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Mit "Tristran et Ysolt" / "Tristan und Isold" tritt das Thema einer großen illegitimen Liebe in die Weltliteratur ein. Geheimnisvoll sind die Quellen des Stoffes. Eine unabsehbare Zahl von Deutungen und Adaptionen in Literatur, Musik und Film belegt seine Wirkung über Jahrhunderte bis in die unmittelbare Gegenwart. Der Liebestrank, die verhängnisvolle schwarze Flagge und der tragische Tod der Protagonisten sind Bestandteile auch der populären kulturellen Erinnerung.Zwar hat der Autor des mittelhochdeutschen Romans, Gottfried von Straßburg, sein Werk nicht vollendet, aber in der altfranzösischen Literatur finden sich als »Fragment des Thomas« Teile, die vom Schluß der Geschichte erzählen. Beide Texte werden in dieser neuen Ausgabe erstmals in Verbindung mit einer Übertragung ins Neuhochdeutsche zusammengeführt.Die neue Ausgabe basiert auf einer intensiven Auseinandersetzung mit den Handschriften. Die Übersetzung präsentiert die beiden Romanfragmente in einem lebendigen und packenden Gegenwartsdeutsch. Der reichhaltige Kommentar bietet die nötigen sachlichen und sprachlichen Erläuterungen, er folgt den Wegen der Forschung und gibt mit gelegentlich provokanten Hinweisen Anregungen für mögliche neue Deutungen des Werkes.
Sommario
Gottfried von Straßburg: Tristan und Isold
Mittelhochdeutscher Text und Übersetzung
I. Prolog
II. Riwalin und Blanscheflur
III. Tristans Kindheit und Jugend
IV. Tristans Entführung und sein Weg zu König Marke
V. Tristan als Jägermeister und Spielmann am Hof König Markes
VI. Die Enthüllung von Tristans Identität und die Schwertleite
VII. Die Heimkehr nach Parmenien, der Kampf mit Morgan und die Rückkehr nach Cornwall
VIII. Der Kampf mit Morold
IX. Die erste Irlandfahrt
X. Die zweite Irlandfahrt: Der Drachenkampf
XI. Die zweite Irlandfahrt: Die Entdekkung von Tristans Identität und die Entlarvung des Truchsessen
XII. Der Liebestrank und die Hochzeit
XIII. Der Mordversuch an Brangne
XIV. Rotte und Harfe
XV. Die Intrigen Marjodos und Melots
XVI. Das Gottesgericht
XVII. Petitcreiu und der Kampf mit Urgan
XVIII. Die Liebesgrotte
XIX. Die Entdeckung der Liebenden und der Abschied
XX. Isold mit den weißen Händen
Thomas: Tristran et Ysolt
Altfranzösischer Text und Übersetzung
XX. Ysolt mit den weißen Händen (Fortsetzung)
XXI. Cariado
XXII. Die Statuengrotte
XXIII. Das kühne Wasser und die Wiederbegegnung
XXIV. Brengveins Zorn
XXV. Tristran als Aussätziger und als Pilger
XXVI. Der vergiftete Speer
XXVII. Kaherdin holt Ysolt aus England
XXVIII. Der Tod der Liebenden
XXIX. Epilog
Anhang I: Das Fragment Carlisle
Anhang II: Das Fragment Cambridge
Kommentar
Stellenkommentar zu Gottfried
Stellenkommentar zu Thomas
Namenverzeichnis zu Gottfried
Register zum Gottfried-Stellenkommentar
Namenverzeichnis und Register zum Thomas-Stellenkommentar
Abkürzungs- und Literaturverzeichnis
I. Abkürzungen
II. Textausgaben und Übersetzungen
III. Forschungsliteratur und Nachschlagewerke
Info autore
Gottfried von Straßburg gehört zu den bedeutendsten deutschsprachigen Dichtern des Mittelalters. Er lebte Endes des 12. und Anfang des 13. Jahrhunderts und war ein Zeitgenosse von Hartmann von Aue und Wolfram von Eschenbach.
Walter Haug (1927–2008), Studium der Germanistik, Theaterwissenschaft, Philosophie und Psychologie. Dramaturg am Bayerischen Staatsschauspiel in München, 1973–1995 Ordinarius für Deutsche Philologie in Tübingen.
Manfred Günter Scholz (1938-2014) war von 1979 bis 2003 Ordinarius für Deutsche Philologie in Tübingen.
Relazione
"Der Deutsche Klassiker Verlag führt in der vorliegenden Ausgabe Teile in der altfranzösischen Literatur, dort als Fragment des Thomas bezeichnet, und das unvollendete Werk Gottfried von Straßburgs in einer ausgezeichneten Übersetzung und mit aufschlussreichen Kommentaren zusammen."
Buchhandlung zum Wetzstein, Freiburg, Das Magazin der 5 plus 2/2014