Descrizione
Dettagli sul prodotto
| Autori | Jennette McCurdy |
| Con la collaborazione di | Olivia Kuderewski (Traduzione) |
| Editore | Aufbau-Verlag |
| Titolo originale | Half His Age |
| Lingue | Tedesco |
| Formato | Copertina rigida |
| Pubblicazione | 13.01.2026 |
| EAN | 9783351051464 |
| ISBN | 978-3-351-05146-4 |
| Pagine | 331 |
| Dimensioni | 142 mm x 28 mm x 211 mm |
| Peso | 485 g |
| Categorie |
Narrativa
> Romanzi
> Letteratura contemporanea (dal 1945)
Gesellschaftskritik, Feminismus, Humor, Mutter-Tochter-Beziehung, Alaska, Familienleben, Lolita, Coming of age, Familiendrama, schwarzer Humor, Altersunterschied, alleinerziehende Mutter, Kapitalismuskritik, Chris Kraus, Liebesaffäre, Dolly Alderton, I Love Dick, i'm glad my mom died, EVERYTHING I KNOW ABOUT LOVE |
Recensioni dei clienti
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Provokant
Jennette McCurdys Autobiografie "I'm glad my Mom died" hat mich vor einigen Jahren total umgehauen und komplett mitgenommen. Ich war daher sehr gespannt auf dieses Romandebüt und das provokante Cover sowie der Klappentext haben mein Interesse weiter geweckt.
Insgesamt bin ich allerdings unschlüssig, wie ich das Buch einordnen soll und ob es mir überhaupt gefallen hat. Waldos charakterliche Entwicklung über das Buch hinweg war schon interessant, mir am Ende aber zu pathetisch und vorhersehbar.
So richtig habe ich für mich auch nicht erkannt, was die Autorin mir mit dem Buch sagen will. Eine Charakterstudie der amerikanischen weißen Unterschicht? Dass die dargestellte Beziehung mehr als problematisch ist, ist wohl von Anfang an klar.
Ich muss auch sagen, dass mir die vielen Sexszenen einfach zu viel, zu vulgär, zu explizit waren. Sie unterstützen Waldos Erzählstimme in ihrer Abgebrühtheit, aber ich hätte gut mit weniger leben können, vor allem bei dieser Art der Beziehung. -
Gutes Romandebüt
Jennette McCurdy ist vielen durch ihre Rolle der "Sam" in iCarly bekannt und hat mit "I'm Glad My Mom Died" ein sehr persönliches und starkes Memoir veröffentlicht. Mit "Half His Age" ihrem ersten Roman polarisiert sie nun zum zweiten Mal.
Im Buch geht es um Waldo, eine 17-jährige Schülerin, die mit ihrer alleinerziehenden Mutter in Anchorage (Alaska) lebt und dabei ist ihrem Schulabschluss zu machen. Ihr Leben könnte kaum schwieriger und trister sein, da ihre 34-jährige Mutter nicht genug für sie da ist und ihren Lebensinhalt vor allem durch ihre Beziehungen füllt. Und auch das Geld, das Waldo in ihrem Nebenjob verdient, wird regelmäßig für Online-Shopping Exzesse missbraucht, um eine Leere zu füllen.
Doch eines Tages tritt Mr. Korgy, ihr Lehrer für Kreatives Schreiben in ihr Leben und obwohl dieser Anfang vierzig, verheiratet, Vater und nicht mehr besonders attraktiv ist, entwickelt Waldo eine Obsession für ihn. Denn Mr. Korgy scheint in Waldo Talent zu sehen.
Die Geschichte ließ sich sehr gut und flüssig lesen und wurde durch die kurzen Kapitel vereinfacht. Schnell entstand für mich ein Sog und ich wollte unbedingt wissen, ob/was zwischen den beiden Protagonist*innen entsteht. Provokant waren dabei die expliziten und obsessiven Beschreibungen und ich kann verstehen, dass diese nicht jedem gefallen würden.
Ich denke, dass McCurdy außerdem gewisse Parallelen aus ihrem eigenen Leben mit einfließen lassen hat, was vor allem die Thematik rund um die Mutter-Tochter-Beziehung angeht.
Prinzipiell fand ich die Geschichte gut und habe sie gerne gelesen, doch zum Ende hin wurde sie für mich ein bisschen eintönig. Dennoch ist es ein gelungenes Romandebüt und ich bin gespannt, welche Themen in McCurdys weiteren Büchern vorkommen werden.
Daher kann ich das Buch für alle nicht zu Zartbesaiteten empfehlen. -
Bewegend
In „half his age“ von Jennette McCurdy lernen wir Waldo, eine 17-Jährige, die auf der Suche nach Nähe, Anerkennung und sich selbst ist kennen.
Das Buch war sehr Emotionsgeladen und ehrlich. Wenn man die Vergangenheit von Jennette McCurdy kennt, hat das Buch eine ganz andere Wirkung auf einen. Der Schreibstil war sehr tiefgründig und leicht, so dass man trotz schwierigen Themen, die Geschichte gut verfolgen konnte. Da ich Jennettes Ehrlichkeit schon aus ihrem vorherigen Buch kannte, hat sich meine Vermutung das hier nichts verschönert oder romantisiert wird bestätigt.
Das Buch wird mir bestimmt noch lange in meinem Kopf bleiben. Man sollte sich vor dem lesen auf jeden Fall bereit für die Themen fühlen!
Ich fand das Buch sehr gut und fand die Thematik sehr interessant. Waldo war eine sehr starke Protagonistin, deren Geschichte sehr spannend ist.
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Weird Girl trifft Female Rage
Half His Age ist roh, provokant und kompromisslos. Jennette McCurdy erzählt eine Geschichte, die bewusst aneckt und genau deshalb so beeindruckend ist. Im Zentrum steht die siebzehnjährige Waldo, die sich auf ihren Lehrer Mr. Korgy fixiert. Waldo ist keine Figur, die Dinge einfach über sich ergehen lässt. Sie beobachtet, reflektiert, ordnet ein und urteilt. Genau das macht sie zu einer so spannenden Protagonistin.
Der Text ist explizit, stellenweise obszön, ungeschönt und direkt. Nichts wird romantisiert oder weichgezeichnet. Machtverhältnisse werden sichtbar gemacht. McCurdy weiß genau, was sie tut, und warum sie es so tut. Nach der Lektüre hatte ich das starke Bedürfnis, Interviews der Autorin zu sehen, um ihre Entscheidungen besser zu verstehen. Ein Zeichen dafür, wie sehr das Buch nachhallt.
Besonders beeindruckt hat mich die Figurenzeichnung. Waldo wirkt erschreckend real, mit all ihren Widersprüchen, ihrer Shoppingsucht, ihrer inneren Gedankenwelt und ihrem Blick auf andere Menschen. Auch die Nebenfiguren fühlen sich greifbar an, wie Personen, denen man im echten Leben begegnen könnte.
Half His Age ist kein angenehmes Buch, aber ein starkes. Es zwingt zum Nachdenken über Begehren, Macht, Jugend und weibliche Wut. Für mich eine mutige und extrem eindringliche Lektüre, die ich dringend empfehlen kann. -
Fesselnde Lektüre in schonungslos direktem Schreibstil
Vom ersten Moment an ist Waldo von Mr. Korgy, ihrem neuen Lehrer für kreatives Schreiben, fasziniert, obwohl er deutlich älter als sie ist und sein früher sicherlich recht gutes Aussehen bereits in wachsendem Bauchumfang und müden Augenringen verloren geht. Doch seine schmerzhaft ehrliche Art zu kommunizieren erhebt ihn für die siebzehnjährige Schülerin weit über die Jungen ihrer Altersklasse, mit denen sie bereits belanglose Beziehungen geführt hatte. Nur von Mr. Korgy fühlt sie sich wirklich gesehen und so setzt Waldo alles daran, ihrem Lehrer näher zu kommen.
"Half His Age" von Jennette McCurdy ist ein unerwartet intensives Leseerlebnis, das mich derartig gefesselt hat, dass ich es ohne Unterbrechung komplett durch gelesen habe. Dabei war ich anfangs noch unschlüssig, ob ich mir dieses Buch geben möchte, der Klappentext und eine erste Leseprobe haben mich zwar neugierig gemacht, aber auch ein wenig abgestoßen. Doch je weiter ich gelesen habe, umso stärker hat sich die Sogkraft des schonungslos direkten Schreibstils entfaltet. Es hat dennoch eine Weile gedauert, ehe ich mit Waldo warm geworden bin, die Handlung ist in der ersten Person aus ihrer Perspektive geschrieben und die nahezu brutal offenherzige Erzählweise, die weder einen Schweißfleck noch jegliche sonstige Körperflüssigkeiten auslässt, macht sie nicht unbedingt zu einer Sympathieträgerin.
Erst nach und nach zeigt sich unter ihrer abgeklärten Art die Vernachlässigung durch Waldos alleinerziehende Mutter, die viel zu früh ein Kind bekommen hatte und es immer noch nicht auf die Reihe kriegt, erwachsen zu werden. Bereits als kleines Kind musste Waldo sich in depressiven Phasen um ihre Mutter kümmern, neben der Schule geht sie arbeiten, nicht nur um sich Dinge leisten zu können, die andere Teenager ganz selbstverständlich von ihren Eltern erhalten, auch alltägliche Ausgaben wie z.B. die Stromrechnung bezahlt die Schülerin von ihrem Lohn. Den ausgeprägten seelischen Hunger befriedigt sie mit Bulimie-Shopping und oberflächlichen Beziehungen, dabei hat sie einen klaren, von Zynismus geprägten Blick auf die eigene Situation.
Dieser Zwiespalt - unsere Hauptfigur pendelt zwischen wacher Intelligenz und emotionaler Verlorenheit - hat mich zunehmend fasziniert, den Roman habe ich wie ein Verkehrsunfall empfunden, etwas das ich eigentlich gar nicht sehen möchte und dennoch konnte ich den Blick nicht davon abwenden. Mein Mutterherz hat stellenweise für Waldo geblutet, dann gab es Szenen, in denen ich sie gern geschüttelt hätte, während der gesamten Lesezeit war ich emotional tief in ihr Leben involviert und habe das gesamte Gefühlsspektrum an ihrer Seite durchlaufen. Diese Lektüre hat sich weit außerhalb meiner Komfortzone bewegt, dennoch hatte ich extrem fesselnde Lesestunden und empfehle die herausfordernde Geschichte gern weiter.
Fazit: Der schonungslos direkte Schreibstil macht diese Lektüre zu einer emotionalen Herausforderung, die mich in unerwartetem Maß gefesselt hat. Für den intensiv erzählten Roman spreche ich gern eine Leseempfehlung aus. -
Fesselnd und herausfordernd
"Half His Age" von Jennette McCurdy lässt mich zwiegespalten zurück. In dem Roman geht es um ein High School Mädchen, welches von ihrer Familie vernachlässigt wird und schließlich eine sexuelle Beziehung mit ihrem Lehrer eingeht. Die Themen, die behandelt werden sind hart. Es geht um Vernachlässigung, Konsumsucht, Sexualität, psychische Probleme und vor allen Dingen um den Missbrauch einer Minderjährigen. Sexszenen werden explizit beschrieben. Der Schreibstil ist passend dazu roh, derb, direkt und ehrlich. Während dem Lesen verspürt man durchweg Unbehagen - es ist definitiv kein Wohlfühlbuch. Dies ist jedoch sicherlich eine bewusste Entscheidung der der Autorin, um die ungleichen Machtverhältnisse zu zeigen. Trotzdem leidet der Spaß beim Lesen natürlich etwas unter der düsteren Thematik.
Der Lesefluss ist hervorragend, da die Kapitel sehr kurz sind und der Schreibstil fließend. Die Atmosphäre ist deprimierend und fast aussichtslos. Die Charaktere sind authentisch und gleichzeitig verstörend. Man sieht der Protagonistin dabei zu, wie sie eine schlechte Entscheidung nach der nächsten trifft. Sie ist als 17-jähriges Mädchen ein Opfer von Missbrauch und gleichzeitig irgendwie nicht das typische Opfer. Diese vermeintliche Widersprüchlichkeit hat mir gut gefallen.
Insgesamt ist der Roman zugleich fesselnd und herausfordernd, weshalb ich Schwierigkeiten bei der Bewertung hatte. Nach "I‘m glad my mom died" hat die Autorin ihren Stil gefunden. Schreibstil und Geschichte haben mich insgesamt überzeugt, darum kann ich das Buch allen weiterempfehlen, die sich dazu in der Lage fühlen über diese Themen zu lesen. -
Eindrücklich
Ich muss zugeben, der Klappentext hat mich eigentlich nicht so sehr angesprochen, aber da ich "I'm glad my mom died' richtig toll fand, war ich einfach zu neugierig auf das neue Buch der Autorin. Waldo als Protagonistin fand ich wirklich sehr gut geschrieben, sie hat sich so echt angefühlt und war auch an vielen Stellen sehr relatable. Sie hat eine schwierige Beziehung zu ihrer Mutter, da diese immer nur nach Trennungen Zeit für sie hat und versucht dann immer wieder ihre innere Leere mit Konsum zu füllen. Als dann Mr. Korgy in ihr Leben kommt, will sie ihn plötzlich unbedingt. Und teilweise fand ich das wirklich sehr hart zu lesen, es war echt verstörend und auf die sehr expliziten Szenen hätte ich auch gerne verzichtet, insgesamt hat es aber schon alles gut zusammen gepasst. Der Schreibstil verdeutlicht die Geschichte sehr gut. Und dadurch ist das Buch nicht unbedingt schön zu lesen, aber es verdeutlicht sehr viel und war dadurch ziemlich gut.
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