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Trotz des Elends der Welt, dessen Bilder jeden Tag in die Wohnzimmer gelangen, enden unsere Gerechtigkeitsvorstellungen in der Regel an der Landesgrenze. Selbst Sozialpolitiker, die für Existenzgeld und Umverteilung eintreten, fordern im selben Atemzug Auffanglager für Flüchtlinge in Nordafrika. Doch mit den Kapital- und Bilderströmen gelangen auch die westlichen Ideale sozialer Gleichheit in alle Winkel der Erde, was absehbar zu neuen Konflikten führen wird. Wir sind daher gut beraten, unsere nationalstaatlich begrenzte Perspektive aufzugeben, um globalen Problemen und den weltweit lauter werdenden Forderungen nach sozialer Teilhabe und der Verwirklichung von Menschenrechten begegnen zu können.Dieser Reader gibt einen detaillierten Einblick in theoretische Konzepte und empirische Studien zu transnationaler sozialer Ungleichheit. Mit Texten von Ulrich Beck, Manuel Castells, David Held, John W. Meyer, Saskia Sassen, Immanuel Wallerstein und vielen anderen.
Sommario
I Zur Globalisierung und Transnationalisierung sozialer Ungleichheit: theoretische und empirische Herausforderungen
Ulrich Beck: Risikogesellschaft und die Transnationalisierung sozialer Ungleichheiten
Göran Therborn: Globalisierung und Ungleichheit. Mögliche Erklärungen und Fragen der Konzeptualisierung
Helmuth Berking: Global Images. Ordnung und soziale Ungleichheit in der Welt, in der wir leben
Angelika Poferl: Jenseits der Solidarität? Globale Probleme und die kosmopolitische Konstitution von Sozialität
II Weltsystem, Weltgesellschaft
Immanuel Wallerstein: Klassenanalyse und Weltsystemanalyse
Volker Bornschier/Bruno Trezzini: Soziale Schichtung und Mobilität im Weltsystem. Theoretische Ansätze und aktuelle Forschungsergebnisse
Rudolf Stichweh: Inklusion/Exklusion, funktionale Differenzierung und die Theorie der Weltgesellschaft
III Transnationale soziale Räume, transnationale Klassen
Leslie Sklair: Die transnationale Klasse des Kapitals
Luin Goldring: Macht und Status in transnationalen sozialen Räumen
Steffen Mau: Ungleichheitsdynamiken im europäischen Raum
Anja Weiß: Raumrelationen als zentraler Aspekt weltweiter Ungleichheiten
IV Arbeit, Armut, Migration, Geschlecht: Dimensionen sozialer Ungleichheit und Exklusion
Manuel Castells: Gibt es eine globale Erwerbsbevölkerung?
Robert Hunter Wade: Die bestürzende Zunahme von Armut und Ungleichheit: Alles eine »große Lüge«?
Ajit S. Bhalla/Frédéric Lapeyre: Globalisierung und Exklusion
Saskia Sassen: Wem gehört die Stadt? Die Globalisierung und das Entstehen neuer Ansprüche
Jack Burgers/Godfried Engbersen: Globalisierung, Migration und Einwanderer ohne Papiere
Regina Römhild: Migranten als Avantgarde?
Joan Acker: Geschlechterfrage, Kapitalismus und Globalisierung
V Transnationale Staatsbürgerschaft
Yasemin Nuhoglu Soysal: Auf dem Weg zu einem postnationalen Modell der Mitgliedschaft
Thomas Faist: Soziale Bürgerschaft in der Europäischen Union: Verschachtelte Mitgliedschaft
VI Globale Gerechtigkeit
Amartya Sen: Globale Gerechtigkeit. Jenseits internationaler Fairneß
Thomas W. Pogge: Prioritäten globaler Gerechtigkeit
Info autore
Ulrich Beck wurde 1944 in Stolp in Hinterpommern geboren. Nach seinem Studium der Soziologie, Philosophie, Psychologie und Politikwissenschaft in München promovierte er dort im Jahr 1972. Sieben Jahre später wurde er im Fach Soziologie habilitiert. Sein wissenschaftliches Hauptinteresse galt dem Grundlagenwandel moderner Gesellschaften, insbesondere im Zeichen der Globalisierung. Er beschäftigte sich mit den daraus erwachsenden theoretischen, empirischen und methodologischen Fragen sowie den Konsequenzen und Risiken, die dieser Wandel für Wirtschaft, Politik, Kultur und Massenmedien nach sich zieht.§Seit 1980 war Ulrich Beck Herausgeber der Zeitschrift "Soziale Welt". Ihm wurden mehrere Ehrendoktorwürden europäischer Universitäten und zahlreiche Preise verliehen. Ulrich Beck verstarb im Januar 2015.
Riassunto
Trotz des Elends der Welt, dessen Bilder jeden Tag in die Wohnzimmer gelangen, enden unsere Gerechtigkeitsvorstellungen in der Regel an der Landesgrenze. Selbst Sozialpolitiker, die für Existenzgeld und Umverteilung eintreten, fordern im selben Atemzug Auffanglager für Flüchtlinge in Nordafrika. Doch mit den Kapital- und Bilderströmen gelangen auch die westlichen Ideale sozialer Gleichheit in alle Winkel der Erde, was absehbar zu neuen Konflikten führen wird. Wir sind daher gut beraten, unsere nationalstaatlich begrenzte Perspektive aufzugeben, um globalen Problemen und den weltweit lauter werdenden Forderungen nach sozialer Teilhabe und der Verwirklichung von Menschenrechten begegnen zu können.
Dieser Reader gibt einen detaillierten Einblick in theoretische Konzepte und empirische Studien zu transnationaler sozialer Ungleichheit. Mit Texten von Ulrich Beck, Manuel Castells, David Held, John W. Meyer, Saskia Sassen, Immanuel Wallerstein und vielen anderen.