Descrizione
Dettagli sul prodotto
| Autori | Kaisu Tuokko |
| Con la collaborazione di | Anu Katariina Lindemann (Traduzione) |
| Editore | Aufbau TB |
| Titolo originale | Kosto |
| Lingue | Tedesco |
| Formato | Tascabile |
| Pubblicazione | 15.07.2025 |
| EAN | 9783746642086 |
| ISBN | 978-3-7466-4208-6 |
| Pagine | 334 |
| Dimensioni | 135 mm x 23 mm x 207 mm |
| Peso | 345 g |
| Serie |
Die Morde von Kristinestad |
| Categorie |
Narrativa
> Gialli
> Polizieschi, thriller, spionaggio
Mord, Küste, Finnland, Skandinavien, entspannen, Skandinavien Krimi, Ermittlerduo, Kleinstadt, dunkles Geheimnis, Jo Nesbo, viveca sten, Jo Nesbø, Schäreninsel, Skandinavien Thriller, Jo Nesbö, Jugendfreunde, Trude Teige, Österbotten, Scandi Crime, Johanna Mo, Nervenkitzeln, Arttu Tuominen, ca. 2020 bis ca. 2029, Hildur, neue Krimis 2025, Satu Ramö |
Recensioni dei clienti
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Gelungenes finnisches Krimidebüt
Die Krimihandlung spielt in dem idyllischen Küstenort Kristinestad an der finnischen Schärenküste. Die Idylle wird jäh zerstört, als an den Klippen die Leiche des siebzehnjährigen Jonas gefunden wird, ein Mord, der das kleine Städtchen zutiefst erschüttert. Die Journalistin Eevi Manner ist schnell am Fundort und trifft dort auf ihre alte Jugendliebe Mats Bergholm, den ermittelnden Kriminalkommissar. Verbunden durch ihre gemeinsame Vergangenheit und den unbedingten Willen Jonas Mörder zu finden, arbeiten sie zusammen, um die grausame Tat aufzuklären.
Das Cover mit der düsteren Landschaft, die sich auch noch über den Buchschnitt zieht, ist ein gelungener Einstieg in diesen abgründigen Krimi.
Kaisu Tuokkos gelungenes Debüt „Gerächt sein sollst du“ ist ein packender, sensibel erzählter Krimi, der weniger auf spektakuläre Effekte und Blut, als auf psychologische Tiefe und dichte Atmosphäre setzt. Die Küstenlandschaft und das soziale Geflecht der kleinen Gemeinde werden sehr anschaulich, jedoch nie zu ausufernd beschrieben. Dabei greift sie bedrückende Themen wie soziale Medien, Mobbing, psychische und physische Gewalt und Vergewaltigung, ganz im Stil der nordisch düsteren Krimis auf. Ebenso ihre beiden kantigen Protagonisten Eevi und Mats, die ihre eigenen Probleme mitbringen, aber gerade dadurch authentisch wirken. Eevi ist eine hartnäckige und dabei sehr empathische Journalistin, die selbst scheinbar traumatisches (was ist noch nicht klar) erlebt hat. Ich muss jedoch sagen, dass mich ihre sehr emotionale Art manchmal etwas genervt hat. Mats ist in einer unglücklichen Ehe gefangen und der Fall nimmt ihn mit, da sein Sohn im gleichen Alter ist. Mats und Eevi kommen sich wieder näher, aber ihr Privatleben rückt nie in den Vordergrund. Die Handlung wird feinfühlig erzählt, die Ermittlungen, denen ich mit Spannung gefolgt bin, liefern zahlreiche, plausible Motive aber auch falsche Fährten und Überraschungen, die das Opfer immer wieder in ein anderes Licht rücken. Eingestreute Tagebucheinträge sorgten für weitere Spekulationen. Die Spannung über die Hintergründe der grausamen Tat blieb bis zum Schluß erhalten, denn erst auf den letzten Seiten erfahren wir die verstörende Wahrheit.
Ich freue mich schon auf den zweiten Band der neuen finnischen Krimireihe, der im nächsten Sommer erscheinen soll.
Fazit:
Ein feinfühlig erzählter Krimi in skandinavischer Tradition, der in tiefe menschliche Abgründe blickt und auch nach Beenden des Buches noch nachwirkt. Empfehlenswert für alle Krimileser, die Nordic Noir mögen. -
Skandinavischer Krimi mit Tiefgang
Im finnischen Küstenstädtchen Kristinestad wird der siebzehnjährige Jonas tot im Meer treibend aufgefunden. Als sich herausstellt, dass er ermordet wurde, ist die kleine Gemeinde zutiefst erschüttert. Die Journalistin Eevi Manner beginnt zu recherchieren und trifft dabei auf Kriminalkommissar Mats Bergholm, ihre Jugendliebe. Gemeinsam versuchen sie, den Mord aufzuklären, und decken dabei Abgründe auf, die weit in das soziale Gefüge der Stadt hineinreichen. Hinter der idyllischen Fassade von Kristinestad verbergen sich Themen wie Mobbing, Machtmissbrauch und soziale Ausgrenzung – Motive, die Kaisu Tuokko sensibel, aber eindringlich behandelt.
Der Schreibstil der Autorin ist dabei ruhig, atmosphärisch und detailreich. Besonders gelungen ist der Wechsel zwischen Ermittlungs- und journalistischer Perspektive, der der Geschichte zusätzliche Facetten verleiht. Tagebucheinträge und Rückblenden fügen sich stimmig ein und machen aus dem Krimi mehr als nur eine klassische Spurensuche. Auch die Figuren sind vielschichtig: Eevi kämpft mit ihrer Vergangenheit und persönlichen Verlusten, Mats mit familiären Belastungen. Diese Menschlichkeit sorgt für emotionale Nähe, auch wenn manche Nebenfiguren etwas blass bleiben.
Allerdings verliert die Handlung durch die vielen Details stellenweise an Tempo. Besonders die Passagen über das Privatleben der Hauptfiguren (insbesondere Eevis Gefühls- und Gedankenwelt) bremsen den Spannungsbogen. Die Auflösung und die Offenlegung des Motivs hinter der Tat haben mich wiederum überzeugen können. Das Ende ist berührend und gleichzeitig moralisch ambivalent.
Insgesamt ist „Gerächt sein sollst du“ ein atmosphärischer und psychologisch fein gearbeiteter Krimi, der mehr auf Zwischentöne als auf Effekte setzt. Leser*innen, die gerne skandinavische Spannung mit Tiefgang lesen, werden diesen Kriminalroman mögen. Ich bin schon gespannt auf die weiteren Bände der Reihe. -
Solider Krimi
Es ist immer wieder faszinierend, wie unterschiedlich leicht oder schwer es mir fällt, eine Buchrezension zu schreiben. Manchmal läuft es fast von allein und manchmal muss ich für jeden Satz gefühlt ewig überlegen. Dies hier ist einer der letztgenannten Fälle.
Meist ist das so, wenn ich ein Buch, wie hier, weder besonders gut noch total schlecht fand. Es ließ sich gut und schnell lesen und auch den Fall fand ich nicht schlecht, insgesamt hat es mich aber einfach nicht so ganz abgeholt, ohne dass ich das an konkreten Dingen festmachen könnte.
Die Perspektive wechselt immer mal wieder zwischen den Polizeiermittlungen von Mats und der journalistischen Tätigkeit von Eevi. Dazwischen gibt es auch einige Einschübe aus einem Tagebuch, die ich lange nicht zuordnen konnte, die ich aber auch irgendwie unnötig fand.
Wie mittlerweile in den meisten Krimis gab es auch viel Privates aus dem Leben von Mats und Eevi, die auch noch eine gemeinsame Vergangenheit haben. Dies war für meinen Geschmack aber noch im Rahmen, möglicherweise wurde hier auch bereits für einen Folgeband vorgearbeitet.
Alles in allem war „Gerächt sein sollst du“ ein solider Krimi, nicht mehr und nicht weniger, der mir allerdings wahrscheinlich nicht allzu lange im Gedächtnis bleiben wird. -
solider Krimi
Schon auf den ersten Blick macht das Buch richtig was her, Cover und Farbschnitt sind einfach wunderschön und ziehen sofort die Aufmerksamkeit auf sich, ein echter Blickfang im Regal!
Auch sprachlich konnte mich das Buch überzeugen. Der Schreibstil ist angenehm und gut lesbar, mit vielen atmosphärischen Momenten. Die Geschichte startet vielversprechend und wird durch die eingestreuten Tagebucheinträge zusätzlich aufgewertet, die dem Fall eine besondere, persönliche Note verleihen.
Allerdings empfand ich die Spannung nicht durchgängig als hoch. Das lag vor allem an den vielen Nebenhandlungen rund um das Privatleben der Ermittler und der Journalistin, die teilweise vom eigentlichen Fall ablenkten. Diese Passagen waren zwar nicht uninteressant, nahmen für meinen Geschmack aber zu viel Raum ein.
Von der Auflösung war ich leider eher enttäuscht. Dazu will ich nicht zu viel verraten, um niemandem die Spannung zu nehmen. Insgesamt ein solider Krimi mit interessanten Elementen, aber mit Schwächen im Spannungsverlauf und einem Ende, das mich nicht ganz überzeugen konnte.
Die besonders schöne Buchgestaltung hat mich am meisten begeistert.
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