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Verboten, unvereinbar, geheim? - Militärische Forschung, Dual-Use-Problematik und Friedensinitiativen in der Max-Planck-Gesellschaft (1945-2005)

Tedesco · Copertina rigida

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Descrizione

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Auf den ersten Blick scheint die militärische Auftragsforschung, welche angesichts ihrer Zweckorientierung stets die Autonomie der Forschenden einzuschränken droht, nicht mit der grundlagenorientierten Forschung der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) vereinbar zu sein. Nach Aufhebung alliierter Forschungsverbote und der Wiederbewaffnung der Bundesrepublik musste sich jedoch auch die MPG seit 1955 mit der vom Verteidigungsministerium geforderten "Wehrforschung" auseinandersetzen. Diese Studie untersucht, wie die MPG trotz ihres distanzierten Verhältnisses zur militärischen Auftragsforschung diese institutionell in ihr Portfolio integrierte. Anhand von Fallbeispielen der biologische Waffenforschung und der Lieferung von Nukleartechnologie für das pakistanische Atomwaffenprogramm zeigt Florian Schmaltz Risiken und Folgen der Dual-Use-Problematik in militärisch nutzbarer Grundlagenforschung auf. Zugleich lehnten führende Physiker der MPG 1957 jegliche militärische Kernforschung (Göttinger Erklärung) ab und zahlreiche Angehörige der MPG engagierten sich in den 1980er Jahren in der Friedensbewegung gegen die Raketenstationierung und die Weltraumrüstung (SDI-Programm).

Info autore

PD Dr. Florian Schmaltz war bis 2022 Projektleiter des Forschungsprogramms „Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft“. Er ist assoziierter Wissenschaftler am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung. Seit Mai 2024 ist er Mitherausgeber der Collected Papers of Albert Einstein am Einstein Papers Project des California Institute of Technology in Pasadena.

Riassunto

Auf den ersten Blick scheint die militärische Auftragsforschung, welche angesichts ihrer Zweckorientierung stets die Autonomie der Forschenden einzuschränken droht, nicht mit der grundlagenorientierten Forschung der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) vereinbar zu sein. Nach Aufhebung alliierter Forschungsverbote und der Wiederbewaffnung der Bundesrepublik musste sich jedoch auch die MPG seit 1955 mit der vom Verteidigungsministerium geforderten „Wehrforschung“ auseinandersetzen.
Diese Studie untersucht, wie die MPG trotz ihres distanzierten Verhältnisses zur militärischen Auftragsforschung diese institutionell in ihr Portfolio integrierte.
Anhand von Fallbeispielen der biologische Waffenforschung und der Lieferung von Nukleartechnologie für das pakistanische Atomwaffenprogramm zeigt Florian Schmaltz Risiken und Folgen der Dual-Use-Problematik in militärisch nutzbarer Grundlagenforschung auf.
Zugleich lehnten führende Physiker der MPG 1957 jegliche militärische Kernforschung (Göttinger Erklärung) ab und zahlreiche Angehörige der MPG engagierten sich in den 1980er Jahren in der Friedensbewegung gegen die Raketenstationierung und die Weltraumrüstung (SDI-Programm).

Prefazione

Florian Schmaltz zeigt in dieser Studie, wie die Max-Planck-Gesellschaft trotz ihres distanzierten Verhältnisses zur militärischen Auftragsforschung diese institutionell in ihr Portfolio integrierte.

Dettagli sul prodotto

Autori Florian Schmaltz, Florian (PD Dr.) Schmaltz
Con la collaborazione di Jürgen Kocka (Editore), Carsten Reinhardt (Editore), Carsten Reinhardt (Prof. Dr.) (Editore), Jürgen Renn (Editore), Renn (Prof. Dr.) u (Editore), Florian Schmaltz (Editore)
Editore Vandenhoeck & Ruprecht
 
Lingue Tedesco
Formato Copertina rigida
Pubblicazione 13.11.2025
 
EAN 9783525303429
ISBN 978-3-525-30342-9
Pagine 307
Dimensioni 160 mm x 29 mm x 235 mm
Peso 640 g
Illustrazioni mit 9 s/w- u. 2 Farbabb.
Serie Studien zur Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft
Categorie Scienze umane, arte, musica > Storia > Storia contemporanea (dal 1945 al 1989)

Deutschland, Chemische Waffen, Biologische Waffen, Atombombe, Wissenschaftsgeschichte, Nato-Doppelbeschluss, Friedensbewegung, Zweite Hälfte 20. Jahrhundert (ca. 1950 bis ca. 1999), Göttinger Erklärung, Strategic Defense Initiative (SDI), Bundesministerium der Verteidigung

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