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Handlungsanweisungen - Sprachliche Spezifikation teilautonomer Aktivität. Habil.-Schr.

Deutsch · Taschenbuch

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Beschreibung

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1. 1 Gegenstand Handlungsanweisungen stellen in zweifacher Hinsicht einen Untersuchungsgegenstand von besonderem Interesse dar. In linguistischer Hinsicht lassen sich Anweisungen als der einzige Typ von sprachlichen Äußerungen verstehen, deren Auswirkungen sich ge wöhnlich unmittelbar nachvollziehen lassen und somit Aufschluß darüber erlauben, in welcher Weise sie verstanden worden sind. Das Verhalten des Angewiesenen kann al so wie ein Kontrollmechanismus genutzt werden, um die angenommene Bedeutungs struktur einer Anweisung zu überprüfen. In technischer Hinsicht lenken Anweisungen den Blick auf das grundlegende Problem, wie es zu bewerkstelligen ist, daß intelli gente technische Systeme - im folgenden prototypisch Roboter - einerseits in ihrem Einsatzbereich autonom agieren können, andererseits aber von Menschen gesteuert werden können, ohne die Eigenschaft der Autonomie zu verlieren. Die folgenden Überlegungen durchzieht leitmotiv artig die Überzeugung, daß nur eine adäquate Analyse von Anweisungen bei gleichzeitiger Berücksichtigung beider Aspekte mög lich ist. Wenn es aus linguistischer Sicht um das spezifische Verständnis einer Anweisung durch einen Angewiesenen geht, so stellen sich Fragen zur Bedeutung, zur Verarbei tung und zur Form von Anweisungen. Die Untersuchung baut auf einer konzeptuellen Theorie der semantischen Repräsentation auf, die - anders als es bei Arbeiten im Be reich der modelltheoretischen Semantik üblich ist - eine explizit agentenbezogene Grundlegung erfährt. In semantischer Hinsicht kann deshalb auch von einer subjekti vistischen Grundlegung der Bedeutung von Handlungsanweisungen gesprochen wer den, die auf der Basis einer gründlichen Überprüfung der Leistungsfähigkeit eines verbreitetenSemantik-Formalismus geschieht.

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung.- 1.1 Gegenstand.- 1.2 Zielsetzung und Abgrenzung.- 1.3 Einige Grundbegriffe.- 1.4 Zur Methodik.- 1.5 Aufbau.- I: Grundlagen.- 2 Forschungsstand.- 3 Konzeptuelle Strukturen, Ereignisontologie und Aktivitätsschemata.- II: Spezifikation von Aktivitätsschemata durch Konzeptuelle Strukturen.- 4 Instanziierung und Modifizierung.- 5 Konstituierung und andere Formen der Spezifikation.- III: Schlussfolgerungen.- 6 Aktionsschemata und situierte Planung.- 7 Aktivitätsschemata und grammatische Struktur.- 8 Schlußbemerkungen.- A Einige Spezifikationsformen im Deutschen.- A.1 Spezifikation von Zuständen.- A.2 Spezifikation von Teilaktionen.- A.3 Variierung.- B Konzeptlexikon und konzeptuelle Kategorien.- B. I Konzeptuelle Primitive.- B.2 Argumente für alle Primitiven eines Typs.- B.3 Typen-Hierarchie.- B.4 Parameter.- C Register der Aktivitätsschemata, Wahrnehmungspostulate und Relationen.- C.1 Aktivitätsschemata.- C.2 Wahrnehmungspostulate.- C.3 Relationen.- D Zur Implementation.- E Verzeichnis der Definitionen.- F Verzeichnis der Korrespondenzregeln.- Literatur.

Über den Autor / die Autorin

Dr. Henning Lobin ist am Forschungsbereich 'Document Engineering' an der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft der Universität Bielefeld tätig.

Zusammenfassung

1. 1 Gegenstand Handlungsanweisungen stellen in zweifacher Hinsicht einen Untersuchungsgegenstand von besonderem Interesse dar. In linguistischer Hinsicht lassen sich Anweisungen als der einzige Typ von sprachlichen Äußerungen verstehen, deren Auswirkungen sich ge wöhnlich unmittelbar nachvollziehen lassen und somit Aufschluß darüber erlauben, in welcher Weise sie verstanden worden sind. Das Verhalten des Angewiesenen kann al so wie ein Kontrollmechanismus genutzt werden, um die angenommene Bedeutungs struktur einer Anweisung zu überprüfen. In technischer Hinsicht lenken Anweisungen den Blick auf das grundlegende Problem, wie es zu bewerkstelligen ist, daß intelli gente technische Systeme - im folgenden prototypisch Roboter - einerseits in ihrem Einsatzbereich autonom agieren können, andererseits aber von Menschen gesteuert werden können, ohne die Eigenschaft der Autonomie zu verlieren. Die folgenden Überlegungen durchzieht leitmotiv artig die Überzeugung, daß nur eine adäquate Analyse von Anweisungen bei gleichzeitiger Berücksichtigung beider Aspekte mög lich ist. Wenn es aus linguistischer Sicht um das spezifische Verständnis einer Anweisung durch einen Angewiesenen geht, so stellen sich Fragen zur Bedeutung, zur Verarbei tung und zur Form von Anweisungen. Die Untersuchung baut auf einer konzeptuellen Theorie der semantischen Repräsentation auf, die - anders als es bei Arbeiten im Be reich der modelltheoretischen Semantik üblich ist - eine explizit agentenbezogene Grundlegung erfährt. In semantischer Hinsicht kann deshalb auch von einer subjekti vistischen Grundlegung der Bedeutung von Handlungsanweisungen gesprochen wer den, die auf der Basis einer gründlichen Überprüfung der Leistungsfähigkeit eines verbreitetenSemantik-Formalismus geschieht.

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