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Die Kunst der Freiheit - Zur Dialektik demokratischer Existenz

Deutsch · Taschenbuch

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Beschreibung

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Der Begriff der demokratischen Freiheit meint nicht nur diejenige Freiheit, die sich in politischen Institutionen und Verfahren verwirklicht. Vielmehr kann demokratische Freiheit in einem politischen Sinn nur dann angemessen verstanden werden, wenn sie als Ausdruck einer Kultur der Freiheit begriffen wird, die die Lebensführung im ganzen betrifft. In einer systematisch angelegten Theoriegeschichte zeigt Juliane Rebentisch, daß sich für das Verständnis der demokratischen Freiheitskultur besonders viel von ihren philosophischen Kritikern lernen läßt. Von Platon bis Carl Schmitt artikuliert sich die Kritik an der demokratischen Kultur als eine Kritik an deren "Ästhetisierung". Die demokratische Kultur der Freiheit zu verteidigen heißt daher, ihre Ästhetisierung zu rechtfertigen.

Inhaltsverzeichnis

Ästhetisierung - eine Apologie. Einleitung
Erster Teil: Eine antike Krisendiagnose
I. Die provozierende Schönheit der Demokratie: Platon
1. Freiheit und Unbestimmtheit
2. Die Unfreiheit des Tyrannen
3. Der unstete Demokrat
4. Klarsichtige, prozessuale und totalisierte Willensschwäche
5. Willensschwäche oder die Freiheit von sich selbst
6. Die Unfreiheit des Opportunisten
7. Viel- und Fremdtuerei
8. Das Ereignis der inneren Natur oder die Freiheit zu sich selbst
9. Von Demokraten und Theatermännern
10. Theatrokratie: Die furchtlos urteilende Multitude
11. Masse und Mimesis
12. Selbstdifferenz und Perfektionierung
Zweiter Teil: Das ethisch-politische Recht der Ironie
II. Die Moralität der Ironie: Hegel
1. Der Beginn der Moralität in der sokratischen Ironie
2. Die Spaltungsarbeit des Sokrates
3. Ironie und Wahrheitspraxis
4. Hegels Kritik an Kant
5. Eine sokratische Reformulierung des Moralprinzips
6. Kritik der Romantik
7. Abstrakte und subjektive Freiheit
8. Das Böse und der »natürliche Wille«
9. Dialektik der Freiheit
10. Ein nichtrigoristischer Begriff von Selbstbestimmung
11. Konflikte mit und in der Moral
12. Hegels Verdrängung der subjektiven Freiheit aus der Sittlichkeit
13. Das Rätsel der sokratischen Tugend und die Historizität des Guten
III. Die Ethik der ästhetischen Existenz: Kierkegaard
1. Die negative Freiheit der sokratischen Ironie und ihre romantische Überbietung
2. Selbststeigerung und Selbstvergessenheit
3. Der impotente Verführer
4. Der behelmte Wille und seine Verzweiflung am Ästhetischen
5. Reue und Pflicht: Die Freiheit, das zu wählen, was man schon ist
6. Ein Sexismus für einen anderen
7. Die Liebe geschiedener Gesellschaftsdamen
8. Ästhetische und aristokratische Ausnahme
9. Von gewöhnlichen Sündern
10. Der Sprung des Glaubens
11. Wiederholungen
IV. Souveränität im Zeichen der Romantik: Schmitt
1. Ästhetisierung und Neutralisierung
2. Der Anblick einer Apfelsine
3. Fremde Kraft
4. Das Fremde im Eigenen und die Entscheidung
5. Politische Anthropologie
6. Schmitt und Kierkegaard
7. Politische Theologie
8. Das »konkrete Leben« und die Entscheidung
9. Schmitts Rousseauismus
10. Politik als Kritik der Politik
Dritter Teil: Demokratie und Ästhetisierung
V. Das Spektakel der Demokratie: Rousseau
1. Die Ironie des Schauspielers
2. Der öffentliche Ausdruck der Unbestimmtheit
3. Die Schauspielerin und ihre Parodien
4. Die wahre Mitte
5. »Deine Zauber binden wieder, was die Mode streng geteilt«: Das Fest der Brüder
6. Alle Brüder sind auch Menschen: Das Problem männlicher Selbstdifferenz
7. Die zwei Paradoxien des Gesellschaftsvertrags
8. Die Souveränität des Gesetzgebers und das Urteil des »gemeinen Mannes«
9. Eine andere Gleichheit
10. Eine politisierbare Grenze
11. Die zwei Körper des Volkes
12. Repräsentation und Kontingenzcodierung
VI. Die Anästhetisierung des Politischen im Faschismus: Benjamin
1. Charisma versus Ratio
2. Politisierung der Kunst
3. Staunen statt Mitleiden
4. Der Blick des Fremden
5. Entfremdung
6. Anpassungsfähigkeit und Revolution
7. Charisma und Demokratie
8. Politisches Theater
9. Die Anästhetisierung des Politischen in der Postdemokratie. Ausblick

Über den Autor / die Autorin

Juliane Rebentisch ist Privatdozentin für Philosophie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main und Mitglied im Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen".

Zusammenfassung

Der Begriff der demokratischen Freiheit meint nicht nur diejenige Freiheit, die sich in politischen Institutionen und Verfahren verwirklicht. Vielmehr kann demokratische Freiheit in einem politischen Sinn nur dann angemessen verstanden werden, wenn sie als Ausdruck einer Kultur der Freiheit begriffen wird, die die Lebensführung im ganzen betrifft. In einer systematisch angelegten Theoriegeschichte zeigt Juliane Rebentisch, daß sich für das Verständnis der demokratischen Freiheitskultur besonders viel von ihren philosophischen Kritikern lernen läßt. Von Platon bis Carl Schmitt artikuliert sich die Kritik an der demokratischen Kultur als eine Kritik an deren »Ästhetisierung«. Die demokratische Kultur der Freiheit zu verteidigen heißt daher, ihre Ästhetisierung zu rechtfertigen.

Zusatztext

»Alles in allem ist ihr Buch im Tonfall wohltuend unspektakulär und ebenso sachkundig wie elegant geschrieben.«

Bericht

»Alles in allem ist ihr Buch im Tonfall wohltuend unspektakulär und ebenso sachkundig wie elegant geschrieben.« Josef Früchtl Frankfurter Allgemeine Zeitung 20120612

Produktdetails

Autoren Juliane Rebentisch
Verlag Suhrkamp
 
Sprache Deutsch
Produktform Taschenbuch
Erschienen 01.12.2011
 
EAN 9783518296134
ISBN 978-3-518-29613-4
Seiten 396
Abmessung 108 mm x 20 mm x 178 mm
Gewicht 234 g
Serien suhrkamp taschenbuch wissenschaft
Suhrkamp Taschenbücher Wissenschaft
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Themen Geisteswissenschaften, Kunst, Musik > Philosophie > 20. und 21. Jahrhundert

Demokratie, Politikwissenschaft, Freiheit, Verstehen, Politisches System: Demokratie, Ästhetizismus, auseinandersetzen

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