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Den Stoff seines ersten klassischen Schauspiels 'Iphigenie auf Tauris' entnahm Goethe dem Drama 'Iphigenie bei den Taurern' des griechischen Dramatikers Euripides (um 480-406 v. Chr.). Aus der ursprünglichen Prosafassung des Jahres 1779 entstand später die jambische Form des Schauspiels, die der Dichter im Herbst 1786 in Rom auf seiner ersten italienischen Reise fertig stellte.
Iphigenie verkörpert das Ideal der Klassik: Humanität, Aufrichtigkeit und Unschuld. Ihre Reinheit und tiefe Menschlichkeit befreit nicht nur den Bruder Orest vom Wahnsinn und von der Verfolgung durch die Erinnyen, sondern sorgt auch für einen friedlichen Abschied von König Thoas, dessen Gesetz die Opferung aller Fremden befiehlt.
Info autore
Johann W. von Goethe, geb. am 28.8.1749 in Frankfurt a.M., gest. am 22.3.1832 in Weimar. Jurastudium in Leipzig und Strassburg. Lebenslanges Wirken in Weimar. Reisen zum Rhein, nach der Schweiz, Italien und Böhmen. Frühe Erfolge mit den Sturm und Drang-Stücken 'Götz' und 'Werther', Gedichte (herrliche Liebeslyrik), Epen, Dramen ('Faust', 'Tasso', 'Iphigenie' u. v. a.), Autobiographien. Zeichner und Universalgelehrter: Botanik, Morphologie, Mineralogie, Optik. Theaterleiter und Staatsmann. Freundschaft und Korrespondenz mit den grössten Dichtern, Denkern und Forschern seiner Zeit (Schiller, Humboldt, Schelling . . .). Goethe prägte den Begriff Weltliteratur, und er ist der erste und bis zum heutigen Tag herausragendste Deutsche, der zu ihren Vertretern gehört.