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Nachbar Hitler - Führerkult und Heimatzerstörung am Obersalzberg

Deutsch · Taschenbuch

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Beschreibung

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Das Standardwerk in 9. Auflage
»Idyll und Verbrechen« heißt die 2023 eröffnete neue Dauerausstellung in der Dokumentation Obersalzberg an Hitlers zweitem Regierungssitz. Als Ulrich Chaussy 1986 zu recherchieren begann, gab es dort nur verklärende Hochglanzprospekte über das private Glück des »Führers« in malerischer Natur. Er suchte die einstigen Bewohner des Bergdorfes auf und rekonstruierte die Entstehungsgeschichte der prominenten Nazi-Siedlung. Zeitzeugen berichten, wie die Bauern gewaltsam verdrängt und Kritiker eingeschüchtert wurden. Ulrich Chaussy hat dokumentiert, was Hitler im »Berghof« plante, während draußen die »Wallfahrer« jubelten: vom Judenboykott über den Anschluss Österreichs bis zu den großen Feldzügen des Zweiten Weltkrieges.
Mit einem neuen Schlusskapitel

Über den Autor / die Autorin

Ulrich Chaussy, geb. 1952 in Karlsruhe, lebt seit 1965 in München, dort Studium der Germanistik und Soziologie; seit 1977 Journalist für den Hörfunk der ARD, hauptsächlich für den BR, den WDR und Radio Bremen, zahlreiche Buchpublikationen.

Zusammenfassung


Dreihunderttausend Touristen pilgern jedes Jahr auf den Obersalzberg bei Berchtesgarden zu den Resten von Hitlers Wohnsitz, der am 25. April 1945 von der britischen Luftwaffe zerstört wurde. Jahrzehntelang erhielten sie hier verklärende Hochglanzprospekte, die die schöne alte Zeit mit friedlicher Sommeridylle beschworen: das private Glück des "Führers" in malerischer Natur, umgeben von den Größen seines Reiches, besucht und bewundert von ausländischen Staatsmännern.


Der Münchner Journalist Ulrich Chaussy und der Fotograf Christoph Püschner haben dieses Bild hinterfragt. Sie gingen auf die Suche nach den ursprünglichen Bewohnern des Bergdorfes und rekonstruierten die Entstehungsgeschichte dieser prominenten Nazi-Siedlung. Sie sprachen mit den letzten Überlebenden und erfuhren, wie die gewaltsame Verdrängung der Bauern erfolgte, mit welchen Mitteln alle Kritiker eingeschüchtert wurden. Sie dokumentieren, was in Hitlers zweitem Regierungssitz geplant wurde, während draußen die »Wallfahrer« jubelten: vom Judenboykott über den Anschluss Österreichs bis zu den großen Feldzügen des Zweiten Weltkriegs.

Zusatztext

Zehn Jahre lang recherchierte Ulrich Chaussy das Phänomen Obersalzberg, die ideologischen Bausteine, aus denen Hitler seine Trutzburg bei Berchtesgaden schuf, sowie die Unfähigkeit der Nachgeborenen, aus diesem Mikrokosmos nationalsozialistischer Machtpolitik zu lernen. Erzählerische Rafinesse sowie das gelungene Arrangement aus heutigen Photos und historischen Quellen setzt "Nachbar Hitler" deutlich von anderen Publikationen zum Thema ab. Michael Bauer, Süddeutsche Zeitung Eine sorgfältig dokumentierte Arbeit, die eine imponierende Fülle neuentdeckter Details enthält. Viele unbekannte Fotos runden diese gespenstische Geschichte einer bedenkenlosen Umweltzerstörung ab. Henning Schlüter, F.A.Z. Endlich ist ein Buch erschienen, das den bislang unzerstörbaren Mythos vom heiligen Berg des Führers zerlegt. "Nachbar Hitler" kommt großformatig und so reich bebildert daher, daß die Vermutung naheliegt, der Verlag wollte nicht nur ein Aufklärungswerk vorlegen, sondern den bunten Broschüren an diesem Ort subversiv-seriös Konkurrenz machen. Der Tagesspiegel Das Buch ist eine interessante und gelungene Mischung, eine Dokumentation in Wort und Bild, aus Reportage und Bericht. Die Autoren haben sich sehr viel Mühe gemacht, haben alte Postkarten, Photographien, Gemälde vom Obersalzberg ausgegraben und auch alte Zeitungsausschnitte. Am stärksten ist das Buch dort, wo sich die Autoren zusammen mit den früheren Bergbewohnern auf Erinnerungsreise begeben. Süddeutscher Rundfunk (SDR 1)

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