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Schulautonomie, Wohlfahrtsstaat und Chancengleichheit - Ein Studienbuch

Deutsch · Taschenbuch

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Beschreibung

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Auf der Basis internationaler Erfahrungen wird die Frage diskutiert, ob die Deregulierung des Schulsystems, die pädagogisch als Erweiterung der Schulautonomie begrüßt wird, neue Gefahren birgt: für die soziale Kohäsion und die Chancengleichheit, zumal von Migrantenkindern. Die aktuelle Diskussion um eine erweiterte "Autonomie" einzelner Schulen kann als ein intensives semantisches Ringen zwischen Politik und Pädagogik verstanden werden: Wer definiert die Probleme, mit denen das Bildungssystem heute konfrontiert ist? In der Debatte wird die "Staatssteuerung" des Bildungssystems suggestiv als "Auslaufmodell", hingegen die "Marktsteuerung" als ein in Einklang mit den weltpolitischen Entwicklungen ("Globalisierung") stehendes "Zukunftsmodell" dargestellt. Dem wird entgegengehalten, daß der Versuch, Marktkräfte und Wettbewerbsmechanismen in das Bildungssystem einzuführen, mit den bildungspolitischen Zielen "Chancengleichheit und Gerechtigkeit" kollidieren müßte. Die Diskussion glich so lange ideologischer Spiegelfechterei, wie sie sich nicht auf empirische Daten stützen konnte. Diesem Desiderat sucht der vorliegende Band abzuhelfen. Aus avancierten Deregulierungsländern liegen erste Erfahrungen vor, die die Konsequenzen und Wirkungen der "Autonomie-Strategie" für die Bildungschancen insbesondere auch von Kindern ethnischer Minderheiten untersuchen.

Inhaltsverzeichnis

Einleitung: Schulautonomie, Sozialstaat und Chancengleichheit.- 1. Semantische Verwirrung.- 2. Rekontextualisierung.- 3. Reformmotive.- 4. Gewollte und ungewollte, befürchtete und tatsächliche Wirkungen.- 5. Neo-liberaler und neo-konservativer Import.- 6. Wofür ist die Bildungspolitik noch verantwortlich?.- Literatur.- I: Bildungspolitische Tendenzen.- Privatisierung des Bildungsbereichs - Internationale Tendenzen.- Schulentwicklung zur Ungleichheit.- Volkswirtschaftliche Strukturanpassungen Das veränderte Erscheinungsbild des Bildungswesens im internationalen Vergleich.- Von der Zukunftsinvestition zur Effektivitätskontrolle des Bildungssystems Ein unvorsichtiges Plädoyer für eine neue bildungsökonomische Debatte.- II: Erfahrungen aus De-Regulierungsländern.- De-Regulierung und Schulwahl in den U.S.A.: Gewinner und Verlierer Was ist aus internationalen Vergleichen zu lernen?.- Empowerment und Enablement: Steuerung großstädtischer Schulen durch die Schulgemeinde in den USA am Beispiel New York, Los Angeles und Chicago.- Bildungschancen von Migrantenkindern im schwedischen Schulsystem.- Schulautonomie und Chancengleichheit in der Niederländischen Grundschule Eine Zwischenbilanz.- Wie wirken sich Bildungsmärkte auf ethnische Minderheiten aus?.- III: Literaturbericht.- Zur Debatte um die Schulautonomie und die Folgen für die Chancengleichheit von Migrantenkindern.

Über den Autor / die Autorin

Frank-Olaf Radtke ist Professor am Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft der Universität Frankfurt am Main.

Zusammenfassung

Auf der Basis internationaler Erfahrungen wird die Frage diskutiert, ob die Deregulierung des Schulsystems, die pädagogisch als Erweiterung der Schulautonomie begrüßt wird, neue Gefahren birgt: für die soziale Kohäsion und die Chancengleichheit, zumal von Migrantenkindern. Die aktuelle Diskussion um eine erweiterte "Autonomie" einzelner Schulen kann als ein intensives semantisches Ringen zwischen Politik und Pädagogik verstanden werden: Wer definiert die Probleme, mit denen das Bildungssystem heute konfrontiert ist? In der Debatte wird die "Staatssteuerung" des Bildungssystems suggestiv als "Auslaufmodell", hingegen die "Marktsteuerung" als ein in Einklang mit den weltpolitischen Entwicklungen ("Globalisierung") stehendes "Zukunftsmodell" dargestellt. Dem wird entgegengehalten, daß der Versuch, Marktkräfte und Wettbewerbsmechanismen in das Bildungssystem einzuführen, mit den bildungspolitischen Zielen "Chancengleichheit und Gerechtigkeit" kollidieren müßte. Die Diskussion glich so lange ideologischer Spiegelfechterei, wie sie sich nicht auf empirische Daten stützen konnte. Diesem Desiderat sucht der vorliegende Band abzuhelfen. Aus avancierten Deregulierungsländern liegen erste Erfahrungen vor, die die Konsequenzen und Wirkungen der "Autonomie-Strategie" für die Bildungschancen insbesondere auch von Kindern ethnischer Minderheiten untersuchen.

Produktdetails

Autoren Frank-Olaf Radtke
Mitarbeit Frank-Ola Radtke (Herausgeber), Frank-Olaf Radtke (Herausgeber), Weiss (Herausgeber), Weiss (Herausgeber), Manfred Weiss (Herausgeber)
Verlag VS Verlag für Sozialwissenschaften
 
Sprache Deutsch
Produktform Taschenbuch
Erschienen 01.01.2000
 
EAN 9783810020062
ISBN 978-3-8100-2006-2
Seiten 255
Abmessung 150 mm x 15 mm x 211 mm
Illustration 255 S. 2 Abb.
Themen Geisteswissenschaften, Kunst, Musik > Pädagogik > Bildungswesen
Sozialwissenschaften, Recht,Wirtschaft > Sozialwissenschaften allgemein

Pädagogik, Soziologie, Privatisierung, Struktur, Wohlfahrt, C, Kinder, Migranten, Sociology, Society, Wohlfahrtsstaat, Schulsystem, Social Sciences, auseinandersetzen, Social Sciences, general, bildungspolitisch, Schulautonomie

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