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Liebe und Sinnlichkeit - Übersetzt von Eduard Klopfenstein

Deutsch · Fester Einband

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Beschreibung

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Vom Reiz verhaltener Sinnlichkeit

Mann und Frau begegnen sich in der japanischen Gesellschaft traditionell mit großer Zurückhaltung und Höflichkeit. Wer den Reiz solch verhaltener Sinnlichkeit verstehen will, muss Tanizaki lesen.
Japanerinnen waren lange von einer Aura des Mysteriösen umgeben: blass wie der Mondschein, leise wie das Zirpen von Insekten und sanft wie die Tautropfen auf den Gräsern - so wurden sie in der Literatur ihres Landes idealisiert. Verhaltene, nur angedeutete Zärtlichkeit zeichnete ihr Verhältnis zu den Männern aus. Und doch vermochte genau diese Nuancierung des Erotischen, genannt «iroke», die Männer weit mehr zu bezaubern als allzu große Offenheit und Leidenschaftlichkeit. «Selbst eine noch so schöne Frau hat, wenn sie erst einmal völlig nackt dasteht, nichts mehr, was sie enthüllen könnte», schreibt Tanizaki Jun'ichiro.
Erfrischend unkonventionell bringt uns der Autor das japanische Verständnis von Sinnlichkeit nahe, die auffallende Zurückhaltung, die sich auch in der Architektur des Landes oder der Vorliebe für verschattete Räume spiegelt. Sein Essay aus den 1930er-Jahren, der mit diesem Band erstmals auf Deutsch vorliegt, liefert wie alle Aufsätze Tanizakis einen wertvollen Schlüssel zum Verständnis japanischer Sitten und Kultur.

  • Deutsche Erstübersetzung
  • In bibiophiler Ausstattung mit einem Schutzumschlag aus Naturpapier, gebunden in schwarzes, geprägtes Strukturpapier, mit einer Original-Kalligrafie


Ausstattung: 1 Original-Kalligrafie

Über den Autor / die Autorin

Junichiro Tanizaki, geboren 1886 in Tokio, gilt als ein bedeutender Repräsentant der modernen japanischen Literatur. Viele seiner Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt - er galt immer wieder als Anwärter auf den Nobelpreis für Literatur.

Eduard Klopfenstein, geboren 1938, studierte Germanistik und Latein in Bern. Nach weiteren Studien in Japan wurde er 1989 zum Ordinarius für Japanologie an der Universität Zürich ernannt. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der modernen japanischen Literatur und des klassischen japanischen Theaters, insbesondere des Puppentheaters (Bunraku). Er arbeitet auch selbst als Übersetzer und hat als solcher mehrere internationale Kettengedicht-Runden zwischen japanischen und deutschsprachigen Dichtern initiiert. 2010 wurde er mit dem "Order of the Rising Sun" ausgezeichnet.

Zusammenfassung

Vom Reiz verhaltener Sinnlichkeit

Mann und Frau begegnen sich in der japanischen Gesellschaft traditionell mit großer Zurückhaltung und Höflichkeit. Wer den Reiz solch verhaltener Sinnlichkeit verstehen will, muss Tanizaki lesen.


Japanerinnen waren lange von einer Aura des Mysteriösen umgeben: blass wie der Mondschein, leise wie das Zirpen von Insekten und sanft wie die Tautropfen auf den Gräsern – so wurden sie in der Literatur ihres Landes idealisiert. Verhaltene, nur angedeutete Zärtlichkeit zeichnete ihr Verhältnis zu den Männern aus. Und doch vermochte genau diese Nuancierung des Erotischen, genannt «iroke», die Männer weit mehr zu bezaubern als allzu große Offenheit und Leidenschaftlichkeit. «Selbst eine noch so schöne Frau hat, wenn sie erst einmal völlig nackt dasteht, nichts mehr, was sie enthüllen könnte», schreibt Tanizaki Jun’ichiro.


Erfrischend unkonventionell bringt uns der Autor das japanische Verständnis von Sinnlichkeit nahe, die auffallende Zurückhaltung, die sich auch in der Architektur des Landes oder der Vorliebe für verschattete Räume spiegelt. Sein Essay aus den 1930er-Jahren, der mit diesem Band erstmals auf Deutsch vorliegt, liefert wie alle Aufsätze Tanizakis einen wertvollen Schlüssel zum Verständnis japanischer Sitten und Kultur.


  • Deutsche Erstübersetzung
  • In bibiophiler Ausstattung mit einem Schutzumschlag aus Naturpapier, gebunden in schwarzes, geprägtes Strukturpapier, mit einer Original-Kalligrafie


Ausstattung: 1 Original-Kalligrafie

Zusatztext

»Der Autor Tanizaki Jun'ichiro erklärt in seinen Aufsätzen, was den Reiz der japanischen Kulturen - und besonders der Frauen - ausmacht.«

Bericht

»Tanizaki Jun'ichiros Essay "Liebe und Sinnlichkeit" ist heute so wahr wie in den 1930er Jahren, als er entstand. Äußerst lesenswert.« Süddeutsche Zeitung, 20.06.2011

Produktdetails

Autoren Junichiro Tanizaki, Jun'ichiro Tanizaki
Mitarbeit Eduard Klopfenstein (Übersetzung), Eduard Klopfenstein-Arii (Übersetzung)
Verlag Manesse
 
Originaltitel Ren'ai oyobi shikijo
Sprache Deutsch
Produktform Fester Einband
Erschienen 16.03.2011
 
EAN 9783717540809
ISBN 978-3-7175-4080-9
Seiten 87
Gewicht 177 g
Illustration 1 Original-Kalligrafie
Themen Belletristik > Erzählende Literatur

Japanische SchriftstellerInnen; Werke (div.), Beziehung, Essay, Kultur, Japan, Sinnlichkeit, Sozial- und Kulturgeschichte, 1930 bis 1939 n. Chr., Partnerschaft, Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Literatur: Geschichte und Kritik, Mann-Frau-Beziehung, eintauchen, Zurückhaltung, auseinandersetzen

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