Mehr lesen
An die Nachgeborenen. Eine einzigartige Zusammenstellung von Tondokumenten zum 100. Geburtstag. Z. B. Bertolt Brecht vor dem McCarthy-Ausschuß: Nein, er sei nie Mitglied der Kommunistischen Partei gewesen. Brecht dankt für die Verleihung des Stalinpreises. -Und der Haifisch, der hat Zähne-; das Lied des Mackie Messer aus der -Dreigroschenoper-, die Uraufführung der -Heiligen Johanna der Schlachthöfe- 1932 im Berliner Rundfunk (dreißig Jahre vor der Theaterinszenierung); -eine radiophone Kantate-: -Der Ozeanflug-, in einer Funkinszenierung aus dem Jahr 1930; Mitschnitte der Proben am Berliner Ensemble.
Über den Autor / die Autorin
Bertolt Brecht wurde am 10. Februar 1898 in Augsburg geboren und starb am 14. August 1956 in Berlin. Von 1917 bis 1918 studierte er an der Ludwig-Maximilians-Universität München Naturwissenschaften, Medizin und Literatur. Sein Studium musste er allerdings bereits im Jahr 1918 unterbrechen, da er in einem Augsburger Lazarett als Sanitätssoldat eingesetzt wurde. Bereits während seines Studiums begann Brecht, Theaterstücke zu schreiben. Ab 1922 arbeitete er als Dramaturg an den Münchener Kammerspielen. Von 1924 bis 1926 war er Regisseur an Max Reinhardts Deutschem Theater in Berlin. 1933 verließ Brecht mit seiner Familie und Freunden Berlin und flüchtete über Prag, Wien und Zürich nach Dänemark, wo er sich die nächsten fünf Jahre aufhielt. Außer Dramen schrieb Brecht auch Beiträge für mehrere Emigrantenzeitschriften in Prag, Paris und Amsterdam. 1948 kehrte er aus dem Exil nach Berlin zurück, wo er bis zu seinem Tod als Autor und Regisseur tätig war.
Fritz Kortner, geb. 1892 in Wien, war Schauspieler an zahlreichen Theatern, bis er 1933 als Jude und Sozialdemokrat nach Wien, dann London und in die USA emigrierte. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland 1949 fing er als Regisseur eine zweite Karriere an. Er schaffte mit seinem gesten- und detailreichen Realismus ein Gegenmodell zu Gründgens Klassizismus und dem Stil-Theater seiner Zeit. Kortner starb 1970 in München.