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Das Buch zeichnet ein authentisches Portrait der großen Künstlerin: Die bewegende Lebensgeschichte der Bärbel Wachholz - vom Aufenthalt als Kind im Internierungslager Lodz, vom mysteriösen Verschwinden Bärbels leiblicher Mutter, von den Begegnungen mit den Mächtigen der Zeit, von Juri Gagarin bis Lotte Ulbricht (die sie sogar adoptieren wollte), von den Schikanen, die Bärbel Wachholz nach ihrem gescheiterten Fluchtversuch ertragen musste, bis hin zum Berufsverbot... "Ein Leben voll Musik, voll Sonne und Schatten". Das informative Buch beschränkt sich nicht auf das Biografische einer Sängerin. Es lässt Zeitzeugen zu Wort kommen und informiert auch über Leben und Schaffen dieser ihrer (Leidens-)Gefährten. Und das Werk spart Alltägliches nicht aus, mit dem sich Künstler wie Publikum herumschlagen mussten oder an dem sie sich im Lebensrhythmus der DDR erfreuen konnten. Interessante Dokumente - von der Geburtsurkunde bis zur Stasiakte - bereichern neben zum Teil bislang erstmals veröffentlichten Fotos dieses Buch. Ein integrierter Bildband erinnert von der Kindheit bis zum letzten Auftritt... an die Musiklegende und ein einzigartiges Titelverzeichnis der Wachholz-Aufnahmen setzt sozusagen den i-Punkt. Das empfehlenswerte Buch erinnert detailliert wie ein Tagebuch, akribisch wie ein Nachschlagewerk, anschaulich wie ein Fotoalbum. Die Synthese von kulturellen und politischen Aspekten jener Jahre lässt es zu einem echten Dokument der Zeitgeschichte werden.
Über den Autor / die Autorin
Joachim Lang, Jg. 1950, stammt aus dem erzgebirgischen Aue und wohnt seit 1974 im vogtländischen Auerbach. Er ist gelernter Koch und war nach Tätigkeit in der Gastronomie und als Handelsbereichsleiter 20 Jahre Leiter der IHK-Geschäftsstelle in Auerbach. Zu seinen Hobbys zählt neben dem Schreiben auch die Kultur.