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Der dritte Band der auf sieben Bände angelegten Reihe zur Gesellschaftsgeschichte der Bundesrepublik am Beispiel Bayerns thematisiert die Rolle des Freistaats im Konzert der westdeutschen Länder. Sechs facettenreiche Studien beschäftigen sich mit der Frage nach dem Erfolg oder Misserfolg bayerischer Interessenvertretung in Bonn, untersuchen an ausgewählten Beispielen die bayerische Politik im Ländervergleich, um Sonder- und Normalwegen auf die Spur zu kommen, und beleuchten schließlich Initiativen der Traditionswahrung und Traditionsstiftung in komparatistischer Perspektive. Damit bietet der vorliegende Sammelband aber nicht nur ein vielschichtiges Bild der politischen Wirklichkeit eines föderativ organisierten Staates, sondern liefert auch wesentliche Bausteine für eine neue Geschichte der Bundesrepublik.
Sommario
Thomas Schlemmer, Hans Woller, Einleitung Petra Weber, Föderalismus und Lobbyismus. Die CSU-Landesgrupppe zwischen Bundes- und Landespolitik 1949 bis 1969 Helmuth Trischler, Nationales Innovationssystem und regionale Innovationspolitik. Forschung in Bayern im westdeutschen Vergleich 1945 bis 1980 Karl Lauschke, Strategien ökonomischer Krisenbewältigung. Die Textilindustrie im Westmünsterland und in Oberfranken 1945 bis 1975 Thomas Mergel, Staatlichkeit und Landesbewusstsein. Politische Symbole und Staatsrepräsentation in Bayern und Nordrhein-Westfalen 1945 bis 1975 Edgar Wolfrum, Geschichtspolitik in Bayern. Traditionsvermittlung, Vergangenheitsbearbeitung und populäres Geschichtsbewusstsein nach 1945 Christoph Cornelißen, Der lange Weg zur historischen Identität. Geschichtspolitik in Nordrhein-Westfalen seit 1946