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Christian Morgensterns 1905 erstmals erschienene Galgenlieder sind ein Hohelied auf den Spaß im Umgang mit der Sprache. Morgensterns Dichter der Galgenlieder ist kein nach ganzheitlicher Harmonie mehr strebender Romantiker. Er sieht das Leben in Einzelteile zerfallen und sich zu neuen Bildern wieder zusammensetzen. Dabei können leicht einmal zwei völlig verschiedene Wesen zu einem dritten verschmelzen wie der Kamelente oder dem Ochsenspatz.
Morgensterns Spiel mit der Sprache ist dabei extrem und reicht von Wortneuschöpfungen wie im "Großen Lalula" bis hin zum völligen Verzicht aufs Wort wie in "Fisches Nachtgesang". So extrem diese Gedichte auch sein mögen, bleibt für den Leser doch eines immer erhalten: Der Spaß an Morgenstern Spiel mit der Sprache.
Die Texte dieser Edition folgen originalgetreu den Erstausgaben: Galgenlieder (1905), Palmstöm (1910), Palma Kunkel (1916) und Der Gingganz (1919).
Info autore
Christian Morgenstern, eigentlich Christian Otto Josef Wolfgang Morgenstern, geb. am 6. Mai 1871 in München, gest. am 31. März 1914 in Meran, war Dichter, Schriftsteller und Übersetzer. Bekannt wurde Morgenstern vor allem durch seine komische Lyrik, die jedoch nur einen Teil seines Werkes ausmacht.
Prof. Dr. Joseph Kiermeier-Debre ist Leiter des Antoniter-/Strigelmuseums und der MEWO Kunsthalle in Memmingen, Dozent für Neuere deutsche Literatur an der Universität München und Autor und Herausgeber zahlreicher Veröffentlichungen.