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Was ist, und vor allem: Was will Literaturkritik? Befindet sie sich in einer Krise? Oder kommt sie ohne ihre eigene Krise gar nicht aus? Und ist die Zeit der großen Kritiker längst schon vorbei? Der Band zeichnet anhand von theoretischen Texten über Literaturkritik diese seit dem 18. Jahrhundert geführte - oft polemische - Diskussion nach, von Gottscheds 'Über die Kunstrichter' und Lessings Klassiker 'Der Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt' über Äußerungen von Fontane, Kerr, Tucholsky, Adorno und Reich-Ranicki bis hin zu Enzensbergers 'Rezensenten-Dämmerung'.
Inhaltsverzeichnis
Vorbemerkung
I. Von der Aufklärung zur Frühromantik
Johann Christoph Gottsched: Über die Kunstrichter · Gotthold Ephraim Lessing: Der Recensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt · Immanuel Kant: Kritik der Urteilskraft · Friedrich Schiller: Über Bürgers Gedichte · Friedrich Schlegel: Vom Wesen der Kritik Fragmente
II. Das 19. Jahrhundert
Ludwig Börne: Brief an Johann Friedrich von Cotta · Karl Gutzkow: Editorial zum Literatur Blatt · Gustav Freytag: Willibald Alexis' 'Isegrimm' · Theodor Fontane: Unsere lyrische und epische Poesie seit 1848
III. Die Klassische Moderne
Alfred Kerr: Einleitung zu den Gesammelten Schriften · Kurt Tucholsky: Die Aussortierten · Walter Benjamin: Schriften zur Literaturkritik · Bertolt Brecht: Schriften zur Literaturkritik
IV. Literaturkritik nach 1945
Theodor W. Adorno: Zur Krisis der Literaturkritik · Albrecht Fabri: Zur Theorie der Kritik · Roland Barthes: Kritik und Wahrheit · Walter Boehlich: Autodafé · Marcel Reich Ranicki: Über Literaturkritik
V. Perspektiven der Gegenwart
Hans Magnus Enzensberger: Rezensenten Dämmerung · Martin Lüdke: Als Dienstbote scheint das Schmuddelkind eher ungeeignet · Ursula März: Ohne Abendgarderobe · Hubert Winkels: Emphatiker und Gnostiker
Literaturhinweise