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Auf die Beziehung kommt es an ...
Borderline-Störungen schließen immer auch Störungen in den Beziehungen - zu sich selbst und zu anderen - ein. Ebenso offensichtlich ist die Bedeutung der Beziehung für die Sexualität. Umso erstaunlicher ist, dass explizit der Themenkomplex "Borderline-Störungen und Sexualität" bislang von der psychotherapeutischen Forschung wenig beachtet wurde.
Ausgehend von klinischen Erfahrungen beleuchten die Autoren dieses Werkes das Thema in all seinen Facetten und formulieren Thesen, die zu Diskussion und neuen Forschungen anregen. Von allgemeinen Grundlagen über Ätiologie und Störungsbild bis hin zu Behandlungsmöglichkeiten der pathologischen Sexualität von Borderline-Patientinnen und -Patienten werden alle wesentlichen Aspekte vorgestellt (z.B. Sexualität und Bindungen, selbstverletzendes Verhalten und Sexualität, Psychopharmaka und Störungen der Sexualität, Umgang mit sexuellem Agieren).
Sommario
Vorspiel
u.a.:
- Sex, Freud und Ironie
- Liebe, Sexualität und Gehirn
- Sexualität und Normen
II Ätiologie der Borderline-Störung: Liebe, Sexualität und Trauma
u.a.:
- Sexueller Missbrauch: Nur einer von vielen ätiologischen Faktoren der Borderline-Persönlichkeitsstörung?
- Lust und andere Affekte im Umfeld von Sexualität bei Personen mit Borderline-Störungen
- Störungen der Sexualität bei Patienten mit komplexer Posttraumatischer Belastungsstörung
III Störungsbild: Sexualität als Borderline-Symptom
u.a.:
- Wie "gesund" können (Sexual-)Partner von Borderline-Patienten überhaupt sein?
- Sexualität und Dissoziation
- Sexualität und Drogen
IV Therapie: Behandlung der pathologischen Sexualität von Borderline-Patienten
u.a.:
- Diagnostik und Behandlungsansätze von Störungen der Sexualität und der Geschlechtsidentität
- Traumatisierende Sexualität, Borderline-Persönlichkeitsstörung und Justiz
- Geschlechtsspezifische Aspekte der Übertragung und Gegenübertragung bei Borderline-Patienten
Info autore
Dr. med., Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie; Chefarzt der II. Fachabteilung (Persönlichkeitsstörungen/Trauma) der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Asklepios Klinik Nord/Ochsenzoll, Hamburg
PD Dr. phil., Dipl.-Psych., Psychologischer Psychotherapeut, Psychoanalytiker; Institut für Psychologie der Universität Innsbruck, Bereich Klinische Psychologie, Leiter der Forschungsambulanz
Hertha Richter-Appelt, Prof. Dr., Psychoanalytikerin, arbeitet seit 1979 in der Abteilung für Sexualforschung des Universitätsklinikums in Hamburg-Eppendorf. Forschungsschwerpunkte und Veröffentlichungen zur Psychoendokrinologie der Gynäkologie und zu empirischen und therapeutischen Aspekten sexueller Traumatisierungen. Leitung eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschungsprojektes: "Retrospektivbefragung junger Erwachsener zu Mißbrauchs- und Mißhandlungserfahrungen in der Kindheit".