Ulteriori informazioni
Goethes sämtliche Maximen und Reflexionen erscheinen hier zum erstenmal aus den Quellen neu ediert, geordnet und kommentiert. Durch eine völlig neuartige Anordnung werden bisherige Verzerrungen beseitigt und zugleich reichhaltiges neues Material erschlossen. Die Überlieferung und Rezeption von Goethes Sprüchen in Prosa ist voll von Mißverständnissen. Der Leser war gezwungen, Texte als zusammenhängend zu lesen, die bei Goethe noch völlig getrennt waren; und umgekehrt vereinzelte Sprüche zu lesen, wo bei Goethe zusammenhängende Reihen standen. Auch der Unterschied zwischen eigenen und bloß zitierten Sprüchen blieb oft unkenntlich. Die Anordnung in der vorliegenden Edition erfolgt nun erstmals bis ins einzelne nach Gattungen und nach den Entstehungszusammenhängen. Dem Leser wie dem Forscher kommt daher die neue Edition gleichermaßen entgegen. Die Ausgabe enthält alle Sprüche, die bereits in bisherigen Ausgaben abgedruckt waren - und darüber hinaus erstmals mehrere hundert weitere Aufzeichnungen, in einer textgeschichtlich transparenten und leserfreundlicheren Präsentation, die Reichtum und Vielfalt der Goetheschen Maximen und Reflexionen zu zeigen vermag.
Sommario
Sprüche in Prosa (Aphorismen. Thesengruppen. Angeeignete Sprüche. Sprüche in Übersetzungen. Sprüche in Exzerpten. Sprüche in Miszellen. Sprüche in Rollenprosa. Vermischte Spruchsammlungen) Kommentar von Harald Fricke
Info autore
Prof. Dr. Harald Fricke, promovierter Philosoph, zwischenzeitlich Professor für Linguistik in Göttingen, ist seit 1984 Lehrstuhlinhaber für deutsche Literatur und allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Fribourg/ Schweiz. Er ist Mitherausgeber des Reallexikons der deutschen Literaturwissenschaft und der Frankfurter Ausgabe von Goethes Werken.
Johann W. von Goethe, geb. am 28.8.1749 in Frankfurt a.M., gest. am 22.3.1832 in Weimar. Jurastudium in Leipzig und Strassburg. Lebenslanges Wirken in Weimar. Reisen zum Rhein, nach der Schweiz, Italien und Böhmen. Frühe Erfolge mit den Sturm und Drang-Stücken 'Götz' und 'Werther', Gedichte (herrliche Liebeslyrik), Epen, Dramen ('Faust', 'Tasso', 'Iphigenie' u. v. a.), Autobiographien. Zeichner und Universalgelehrter: Botanik, Morphologie, Mineralogie, Optik. Theaterleiter und Staatsmann. Freundschaft und Korrespondenz mit den grössten Dichtern, Denkern und Forschern seiner Zeit (Schiller, Humboldt, Schelling . . .). Goethe prägte den Begriff Weltliteratur, und er ist der erste und bis zum heutigen Tag herausragendste Deutsche, der zu ihren Vertretern gehört.