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Real Americans - Roman

Tedesco · Copertina rigida

CONSIGLIO

Pubblicazione il 12.02.2026

Descrizione

Ulteriori informazioni

Ein grosser amerikanischer Roman darüber, was uns zu denen macht, die wir sind

Der grosse Bestseller aus den USA – so ein Buch gibt es nur alle zehn Jahre! Ein Sommer in New York, der alles verändert. Ein Sohn auf der Suche nach seiner Herkunft. Und die grosse Frage: Was macht uns zu dem, was wir sind? Sie werden dieses Buch nicht aus der Hand legen können.

New York City, Silvester 1999. Lily Chen ist 22, Tochter chinesischer Einwanderer und unbezahlte Praktikantin in einem hippen Medienunternehmen. Als sie Matthew trifft – charmant, privilegiert, Erbe eines Pharmaimperiums –, verliebt sie sich. Zwei Welten prallen aufeinander. Und doch scheint alles möglich.

21 Jahre später lebt Lilys Sohn Nick mit ihr auf einer abgelegenen Insel. Er spürt: Etwas fehlt. Als er nach seinem Vater sucht, stösst er auf Geheimnisse, die alles verändern – nicht nur für ihn.

Info autore

Rachel Khongs Texte erschienen u. a. in der New York Times Book Review, The Guardian,The Cut und The Paris Review. 2018 gründete sie in San Francisco The Ruby, einen Arbeits- und Veranstaltungsort für Autorinnen und nicht-binäre Künstler:innen. Rachel Khong lebt in Kalifornien.
Tobias Schnettler wurde 1976 in Hagen geboren und studierte Amerikanistik. Er arbeitet als Übersetzer bei Marburg und hat zuletzt u. a. Bücher von Nell Zink, Andrew Sean Greer und John Ironmonger übersetzt.

Recensioni dei clienti

  • Trotz großem Potenzial erstaunlich wenig emotionale Tiefe

    Scritta il 02. febbraio 2026 da seitenmusik.

    Mit Real Americans legt Rachel Khong einen ambitionierten Generationenroman vor, der in den USA als großer Bestseller gefeiert wurde und nun in der deutschen Übersetzung von Tobias Schnettler bei Kiepenheuer & Witsch erschienen ist. Erzählt wird die Geschichte einer chinesisch-amerikanischen Familie über mehrere Jahrzehnte hinweg: von New York um die Jahrtausendwende bis in eine nahe Zukunft. Im Zentrum stehen Fragen nach Herkunft, Zugehörigkeit, sozialer Ungleichheit und der provokanten Idee, Schicksal genetisch beeinflussen zu können.

    Meine Meinung

    Ich bin mit sehr hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen. Die starke Bewerbung (nicht zuletzt im Kontext von „Deutschland liest ein Buch“) hat den Eindruck vermittelt, hier einen der seltenen Romane in der Hand zu halten, die ein ganzes Jahrzehnt prägen können. Entsprechend groß war meine Neugier.

    Thematisch ist Real Americans ohne Zweifel sehr vielfältig. Besonders die Darstellung von Migration und Assimilation hat mich stellenweise sehr überzeugt. Khong beschreibt eindrücklich, wie Anpassung zur Überlebensstrategie wird, bis hin zu einem beinahe ritualisierten Amerikanischsein: „Es war, als folgten sie einem Handbuch zum Amerikanischsein.“ (S. 57)

    Auch Fragen von Identität und Othering werden immer wieder differenziert aufgegriffen, etwa in der Reflexion über interracial relationships und Machtverhältnisse: „Warum waren wir alle in einer Beziehung mit weißen Männern?“ (S. 87) Diese Passagen sind meiner Meinung nach deshalb so stark, weil sie keine einfachen Antworten liefern, sondern Unsicherheiten und innere Widersprüche sichtbar machen.

    Trotz dieser inhaltlichen Stärken blieb für mich aber ein zentrales Problem bestehen: die Figurenzeichnung. So groß der Roman angelegt ist, emotional konnte ich mich kaum einer der Figuren wirklich annähern. Viele Charaktere blieben für mich erstaunlich unnahbar, fast wie aus analytischer Distanz betrachtet. Gerade Lily, deren Lebensweg so viel inneres Konfliktpotenzial birgt, blieb für mich seltsam verschlossen. Ich habe ihre Entscheidungen verstanden, aber selten wirklich (mit-)gefühlt.

    Hinzu kommt die Struktur des Romans. Die Vermischung der Zeitebenen und Perspektiven hatte theoretisch großes Potenzial, wirkte auf mich jedoch häufig zersplitternd statt vertiefend. Statt Spannung oder emotionale Verdichtung entstand stellenweise Länge. Einige Passagen empfand ich als langatmig und wenig fokussiert, obwohl der Roman insgesamt sehr umfangreich ist.

    So hatte ich beim Lesen immer wieder das Gefühl, dass Real Americans eigentlich alles mitbringt, um ein Highlight zu sein: starke Themen, kluge Gedanken, gesellschaftliche Relevanz. Und doch blieb vieles davon für mich ungenutzt. Die Geschichte hat mich daher im wahrsten Sinne des Wortes eher beschäftigt (Lesen des Lesens willen) als berührt (Lesen um was zu Lernen).

    Fazit

    Real Americans ist ein Roman, den man lesen kann, aber meiner Meinung nach nicht zwingend lesen muss. Wer sich für Fragen von Herkunft, Migration, Identität und gesellschaftlichem Fortschritt interessiert, findet hier viele Denkanstöße. Leser:innen, die sich emotionale Nähe, intensive Figurenentwicklung und erzählerische Verdichtung wünschen, könnten jedoch enttäuscht werden. Für mich blieb das Buch trotz seines großen Anspruchs leider im Mittelfeld.

  • Leben in Amerika

    Scritta il 21. gennaio 2026 da heikek .

    In ihrem Roman "Real Americans" (Verlag Kiepenheuer & Witsch/Erscheinungstermin 12.02.2026) erzählt die Autorin Rachel Khong die Geschichte der Familie Chen. Der Roman wurde aus dem Amerikanischen von Tobias Schnitzler übersetzt. Das Cover ziert eine Auster auf hellblauem Grund. Die Auster begegnet uns auch immer wieder in diesem Roman. Zum einen real als Delikatesse. Zum anderen sinnbildlich. So verschlossen wie eine Auster geben sich zuweilen die Protagonisten. Auch der Titel passt perfekt zu diesem Roman. Was macht eine Person zu einer echten Amerikanerin oder wer ist ein wahrer Amerikaner?
    Der erste Teil dieses Romans beginnt mit der zweiten Generation. Lily wurde in Amerika geboren und ist die Tochter von Mei und Wen, chinesische Einwanderer. Sie spricht kein Chinesisch und dafür schämt sie sich sehr oft. Sie studiert und arbeitet als unbezahlte Praktikantin. Auf einer Weihnachtsfeier lernt sie Matthew kennen. Er ist der Neffe ihres Chefs und aus einer einflussreichen und vermögenden Familie. Trotz der unterschiedlichen Herkunft heiraten die beiden, aber kurz nach der Geburt von Nico verlassen Lily und ihr Sohn Matthew.
    Der zweite Teil handelt von Nico, der dritten Generation, der nun Nick gerufen wird. Er lebt mit seiner Mutter Lily auf einer abgelegenen kleinen Insel. Nick ist blond und hat blaue Augen und dass die Vorfahren mütterlicher Seits Chinesen sind, ist nicht zu erkennen. Lily verschweigt ihrem Sohn, wer sein Vater ist. Aber Nick setzt alles daran, dies herauszufinden und in die Fußstapfen seines Vaters zu treten.
    Der dritte Teil des Romans widmet sich Lilys Mutter. Mei ist inzwischen Mitte achtzig und sie will ihrem Enkel Nick alles über sich erzählen. Mei lebte in China mit ihrer Familie in einfachen Verhältnissen. Sie erhielt die Chance in Peking zu studieren, doch schon bald bekamen die Studenten die Veränderungen durch die Regierung von Mao und der Roten Garden zu spüren. Mei entschied sich für eine Flucht mit Wen. In Amerika angekommen, heirateten die beiden und arbeiteten als Wissenschaftler. Von nun an hieß sie May und sie sprach nur noch amerikanisch, auch wenn sie chinesisch angesprochen wurde.
    Der Roman ist spannend und überraschend geschrieben und liest sich flott. Die Charaktere der Protagonisten und ihre Veränderungen hat Rachel Khong so detailliert beschrieben, dass man sie sich vorstellen kann. "Real Americans" ist ein interessanter und lesenswerter Roman über Familie, Einwanderung und Integration.

  • Emotionale Tiefe fehlte

    Scritta il 11. gennaio 2026 da jacky1304.

    Drei Generationen einer chinesischen Familie, die sich mit der Auswanderung nach Amerika bzw. ihren Nachwirkungen beschäftigen. Leider blieben einige Charaktere zu unnahbar, weshalb es für mich nur mittelmäßig war.

    Zu Beginn erfahren wir Lilys Geschichte. Wir befinden uns in den 90ern und begleiten die 22-jährige Tochter chinesischer Einwanderer, wie sie ihren Mann Matthew kennenlernt. Dieses Kennenlernen hat mir wahnsinnig gut gefallen. Zwischen Klischees und witzigen Momenten lernen wir Lily besser kennen und wie die junge Frau damit zu kämpfen hat, dass sie und der „typisch amerikanische“ Matthew so verschieden sind. Diese Geschichte war glaubhaft und deshalb wirklich gut.
    Interessant fand ich auch, wie sie die Beziehung zu ihren Eltern beschreibt, und wie wenig sie eigentlich über deren Zeit in China weiß.

    Anschließend springen wir in die 2000er Jahre zu Lilys Sohn Nick. Er erzählt, wie er mit seiner Mutter bescheiden und eher zurückgezogen auf einer Insel lebt, wie seine Kindheit war, und mit welchen Vorurteilen er zu kämpfen hat. Besonders die Freundschaft zu seinem besten Freund gefiel mir in diesem Teil der Geschichte. Einerseits eine typische Jungenfreundschaft, dann aber irgendwie auch nicht. Wie sich die Dynamik der beiden im Laufe der Zeit verändert, fand ich sehr gelungen.
    Leider gefiel mir die Geschichte zunehmend weniger, als Nick aufs College geht. Wie er sich dort entwickelt, wie er mit seiner Mutter umgeht und wie er in manchen Situationen handelt, konnte ich nicht nachvollziehen.
    Lediglich der Handlungsstrang, als er Kontakt zu seinem Vater aufbaut und auch den amerikanischen Teil seiner Familie kennenlernt, konnte mein Interesse wieder wecken.

    Am Ende befinden wir uns 2030 und begleiten May, Lilys Mutter und Nicks Oma, durch ihre Geschichte. Wir erfahren die Hintergründe, die zur Auswanderung führten und Momente, wie es unter der Herrschaft von Mao war. Leider fand ich diesen Teil des Buches am Nüchternsten. Ich konnte zu May keinerlei Bindung aufbauen. Obwohl diese Frau schreckliche Dinge erleben musste, fehlten mir wirkliche Emotionen.
    Und dieses ganze Forschungsthema hätte es für mich auch nicht so ausgeprägt gebraucht. Viele Passagen darüber fand ich langatmig und uninteressant.
    Mir ist klar, dass es wichtig für das Verständnis der Geschichte ist, gefiel mir aber leider trotzdem nicht.

    Das Buch hatte durch die drei Perspektiven und ihre extrem unterschiedlichen Charaktere wirklich Potenzial. Die Hintergründe für die Auswanderung und die Folgen, die Herausforderungen, die die Eingliederung in Amerika mit sich bringen, waren eigentlich gut gewählt. Leider wurde aber vieles davon nicht genutzt, fand ich.
    Es hätte ein Highlight werden können, blieb wegen der genannten Kritikpunkte aber nur im Mittelfeld - schade.

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