltens einjähriger Kinder in einer "Fremden Situation" (1970)
11. Mary D. S. Ainsworth, Silvia M. V. Bell und Donelda J. Stayton: Individuelle Unterschiede im Verhalten in der Fremden Situation bei ein Jahr alten Kindern (1971)

Teil IV: Einflüsse der Mutter auf die Bindungsentwicklung
12. Bedingungen für die individuelle Entwicklung von Bindungsqualität: Sozialisation von Kompetenz durch feinfühliges Beantworten kindlicher Signale
13. Mary D. S. Ainsworth und Silvia M. Bell: Die Interaktion von Mutter und Säugling und die Entwicklung von Kompetenz (1974)
14. Mary D. S Ainsworth, Silvia M. Bell und Donelda J. Stayton: Bindung zwischen Mutter und Kind und soziale Entwicklung: "Sozialisation" als Ergebnis gegenseitigen Beantwortens von Signalen (1974)
15. Weinen beim Kleinkind: Vorläufer für menschliche Intentionalität oder operantes Verhalten? Der Paradigmenstreit zwischen neuer evolutionärer Sicht und lerntheoretischer Tradition
16. Mary D. S. Ainsworth und Silvia M. Bell: Weinen bei Kindern und Reaktionen der Mütter: Eine Erwiderung auf Gewirtz und Boyd (1977)

Teil V: Bindung über den Lebenslauf
17. Bindung, innere Arbeitsmodelle und psychologische Anpassung
18. Mary D. S. Ainsworth: Mutter-Kind-Bindungsmuster: Vorausgegangene Ereignisse und ihre Auswirkungen auf die Entwicklung (1985)
19. Mary D. S. Ainsworth: Bindungen im Verlauf des Lebens (1985)
20. Mary D. Salter Ainsworth: Epilog. Einige Überlegungen zur Theorie und über bindungsrelevante Erfassungen nach der Kleinkindzeit (1990)
21. John Bowlby: Postskript (1991)

Teil VI: Anhang
22. Klaus E. Grossmann: Skalen zur Erfassung mütterlichen Verhaltens von Mary D. S. Ainsworth (1977/2003)
23. Mary D. S. Ainsworth: Feinfühligkeit versus Unfeinfühligkeit gegenüber den Mitteilungen des Babys (1974)
24. Skala "Zusammenspiel versus Beeinträchtigung" (1971)
25. Skala "Annahme versus Zurückweisung des Kindes" (1971)

Quellennachweis

Über den Autor / die Autorin

Dipl.-Psych. Drf. phil. Klaus E. Grossmann ist Lehrstuhlinhaber am Institut für Psychologie an der Universität Regensburg.

Dr. phil., Dipl.Psych Karin Grossmann, Freie Wissenschaftlerin, assoziiert am Psychologischen Institut der Universität Regensburg und Lehrbeauftragte der Universität Salzburg.

Zusammenfassung

Das Buch enthält wichtige Grundlagentexte dieser beiden bahnbrechenden Pioniere der Bindungsforschung - zum ersten Mal in deutscher Übersetzung. Der Schwerpunkt liegt auf den klinisch bedeutsamen Grundlagen: auf dem Verhalten kleiner Kinder in der Fremdensituation, den Beobachtungen zur Feinfühligkeit, den Untersuchungen zur Bedeutung der Bindung über den gesamten Lebenslauf und ihrer Funktion aus evolutionspsychologischer Sicht.

Das Interesse an der Bindungstheorie und Bindungsforschung hat in jüngster Zeit rasant zugenommen. Man vergißt dabei leicht, daß der Vater der Bindungstherorie, der Psychoanalytiker Bowlby, von seiner Zunft viele Jahre weitgehend ignoriert wurde, weil er mit seinen Gedanken einige Grundannahmen Freuds in Frage stellte. Seine Schülerin Mary Ainsworth hat die bis heute zentralen, beobachtenden und experimentellen Grundlagenforschungen betrieben und gilt als die Entdeckerin der drei unterschiedlichen Bindungsmuster sowie der »sicheren Basis« als Grundlage der Entwicklung psychischer Sicherheit.

Trotzdem ist ein Großteil ihres wissenschaftlichen Denkens selbst auf Englisch schwer zugänglich. Die Herausgeber haben daher die 16 wichtigsten, dem deutschsprachigen Leser noch nicht bekannten Urtexte von Bowlby und Ainsworth zusammengestellt und durch einleitende Kommentare in den aktuellen bindungstheoretischen Zusammenhang gestellt - auch mit dem Ziel, der zunehmenden Unschärfe und der unverbindlichen Allgegenwärtigkeit des Bindungskonzepts entgegenzutreten.

Wer sich ernsthaft mit Bindungsforschung beschäftigt, wird an diesem Buch in Zukunft nicht vorbeikommen.

Vorwort

Die moderne Bindungstheorie von ihren Wurzeln her verstehen

Zusatztext

»Ein Standardwerk, aber keine leichte Kost. Für wen? Leserinnen, die Tiefer in die Psychologie der Bindungen einsteigen möchten.«
emotion, 04/2010

Bericht

»Für Studierende aller sozialwissenschaftlichen Richtung ist das Buch Pflicht in der Entdeckung der Originalbeiträge über so manche Rezeption und Zusammenfassung hinaus.« Stefan Müller-Teusler, socialnet.de, Juni 2015 Stefan Müller-Teusler socialnet.de 20150601

Produktdetails

Mitarbeit Klau E Grossmann (Herausgeber), Klaus E Grossmann (Herausgeber), GROSSMANN (Herausgeber), Grossmann (Herausgeber), Karin Grossmann (Herausgeber), Klaus E Grossmann (Herausgeber), Klaus E. Grossmann (Herausgeber)
Verlag Klett-Cotta
 
Sprache Deutsch
Produktform Fester Einband
Erschienen 28.02.2015
 
EAN 9783608949360
ISBN 978-3-608-94936-0
Seiten 449
Abmessung 162 mm x 233 mm x 32 mm
Gewicht 726 g
Illustration 14 Abbildungen
Serien Fachbuch
Fachbuch
Themen Geisteswissenschaften, Kunst, Musik > Psychologie > Angewandte Psychologie
Sachbuch > Psychologie, Esoterik, Spiritualität, Anthroposophie > Angewandte Psychologie

Familie, Entwicklungspsychologie, Psychotherapie, Eltern, Kleinkind, Familientherapie, Pädagogische Psychologie, Familienpsychologie, Bindung, Pädiatrie, Systemische Therapie, Familienberatung, Traumatherapie, Eltern-Kind, Bindungstheorie, Bindungsforschung, Psychoanalyse (Freud)

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