Mehr lesen
Zu Andersens 200. Geburtstag am 2. April 2005 eine Auswahl seiner schönsten und überraschendsten Gedichte, ausgesucht und ins Deutsche übertragen von Heinrich Detering.Daß Hans Christian Andersen nicht nur einer der großen Märchenerzähler der Weltliteratur war, hat sich herumgesprochen. Auch seine Romane und Reisebücher, Briefe und Tagebücher sind in den letzten Jahren wiederentdeckt worden. Daß dieser Dichter aber auch einer der produktivsten, meistgelesenen und meistgeliebten Lyriker seiner Zeit gewesen ist, in Dänemark wie in Deutschland - das ist sonderbarerweise in Vergessenheit geraten. In seinen Gedichten zeigt sich Andersen ebenso einfallsreich und erfinderisch wie in seinen Märchen. Auch hier erweist er sich als ein Meister der unterschiedlichsten Tonfälle; auch hier stehen Humor und Melancholie, Satire und Traum dicht nebeneinander.
Über den Autor / die Autorin
Hans Christian Andersen wurde am 2. April 1805 in Odense (Dänemark) geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Der Dänenkönig Friedrich VI., dem seine Begabung aufgefallen war, ermöglichte ihm 1822 den Besuch der Lateinschule in Slagelsen. Bis 1828 wurde ihm auch das Universitätsstudium bezahlt. Andersen unternahm Reisen durch Deutschland, Frankreich und Italien, die ihn zu lebhaften impressionistischen Studien anregten. Der Weltruhm Andersens ist auf den insgesamt 168 von ihm geschriebenen Märchen begründet. Andersen starb am 4.8.1875 in Kopenhagen.
Heinrich Detering, geboren 1959, ist nach Lehrtätigkeit an den Universitäten in Irvine, München und Kiel Professor für Neuere deutsche Literatur an der Georg-August-Universität Göttingen. 2003 erhielt er den "Preis der Kritik" von Hoffmann und Campe und 2009 wurde er mit dem "Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis" der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet.