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Gerade erst ist Béla seiner Kindheit entronnen, die er als eines von acht Pflegekindern bei der berüchtigten Tante Rozika auf dem Dorf verbrachte; wo er unter Stroh schlafen und für sein Essen arbeiten musste; wo er sich das bisschen Schulbildung erkämpfen - und Schuhe für den eisigen Winter stehlen musste. Als Béla mit vierzehn zu seiner jungen, lebenshungrigen Mutter in die Budapester Vorstadt zieht, ist sein Entschluss gefasst: Er will die Armut hinter sich lassen und sie erobern, diese märchenhafte, andere Welt - egal, ob er dafür seine revolutionären Ideen drangeben muss. Als im Hotel eines Nachts die schöne, geheimnisvolle Gattin seiner Exzellenz nach ihm klingelt, glaubt Béla, dass seine Stunde gekommen sei ...
Über den Autor / die Autorin
János Székely, geboren 1901 in Budapest, kam auf der Flucht vor dem Horthy-Regime als Achtzehnjähriger nach Berlin. Er verfasste zahlreiche Drehbücher für Stummfilmstars wie Brigitte Helm, Willy Fritsch, Marlene Dietrich, Emil Jannings. 1934 lädt Ernst Lubitsch ihn zur Arbeit nach Hollywood ein; 1938 wandert Székely endgültig aus. Während der McCarthy-Ära wiederum verfolgt, verbrachte er mit seiner Frau und seiner Tochter einige Jahre in Mexiko, bevor er, bereits schwer erkrankt, 1957 einem Angebot der DEFA nach Berlin folgte. Er starb dort 1958.