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Eine Kulturpoetik des Adels in der Romantik - Verhandlungen zwischen 'Adeligkeit' und Literatur um 1800

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Beschreibung

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Spätestens seit der Französischen Revolution geriet 'Adel' als politisches Konzept in die Defensive. In den literarischen Texten wie auch in den Lebensläufen zahlreicher Autoren der Romantik ist der Adel dennoch erstaunlich präsent. Analysen zu Texten von Novalis, Tieck, Kleist, Brentano, Eichendorff u.a. erweisen, dass Bedeutungsaspekte von 'Adel' wie 'Spiel', 'Anökonomie', 'Rittertum', 'Genealogie' (dem Adel zugeschriebene Praktiken also) zur Realisierung romantischer Transzendentalpoesie beitragen. An der Schwelle moderner Autorschaft bewegen sich zudem die Romantiker zwischen einem Adel der Geburt und einem Aristokratismus der Distanz zum literarischen Markt.
Kulturhistorische und literaturwissenschaftliche Fragestellungen werden verschränkt zu einer 'Kulturpoetik', einem "Studium der kollektiven Erzeugung unterschiedlicher kultureller Praktiken und d[er] Erforschung der Beziehungen zwischen ihnen" (Stephen Greenblatt): In ihrer Summe konfigurieren literarische und andere neue Entwürfe von 'Adel' "soziale Energie" noch im Zeichen des sozialen Abstiegs und des langsamen Abschieds von einer jahrhundertealten Kultur.

Über den Autor / die Autorin

Jochen Strobel, geb. 1966, hat in München und Dresden Germanistik und Geschichte studiert. 1997 promovierte er über Thomas Mann. Seit 1998 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität in Dresden.

Bericht

"Die vorl. Arbeit (zugl. Univ. Marburg, Habil.-Schrift, 2008) fasst die einschlägige Adelsforschung zusammen und stellt sie für die Literaturwissenschaft auf eine neue Grundlage."
Bernd Hamacher in: Germanistik Redaktion 2011, Band 52, Heft 1-2

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