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Fragilität kann eine besondere ästhetische und sinnliche Qualität (eines Kunstwerks, einer Existenzweise, eines kulturellen Zeugnisses) bezeichnen oder aber die Gefährdung oder Zerbrechlichkeit eines Gegenstands, so wenn wir von der Fragilität des Subjekts, der Infrastruktur, der Wirtschaft oder ganzer Staaten sprechen. Dennoch können Verletzlichkeit, Brüchigkeit und Ausgesetztsein neue Handlungs- und Widerstandsmöglichkeiten hervorbringen. Seine Ambivalenz macht den Begriff Fragilität überaus anschlussfähig für viele Debatten und begründet seine Konjunktur in unsicheren Zeiten. Der Fragilität kann man also durchaus etwas abgewinnen. Dieser Band diskutiert diese Ambivalenz der Fragilität und auf welche Figurationen von Unsicherheit dies verweist.
Sommario
Einleitung: Anmerkungen zur Fragilität.- Fragilität und Vulnerabilität im Übergang: Erkundungen im Zwischenraum zwischen subjektivem Erleben und sozialen Deutungsmustern.- Vom Unheil-Sein und Resilient-Werden. Das biografierte Selbst zwischen Vulnerabilität und Ästhetisierung.- Respondenz zu den Beiträgen von Anita Scheuermann, Martin Huth und Julian Valentin Möhring.- Wissen, Frühwarnsysteme und der Traum von kolonialer Kontrolle. Zur Fragilität kolonialer Herrschaft.- Orientierung an Zerbrechlichkeit. Zu Jacques Rivettes Haut bas fragile.- Respondenz zu den Beiträgen von Jürgen G. Nagel und Armin Schäfer.- Fragilität als ambiges Verhältniskonzept. Der Habitus der Fragilität im transmigrationsso-ziologischen Kontext.- Fragility: an asset or a side-effect? The case of the Romani street violinist Stefan Dymiter (1938-2002).- Respondenz zu den Beiträgen von Fatih Bahadir Kaya und Anna G. Piotrowska.- Bin ich ein überflüssiger Mensch? Fragile Weiblichkeit und Melancholie bei Mela Hartwig, Franziska zu Reventlow und Hedwig Dohm.- So schön schwach: Fragilität als weibliche Genderexpression. Eine Analyse der weiblichen Hauptfigur des Bestsellers Detransition, Baby.- Respondenz zu den Beiträgen von Marcella Fassio und Katja Kauer.- Wenn nur das Kleinod nicht eben so zerbrechlich wäre... . Tödliche Empfindsamkeit in Goethes Werther und der Bedeutungswandel von Fragilität bis heute.- Adel als ultrastabil-antifragile Identität? Der Ansatz un/doing nobility .- Respondenz zu den Beiträgen von Uwe C. Steiner und Claus Heinrich Bill.- Dynamische Stabilisierung fragilen Wissens am Beispiel der Selbstvermessung die Kybernetisierung des Selbst.- Verschwörungsglaube als Antwort auf eine fragile Welt Ein Blick aus resonanztheoretischer Perspektive.- Respondenz zu den Beiträgen von Eryk Noji und Samuel Epp.
Info autore
Eryk Noji ist Koordinator der interdisziplinären Forschungsgruppe „Figurationen von Unsicherheit“ und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Lehrgebiet Soziologische Gegenwartsdiagnosen an der FernUniversität in Hagen.
Uwe C. Steiner ist Professor für Neuere deutsche Literatur und Medientheorie an der Fernuniversität in Hagen.
Riassunto
Fragilität kann eine besondere ästhetische und sinnliche Qualität (eines Kunstwerks, einer Existenzweise, eines kulturellen Zeugnisses) bezeichnen oder aber die Gefährdung oder Zerbrechlichkeit eines Gegenstands, so wenn wir von der Fragilität des Subjekts, der Infrastruktur, der Wirtschaft oder ganzer Staaten sprechen. Dennoch können Verletzlichkeit, Brüchigkeit und Ausgesetztsein neue Handlungs- und Widerstandsmöglichkeiten hervorbringen. Seine Ambivalenz macht den Begriff Fragilität überaus anschlussfähig für viele Debatten und begründet seine Konjunktur in unsicheren Zeiten. Der Fragilität kann man also durchaus etwas abgewinnen. Dieser Band diskutiert diese Ambivalenz der Fragilität und auf welche Figurationen von Unsicherheit dies verweist.