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Ein Gegenentwurf zum Bildungsroman
'Heinrich von Ofterdingen', das berühmteste Romanfragment der deutschen Literatur, stellt eine Verherrlichung der Poesie dar. Als grandioser Gegenentwurf zum gesellschaftlich orientierten Bildungsroman entführt Novalis' Meisterwerk seinen Titelhelden auf der Suche nach der Blauen Blume, die zum Symbol der Romantik schlechthin wurde, in transzendente Sphären.
Entstanden 1799-1800, hat Novalis sein monumental angelegtes Prosawerk nicht vollendet. Es wurde posthum als Fragment veröffentlicht und bestätigte einmal mehr die Vorliebe der Romantiker für diese, zur Gattung erhobene Form der Literatur.
Info autore
Die blaue Blume aus Novalis Roman Heinrich von Ofterdingen ist zum Inbegriff romantischer Sehnsucht und Träumerei geworden. Novalis selbst verkörpert für viele das romantisch-sensible Junggenie schlechthin. Darüber hinaus aber war Novalis als Bergbauingenieur und Philosoph vor allem ein hoch professioneller Forscher, Theoretiker und Intellektueller, dem die Trennung von Geistes- und Naturwissenschaften noch völlig fremd war und der sich mit Gesteinskunde oder Kants Kritik der reinen Vernunft genauso gut auskannte wie mit den Nachtseiten des Lebens.
Prof. Dr. Joseph Kiermeier-Debre ist Leiter des Antoniter-/Strigelmuseums und der MEWO Kunsthalle in Memmingen, Dozent für Neuere deutsche Literatur an der Universität München und Autor und Herausgeber zahlreicher Veröffentlichungen.
Riassunto
Ein Gegenentwurf zum Bildungsroman
›Heinrich von Ofterdingen‹, das berühmteste Romanfragment der deutschen Literatur, stellt eine Verherrlichung der Poesie dar. Als grandioser Gegenentwurf zum gesellschaftlich orientierten Bildungsroman entführt Novalis’ Meisterwerk seinen Titelhelden auf der Suche nach der Blauen Blume, die zum Symbol der Romantik schlechthin wurde, in transzendente Sphären.
Entstanden 1799-1800, hat Novalis sein monumental angelegtes Prosawerk nicht vollendet. Es wurde posthum als Fragment veröffentlicht und bestätigte einmal mehr die Vorliebe der Romantiker für diese, zur Gattung erhobene Form der Literatur.