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Tiefgreifende Veränderungen auf den Kreditmärkten veranlassen die Banken in immer stärkerem Maße zu einer risikobewussten Kreditvergabepolitik, und Eigenkapitalausstattung und Sicherheiten der Unternehmen rücken ins Zentrum des Interesses. Dadurch gewinnen einerseits die Märkte für Beteiligungskapital an Bedeutung, andererseits nimmt das Gewicht der erstklassigen Sicherheiten für Bankkredite zu.
Auf der Basis von Expertenbefragungen verdeutlichen die Autoren im ersten Teil, dass auf den außerbörslichen Märkten für Beteiligungskapital kein befriedigendes Angebot zur Finanzierung wachsender, nicht zu den sogenannten High-Flyern gehörender Unternehmen besteht. Ausgehend von den Erfahrungen der Marktakteure zeigen sie Möglichkeiten zur Weiterentwicklung der Beteiligungsmärkte auf. Im zweiten Teil werden Bürgschaften von Bürgschaftsbanken sowie Landes-/Staatsbürgschaften als Sicherungsinstrument für Bankkredite an Unternehmen diskutiert, die kein ausreichendes eigenes Sicherheitenpotenzial aufweisen. Sowohl die Verfahrensabläufe als auch die Verfahrensdauer und das Entwicklungspotenzial dieses Finanzierungssegmentes werden analysiert.
Inhaltsverzeichnis
1: Private Equity für wachsende Unternehmen.- 1. Einleitung.- 2. Finanzierungs- und Beratungsbedürfnisse wachsender Unternehmen.- 3. Möglichkeiten der Eigenkapitalbeschaffung außerhalb organisierter Kapitalmärkte.- 4. Der formelle Private Equity-Markt.- 5. Business Angels - der informelle Venture Capital-Markt.- 6. Der Markt für Privatplazierungen.- 7. Zusammenfassung und Ausblick.- 2: Bürgschaften und Haftungsfreistellungen als Instrument der Kreditfinanzierung mittelständischer Unternehmen.- 1. Einleitung.- 2. Rechtlicher Rahmen der Sicherungsinstrumente.- 3. Bürgschaftssystem in Nordrhein-Westfalen und Bayern.- 4. Bürgschaftsbanken.- 5. Landesbürgschaften.- 6. Haftungsfreistellungen.- 7. Vergleich der Bürgschaftspraxis in Nordrhein-Westfalen und Bayern.- 8. Ausblick.- 9. Exkurs: überblick über die Landesbürgschaften in den übrigen Bundesländern.
Über den Autor / die Autorin
Dr. Petra Moog promovierte bei Prof. Dr. Uschi Backes-Gellner am Seminar für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Personalwirtschaftslehre der Universität zu Köln. Sie ist seit 2004 Habilitandin an der Universität Zürich und zudem freiberuflich in der Gründungsberatung tätig.
Zusammenfassung
Tiefgreifende Veränderungen auf den Kreditmärkten veranlassen die Banken in immer stärkerem Maße zu einer risikobewussten Kreditvergabepolitik, und Eigenkapitalausstattung und Sicherheiten der Unternehmen rücken ins Zentrum des Interesses. Dadurch gewinnen einerseits die Märkte für Beteiligungskapital an Bedeutung, andererseits nimmt das Gewicht der erstklassigen Sicherheiten für Bankkredite zu.
Auf der Basis von Expertenbefragungen verdeutlichen die Autoren im ersten Teil, dass auf den außerbörslichen Märkten für Beteiligungskapital kein befriedigendes Angebot zur Finanzierung wachsender, nicht zu den sogenannten High-Flyern gehörender Unternehmen besteht. Ausgehend von den Erfahrungen der Marktakteure zeigen sie Möglichkeiten zur Weiterentwicklung der Beteiligungsmärkte auf. Im zweiten Teil werden Bürgschaften von Bürgschaftsbanken sowie Landes-/Staatsbürgschaften als Sicherungsinstrument für Bankkredite an Unternehmen diskutiert, die kein ausreichendes eigenes Sicherheitenpotenzial aufweisen. Sowohl die Verfahrensabläufe als auch die Verfahrensdauer und das Entwicklungspotenzial dieses Finanzierungssegmentes werden analysiert.