Descrizione
Dettagli sul prodotto
| Autori | Judith Hoersch |
| Editore | Piper |
| Lingue | Tedesco |
| Formato | Copertina rigida |
| Pubblicazione | 30.01.2026 |
| EAN | 9783492073691 |
| ISBN | 978-3-492-07369-1 |
| Pagine | 384 |
| Dimensioni | 134 mm x 31 mm x 210 mm |
| Peso | 430 g |
| Categorie |
Narrativa
> Romanzi
> Letteratura contemporanea (dal 1945)
Adoption, Berlin, Polaroid, Eifel, Schauspielerin, Familiengeheimnis, Paarbeziehung, entspannen, Identifikation, Bäckerei, Mayen, Töchter, alleinerziehende Mutter, Aufarbeitung, Orientierungslosigkeit, Famile, Dörte Hansen, Mütter und Töchter, Caroline Peters, eintauchen, Daniela Krien, Generationenbeziehungen, Mutterlos, Erzählerisches Thema: Identität / Zugehörigkeit, Alena Schröder, Laetiza Colombani |
Recensioni dei clienti
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Tragisch-schöne Familiengeschichte mit Happy End
Die Autorin ist mir bereits aus dem Fernsehen bekannt, etwa aus der Serie „Lena Lorenz“ in der sie die Hebamme verkörpert, oder in ihren Rollen in Krimis wie „Taunuskrimi“ und „Tatort Kiel“. Mit dem vorliegenden Roman knüpft sie an ihre bereits in der Kindheit entdeckte Leidenschaft für das Schreiben an, das sie sich wohl bei ihrem Vater abgeschaut haben dürfte, einem Musikjournalisten. Das eine oder andere selbst erlebte Detail aus ihrem Leben lässt sie in die Geschichte einfließen – die Bäckerei der Eltern bzw. Großeltern der Protagonistinnen, das Hobby Reiten, ihre Wahlheimat Berlin.
Allerdings ist die Geschichte komplett fiktiv ohne jegliche autobiografische Züge. Es ist die Geschichte zweier Frauen, von denen die eine von jeher eine ihr unerklärliche Fremdheit in ihrer aus Mutter und Großeltern bestehenden Familie gefühlt hat und die andere ihre Mutter als Kind verloren hat und diese Leerstelle ihr Leben bis in ihr Erwachsenenalter hinein prägt. Beider Wege kreuzen sich bei einem Psychotherapeuten und sowohl die beiden Frauen als auch der Therapeut erkennen, dass zwischen ihnen eine Verbindung besteht. Viel mehr sei zu dem Inhalt der Geschichte nicht gesagt, damit der Reiz des Lesens bestehen bleibt.
Nur so viel: Schicksal und viele Zufälle tragen dazu bei, dass es die beiden Frauen gibt und sie einander finden. Für meine Begriffe ist Einiges zu sehr konstruiert und würde im wahren Leben wohl so nicht stattfinden. Die Folge ist, dass nicht alles lebensnah wirkt. Das tut dem Roman aber keinen Abbruch, denn es handelt sich um Unterhaltungslektüre, die deshalb anders als oft im wahren Leben ein Happy End haben darf.
Was den formalen Aufbau der Geschichte anbelangt, hatte ich anfangs Bedenken, ob sie nicht zu verwirrend dargestellt ist. Denn erzählt wird nicht chronologisch, sondern abwechselnd in recht kurzen Kapiteln zwischen der Vergangenheit ab 1981 und der Gegenwart 2020, noch dazu aus wechselnden Erzählerperspektiven. Doch der rote Faden findet sich schnell.
Ein versöhnlicher Roman, der LeserInnen mit Interesse an Familiengeschichten zu empfehlen ist. -
Bewegend
Das Buch „Niemands Töchter“ von Judith Hoersch war ein sehr berührender Roman , der ein zum nachdenken bringt.
In dem Buch geht es um Alma, die in den 1980er Jahren in der Eifel aufwächst und sich fremd in ihrer Familie fühlt, und Isabell, die 2019 in Berlin lebt und ihre Mutter schmerzlich vermisst. Beide haben ihre Päckchen zu tragen und in der Geschichte treffen die zwei unterschiedlichen Menschen aufeinander.
Der Schreibstil in dem Buch war emotionale und tiefgründig. Die Charaktere waren sehr authentisch und konnte mich gut in ihre Gedanken hineinversetzen. Da die Geschichte sehr emotional und authentisch geschrieben wurde, konnte man die Gefühle der Frauen sehr gut nachvollziehen und konnte sehr gut mit ihnen mitfühlen.
Ich kann das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, besonders wenn man Geschichten mit starken Frauenfiguren und Familiengeheimnissen mag.
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Schwierig
Das Buch erzählt von vier Frauen, die auf verschiedenen Wegen miteinander verbunden sind, ohne es eigentlich zu wissen. Und erst nach und nach kommt die gesamte Geschichte ans Tageslicht...
Für mich war das Buch schwierig. Damit meine ich nicht die Geschichte und den Schreibstil, den fand ich sehr gut (bis auf kleine grammatikalische Fehler). Das alles war gut lesbar und im Wechsel der Zeiten und der Personen erfährt man so nach und nach immer ein wenig mehr vom Zusammenhang. Schwierig war es für mich allerdings deswegen, weil ich das Gefühl hatte, alle Mütter werden irgendwie „fehlerhaft“ dargestellt. Natürlich ist niemand perfekt im Leben und es gibt immer Fehler, aber hier waren für mich die Frauen einfach oft sehr negativ behaftet. Die Männerfiguren waren dagegen wieder sehr klischeehaft: entweder war jemand total schlecht oder er war der Traummann schlechthin. Dazwischen gibt es so gut wie nichts. Die Geschichte war sehr berührend und regt zum Nachdenken an. Allerdings hatte ich das Thema der Adoption in letzter Zeit einige Male in Büchern und frage mich immer, warum die Adoptierten so reagieren. Es ist mir klar, dass es ein ziemlicher Schock ist, wenn man - teilweise unbeabsichtigt - erfährt, dass man adoptiert wurde. Auch eine ablehnende Reaktion kann ich verstehen, zumal wenn man noch jünger ist. Doch als Erwachsener mit mehr Wissen und dem Erkennen, dass die Adoptiveltern einem so viel gegeben haben, sollte man über seinen Schatten springen können. Das alles sind für mich interessante Fragen, die das Buch aufwirft und über die man noch länger nachdenken kann. Von mir gibt es eine Leseempfehlung -
Frauenschicksale
„Niemands Töchter“ von Judith Hoersch erzählt von Schicksalen vierer Frauen in vier verschiedenen Jahrzehnten. Durch Zeitsprünge lernt man die vier Frauen Marie, Gabriele, Alma und Isabell kennen. Jede dieser Frauen hat eine Geschichte, die erzählt wird. Zunächst scheint es, als wären alles einzelne Geschichten, aber nach und nach kommen Zusammenhänge hervor. Vor allem folgende Themen werden eingebunden: Mutterschaft, Verlust, Identität und Einsamkeit.
Die Zeitsprünge fand ich teilweise etwas verwirrend, das ist ein kleiner Kritikpunkt an diesem Buch.
Mir hat gefallen, dass das Buch zeigt, wie wichtig Familie, Vertrauen und Zugehörigkeit sind. Es macht auch deutlich, wie sehr fehlende Liebe ein Leben beeinflussen kann. Gleichzeitig zeigt die Geschichte, dass Veränderung möglich ist und dass man trotz schwieriger Vergangenheit seinen eigenen Weg finden kann.
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Über Herkunft & Identität
m Vordergrund der Handlung stehen Alma, Gabriele, Isabell und Marie. Vier Frauen, von denen jede aus ihrer Sicht über ihr Leben berichtet. Sie leben in unterschiedlichen Jahrzehnten und Handlungsorte sind Berlin und die Eifel. Jede der Frauen hat ihr eigenes Leben und geht ihren eignen Weg. Ihre Leben sind voll von Konflikten.
Alma wächst in den 1980er Jahren bei ihrer Mutter Gabriele in der Eifel auf und Isabell bei ihrer Mutter in Berlin. 40 Jahre später suchen Alma und Marie nach ihrer Herkunft. Beide spüren eine innere Leere, die sie füllen möchten.
Das Buch ist angenehm geschrieben, aber trotzdem nicht unbedingt leicht zu lesen, da durch die vielen Zeitwechsel ein wenig Konzentration erforderlich ist. Dadurch hatte ich zunächst Schwierigkeiten in die Handlung hineinzukommen, da mir die Zusammenhänge zwischen den unterschiedlichen Lebenswegen fehlten und die Ereignisse nicht chronologisch berichtet werden. Letztendlich ging es aber gar darum, sondern um die Suche nach der eigenen Identität, der Herkunft, den unterschiedlichen Beziehungen zwischen Müttern und Töchtern und welchen Einfluß diese auf den weiteren Verlauf des Lebens haben.
Die Charaktere werden facettenreich beschrieben. Sie wirken authentisch, da sie nicht perfekt sind, Geheimnisse haben, an sich zweifeln und verletzlich sind. Ihre Entwicklung wird anschaulich und nachvollziehbar dargestellt.
Es ist ein Roman, der zum Nachdenken anregt und deutlich macht, wie sich die Vergangenheit auf die Gegenwart auswirken kann. Ich habe ihn gerne gelesen und er wird mich noch einige Zeit im Gedächtnis bleiben. -
Vier Frauen und Schicksale, die miteinander sind
Zwei Zeitebenen, vier Frauen, dessen Leben miteinander verbunden sind, was sich den Lesern als auch den Frauen nach und nach offenbart. Man wechselt immer zwischen den vier Protagonisten und ihren Perspektiven hin und her, was für mich den Lesefluss an keiner Stelle störte, da alle Charaktere zusammenhingen und ihre Lebensgeschichten wie Puzzleteile zu einem großen ganzen wurden. Der Titel des Buches ist sehr passend, da es im laufe der Geschichte immer wieder unterschwellig als auch direkt thematisiert wird.
Die Geschichte selbst dreht sich vorallem um die Beziehung zwischen Mutter und Tochter und ihre Höhen und tiefen aber auch darum, Fehler zu machen und einfach menschlich sein. Es ist eine besondere Geschichte, die ich innerhalb von zwei Tagen gelesen habe, da sie mich einfach nicht loslassen konnte. An manchen Stellen ist es sicherlich keine einfache Lektüre, aber diese Melancholie und Traurigkeit zog mich einfach in ihren Bann. Ungeschönt mit Macken und Fehlern erlebt man das Leben dieser Frauen und wie sich ihre Wege miteinander kreuzen.
Insgesamt eine lesenswerte Geschichte, die mich überzeugen konnte und sicherlich mein letztes Werk der Autorin war.
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