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Die Aussagen, wann und wie die Jüngerinnen und Jünger im Johannesevangelium erkennen, dass Jesus der Christus ist, scheinen sich zu widersprechen. Im Gespräch mit der Forschung zur Hermeneutik des vierten Evangeliums entwickelt Stefan Zorn ein neues hermeneutisches Modell. Darin zeigt er, dass nicht erst die Auferstehung Jesu, sondern bereits die Inkarnation des Logos einen narrativen, christusbezogenen Erkenntnisprozess eröffnet und dass dieser zugleich untrennbar mit einem Beziehungsprozess verbunden ist. Dieser mehrstufige Beziehungs- und Erkenntnisprozess schließt im Erzählverlauf auch Krisenerfahrungen und Herausforderungen der Erzählfiguren mit ein und erreicht in den transformativen Begegnungen der Jüngerinnen und Jünger mit dem Auferstandenen sein Beziehungs- und Erkenntnisziel.
Sommario
I. Grundlegungen
1. Ausgangsproblem, Gegenstand und Ziel der Studie
2. Verortung der Studie in ausgewählten Forschungsdiskursen
3. Der Zugang der Studie
II. Entfaltungen
4. Der Anfang: Christusbeziehung und Christuserkenntnis in Joh 1,35-2,22
5. Die erste Krise: Christusbeziehung und Christuserkenntnis in Joh 6,60-71
6. Die Herausforderung: Christusbeziehung und Christuserkenntnis der Jüngerinnen Martha und Maria von Bethanien in Joh 11,1-12,11
7. Die zweite Krise: Christusbeziehung und Christuserkenntnis in Joh 13,1-15,17 und 16,25-33
8. Die Transformation: Christusbeziehung und Christuserkenntnis in Joh 20,1-31
III. Ergebnisse
9. Das hermeneutische Modell als Voraussetzung von Christusbeziehung und Christuserkenntnis
10. Kennzeichen, Profile und Beziehungen der Jüngerinnen und Jünger
11. Der fünfstufige Beziehungs- und Entwicklungsprozess: Entwicklung und Wechselseitigkeit von Christusbeziehung und Christuserkenntnis
Info autore
Geboren 1988; 2016-19 wiss. Mitarbeiter am Zentrum für Islamische Theologie der Universität Münster; 2017-18 Persönlicher Referent des Vorsitzenden des Rates der EKD; 2019-21 Dozent an der Evangelischen Fakultät der Universität Münster, 2021 Promotion; Pfarrer an der Jugendkirche Hamm.