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Das Dresdner Villenviertel, vom real existierenden Sozialismus längst mit Verfallsgrau überzogen, schottet sich ab. Anne und Richard Hoffmann stehen im Konflikt zwischen Anpassung und Aufbegehren: Kann man sich vor den Zumutungen des Systems in die Dresdner Nostalgie flüchten? Oder ist der Zeitpunkt gekommen, die Ausreise zu wählen? Christian, ihr ältester Sohn, bekommt die Härte des Systems in der NVA zu spüren. Sein Onkel Meno Rohde steht zwischen den Welten: Er hat Zugang zum Bezirk »Ostrom«, wo die Nomenklatura residiert, die Lebensläufe der Menschen verwaltet werden und deutsches demokratisches Recht gesprochen wird. In epischer Sprache, in eingehend-liebevollen wie dramatischen Szenen beschreibt Uwe Tellkamp den Untergang eines Gesellschaftssystems.Ein monumentales Panorama der untergehenden DDR, in der Angehörige dreier Generationen teils gestaltend, teils ohnmächtig auf den Mahlstrom der Revolution von 1989 zutreiben. Kein anderes Buch hat in den letzten Jahren gleichermaßen Kritiker und Publikum derart begeistert.
Sommario
Ouvertüre
I. Buch: Die Pädagogische Provinz
Auffahrt
Mutabor
Das Tausendaugenhaus
In der »Felsenburg«
Das Barometer
»Frieh-stick«
Ostrom
Ansichtskarten
Alltag bei Äsculap. Leid eines Pflichtassistenten
Erzadern. Der Alte vom Berge
Moorgrüne Blumen
Rost
Die wir nicht kennen
Josta
Wer hat den schönsten Tannenbaum
Das leere Blatt
Ferngespräche
Die Kohleninsel
Urania
Dialog über Kinder
Die Karavelle
Enöff
Atmen
In der Klinik
Leipziger Messe
Wolken im April
Die Fahrende Musik. All unsere Kraft. Die Fee der Buchstaben
Schwarzgelb
Kopfervitriol
Junge Frau in Windstille
Vanille & indigo
Ostrom II. Barsano
Wehrlager
Die Askanische Insel
Dresdner Edition
Erste Liebe
Interludium: 1984
II. Buch: Die Schwerkraft
Abend im Haus Eschschloraque
Einberufung
Rosa ist die Waffenfarbe
Das Telefon
Ausreisen
Eiserner Vorhang
Hochzeit
Mach es wie die Sonnenuhr
Die Papierrepublik
Hispano-Suiza
... zähl die heitern Stunden nur
ORWO-Schwarzweiß
Auf Hiddensee
Und hast du Kummer oder Sorgen
Im Tal der Ahnungslosen
Schallplatte und Abtastnadel von Staub freihalten
Die Wäschemangel
Sei zu Hause
Unterwasserfahrt
Man wiederholte vielleicht oft gesagte Worte, man zeigte manches, das man schon oft gesehen hatte, und machte sich auf Dinge aufmerksam, die man ohnehin kannte
Schwebstoffe
Fröhlich sein und singen
Die Kristallwohnung
Reise nach Samarkand
Die Karbidinsel
Nu sajaz - pogodi
Kastalia
Fakultativ: Nadelarbeit
In unserer Hand
Nach dieser Unterbrechung gingen die Tage ... dahin
Braunkohle
Finale: Mahlstrom
Aus technischen Gründen. Walpurgisabend
Wetterleuchten
Walpurgisnacht
Die Hauptaufgabe
Der Magnet
Info autore
Uwe Tellkamp, 1968 in Dresden geboren, studierte in Leipzig, New York und Dresden Medizin und arbeitete als Arzt an einer unfallchirurgischen Klinik. Für seine Lyrik bereits mehrfach ausgezeichnet, erhielt Uwe Tellkamp 2004 den Ingeborg-Bachmann-Preis. 2008 wurde er mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet.
Riassunto
Das Dresdner Villenviertel, vom real existierenden Sozialismus längst mit Verfallsgrau überzogen, schottet sich ab. Anne und Richard Hoffmann stehen im Konflikt zwischen Anpassung und Aufbegehren: Kann man sich vor den Zumutungen des Systems in die Dresdner Nostalgie flüchten? Oder ist der Zeitpunkt gekommen, die Ausreise zu wählen? Christian, ihr ältester Sohn, bekommt die Härte des Systems in der NVA zu spüren. Sein Onkel Meno Rohde steht zwischen den Welten: Er hat Zugang zum Bezirk »Ostrom«, wo die Nomenklatura residiert, die Lebensläufe der Menschen verwaltet werden und deutsches demokratisches Recht gesprochen wird. In epischer Sprache, in eingehend-liebevollen wie dramatischen Szenen beschreibt Uwe Tellkamp den Untergang eines Gesellschaftssystems.
Ein monumentales Panorama der untergehenden DDR, in der Angehörige dreier Generationen teils gestaltend, teils ohnmächtig auf den Mahlstrom der Revolution von 1989 zutreiben. Kein anderes Buch hat in den letzten Jahren gleichermaßen Kritiker und Publikum derart begeistert.
Testo aggiuntivo
»Tellkamp hat der deutschen Literatur frei von Bitterkeit und Ressentiments einen Erfahrungsschatz schriftlich gesichert, der unbedingt erzählenswert war. ... Nicht von ungefähr endet dieser bedeutende Roman mit einem Doppelpunkt im Offenen. Gäbe es einen zweiten Band - man würde ihn sofort lesen.«
Relazione
»Die Palette seiner sprachlichen Möglichkeiten ist so vielfarbig, wie die kaum eines anderen deutschen Gegenwartsautors. ... Tellkamp verschränkt Erzählstränge, bricht sie auf, beschleunigt das Tempo und lässt die Zeit ganz langsam vorbeiziehen, springt in Briefausschnitte und wieder zurück in den Erzählfluss und baut Kapitel zu makellosen Kurzerzählungen aus.« Elmar Krekeler DIE WELT