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Was ist und wozu betreiben wir Kritik? Die Frage nach den Bedingungen und der Möglichkeit von Kritik stellt sich immer dort, wo Gegebenheiten analysiert und beurteilt werden, seien es gesellschaftliche Verhältnisse und Institutionen, Selbstverhältnisse oder Objekte der Kunst. So ist Kritik konstitutiver Bestandteil menschlicher Praxis: Handeln beruht auf normativen Unterscheidungen und damit auf der Möglichkeit von Kritik.
Wie aber ist das kritische Unternehmen beschaffen? Wie stellt sich in den unterschiedlichen Praktiken der Kritik das Verhältnis von Analyse und Bewertung dar, und wie sind die Maßstäbe auszuweisen, die es dem Kritiker erlauben, eine gegebene Situation als falsch, schlecht, unangemessen oder defizitär zu bezeichnen? Aus unterschiedlichen Perspektiven geben die Beiträge dieses Bandes Antworten auf diese Fragen.
Sommario
Einführung: Was ist Kritik?
Kritik als Praxis
Hartmut Rosa: Kritik der Zeitverhältnisse. Beschleunigung und Entfremdung als Schlüsselbegriffe der Sozialkritik
Ruth Sonderegger: Wie diszipliniert ist (Ideologie-)Kritik? Zwischen Philosophie, Soziologie und Kunst
Luc Boltanski und Axel Honneth: Soziologie der Kritik oder Kritische Theorie? Ein Gespräch mit Robin Celikates
Normative Grundlagen der Kritik
Maeve Cooke: Zur Rationalität der Gesellschaftskritik
Rüdiger Bittner: Kritik, und wie es besser wäre
Rainer Forst: Der Grund der Kritik. Zum Begriff der Menschenwürde in sozialen Rechtfertigungsordnungen
Raymond Geuss: Bürgerliche Philosophie und der Begriff der »Kritik«
Innen und Außen: Konstellationen der Kritik
Tilo Wesche: Reflexion, Therapie, Darstellung. Formen der Kritik
Judith Butler: Was ist Kritik? Ein Essay über Foucaults Tugend
Martin Saar: Genealogische Kritik
Rahel Jaeggi: Was ist Ideologiekritik?
Kritische Hermeneutik und Wissenschaft
Joachim Küchenhoff: Mitspieler und Kritiker. Die kritische Hermeneutik des psychotherapeutischen Gesprächs
Emil Angehrn: Hermeneutik und Kritik
Günter Figal: Verstehen - Verdacht - Kritik
Michael Hampe: Wissenschaft und Kritik. Einige historische Beobachtungen
Info autore
Rahel Jaeggi ist Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Philosophie der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main.
Tilo Wesche, geboren 1968, studierte Philosophie an der Freien Universität Berlin bei Michael Theunissen, Ernst Tugendhat und Axel Honneth. Er wurde 2001 an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen promoviert mit einer Arbeit über Kierkegaard, deren überarbeitete Fassung das vorliegende Buch ist. Seitdem ist er als Lehrbeauftragter an der Albert-Ludwigs-Universität tätig. Seine Forschungsgebiete sind das Verhältnis von Metaphysik und Metaphysikkritik, philosophische Ästhetik, praktische Philosophie sowie griechische Philosophie und die Philosophie der Neuzeit.
Riassunto
Was ist und wozu betreiben wir Kritik? Die Frage nach den Bedingungen und der Möglichkeit von Kritik stellt sich immer dort, wo Gegebenheiten analysiert und beurteilt werden, seien es gesellschaftliche Verhältnisse und Institutionen, Selbstverhältnisse oder Objekte der Kunst. So ist Kritik konstitutiver Bestandteil menschlicher Praxis: Handeln beruht auf normativen Unterscheidungen und damit auf der Möglichkeit von Kritik.
Wie aber ist das kritische Unternehmen beschaffen? Wie stellt sich in den unterschiedlichen Praktiken der Kritik das Verhältnis von Analyse und Bewertung dar, und wie sind die Maßstäbe auszuweisen, die es dem Kritiker erlauben, eine gegebene Situation als falsch, schlecht, unangemessen oder defizitär zu bezeichnen? Aus unterschiedlichen Perspektiven geben die Beiträge dieses Bandes Antworten auf diese Fragen.