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Arnims Erzählung 'Isabella von Ägypten' wurde bereits von anderen Romantikern als dessen Meisterwerk gefeiert. Heine lobte den bunten Reigen fantastischer Geschöpfe und riet in der 'Romantischen Schule' den Franzosen zu einer Übersetzung der Erzählung, da in »sämmtlichen französischen Schauergeschichten [...] nicht soviel Unheimliches zusammengepackt [ist], wie in jener Kutsche, die Arnim von Brake nach Brüssel fahren läßt«. Auch die Brüder Grimm waren angetan von Arnims erzählerischem Reichtum.
»Ich zähle sie«, so Wilhelm Grimm am 6. Mai 1812 an Arnim nach der Übersendung der 'Isabella von Ägypten', »zu dem schönsten und eigenthümlichsten, was Du jemals gedichtet, ich weiß wenige Dichtungen, die einem so viele wunderbare Bilder vor die Seele stellen, und ein Maler könnte reich daraus werden, besonders gilt mir das von dem Anfange.«
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Carl Joachim Friedrich Ludwig Achim von Arnim, Sohn einer preußischen Adelsfamilie, wurde am 26. Januar 1781 in Berlin geboren. Neben Clemens Brentano gilt er als Hauptvertreter der "Heidelberger Romantik". Nach einem Studium der Rechtswissenschaften in Halle an der Saale und der Mathematik in Göttingen brach Achim von Arnim mit seinem Bruder zu einer Bildungsreise durch Europa auf. Gemeinsam mit Brentano, dessen Schwester Bettina er 1811 heiratete, gab der Autor 1806-1808 die Volksliedsammlung "Des Knaben Wunderhorn" heraus. Die zahlreichen Dramen, Prosawerke, journalistischen Arbeiten und Gedichte, die er hinterließ, gelten als bedeutende Werke der deutschen Romantik. Achim von Arnim starb am 21. Januar 1831 auf Schloss Wiepersdorf, im Kreis Jüterbog.
Prof. Dr. Joseph Kiermeier-Debre ist Leiter des Antoniter-/Strigelmuseums und der MEWO Kunsthalle in Memmingen, Dozent für Neuere deutsche Literatur an der Universität München und Autor und Herausgeber zahlreicher Veröffentlichungen.