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Walter Benjamin hat früh erkannt, daß technische Medien die künstlerischen Darstellungsweisen und die alltäglichen Erfahrungsformen verändern. Seit den 20er Jahren sind zahlreiche Texte zum Zusammenhang von Medienentwicklung, Kunstproduktion und Wahrnehmungswandel entstanden, die die Medienästhetik als eigenen Bereich der Ästhetik und Kunstwissenschaft begründet haben. Die zwischen 1925 und 1940 entstandenen Arbeiten üben seit ihrer Wiederentdeckung nachhaltigen Einfluß auf die kunst- und medientheoretischen Debatten aus. Sie werden hier, gegliedert nach Medienkomplexen, erstmals gesammelt vorgelegt.
Inhaltsverzeichnis
I. Gedächtnis und Erinnerung
Zum Bilde Prousts
Gedächtnis und Erinnerung
Aus einer kleinen Rede über Proust
Das bucklicht Männlein
Über einige Motive bei Baudelaire
II. Sprache, Stimme, Schrift
Über Sprache überhaupt und über die Sprache des Menschen
Das Reflexionsmedium und die Kunst & die Kunst als Reflexionsmedium
Wort und Schrift im Barock
ABC-Bücher vor hundert Jahren
Der Mensch in der Handschrift
Die Technik des Schriftstellers in dreizehn Thesen
Bürobedarf
Lehre vom Ähnlichen
Über das mimetische Vermögen
Der Erzähler
III. Buch und Lektüre
Nr. 13: Bücher und Dirnen
Dienstmädchenromane des vorigen Jahrhunderts
François Bernouard. Der Drucker, Verleger und Autor
Kritik der Verlagsanstalten
Wie erklären sich große Bucherfolge?
Ich packe meine Bibliothek aus
Was die Deutschen lasen, während ihre Klassiker schrieben
Bücher und Lektüre des Kindes
IV. Zeitung und Reklame
Tankstelle
Vereidigter Bücherrevisor
Diese Flächen sind zu vermieten
Kriegerdenkmal: Karl Kraus
Karl Kraus
Die Zeitung
Der Autor als Produzent
Pariser Brief k1l: André Gide und sein neuer Gegner
Das Paris des Second Empire bei Baudelaire
V. Malerei, Graphik, Photographie
Über die Malerei oder Zeichen und Mal
Alte vergessene Kinderbücher
Aussicht ins Kinderbuch
Neues von Blumen
Briefmarken-Handlung
Kleine Geschichte der Photographie
Kaiserpanorama
Daguerre oder die Panoramen
Pariser Brief k2l: Malerei und Photographie
VI. Film
Zur Lage der russischen Filmkunst
Erwiderung an Oscar A. H. Schmitz
Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit
VII. Telephon und Rundfunk
Gespräch mit Ernst Schoen
Das kalte Herz. Vorspiel
Theater und Rundfunk
Zweierlei Volkstümlichkeit
Das Telephon
Auf die Minute
Über den Autor / die Autorin
Walter Benjamin, geb. 1892 in Berlin, studierte in Freiburg i. Breisgau Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte. Nach Beginn des ersten Weltkrieges setzt er sein Studium in München und dann in Bern fort. 1933 emigriert er nach Paris. Nach der Besetzung Frankreichs und kurzzeitiger Internierung entschließt er sich in die USA zu internieren. An der spanischen Grenze wartet er aber vergeblich auf ein Visum. Da seine Auslieferung an die Geheime Staatspolizei droht, nimmt sich Walter Benjamin im spanischen Küstenort Port Bou mit einer Überdosis Morphium das Leben.
Detlev Schöttker, geb. 1954, ist Professor für Neuere deutsche Literatur an der TU Dresden.
Zusammenfassung
Walter Benjamin hat früh erkannt, daß technische Medien die künstlerischen Darstellungsweisen und die alltäglichen Erfahrungsformen verändern. Seit den 20er Jahren sind zahlreiche Texte zum Zusammenhang von Medienentwicklung, Kunstproduktion und Wahrnehmungswandel entstanden, die die Medienästhetik als eigenen Bereich der Ästhetik und Kunstwissenschaft begründet haben. Die zwischen 1925 und 1940 entstandenen Arbeiten üben seit ihrer Wiederentdeckung nachhaltigen Einfluß auf die kunst- und medientheoretischen Debatten aus. Sie werden hier, gegliedert nach Medienkomplexen, erstmals gesammelt vorgelegt.