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Solidarität ist die unverzichtbare Grundlage jeder Gesellschaft. In Notzeitenrücken die Menschen enger zusammen, während in Überflussgesellschaftenjeder seinen eigenen Weg geht mit Insistenz auf seineEigenständigkeit und seinen Eigeninteressen und Gemeinsinn eherzurückstellt. Beide: Solidarität wie Individualität gehören in einemausgeglichenen Verhältnis zusammen. Das Buch analysiert die verschiedenenFormen der Beziehung zwischen Ich und Du, Person undGesellschaft. Es geht aus von der historisch ursprünglichen Indifferenzbeider Instanzen in Wir-Gesellschaften und in anderen Bereichen undgeht über zu den übertriebenen Formen der Aufopferung der einenSeite, des Ich, für die Anderen bis zu den moderaten, ausgeglichenenVerhältnissen zwischen Ich und Du in den Beziehungen von Liebe,Verwandtschaft, Nachbarschaft, Freundschaft, Solidarität schlechthin.Das Buch stellt damit das Pendant zu dem bei K&N erschienenenBand Formen der Machtausübung dar, in dem die Übertreibungen desIch und der Individualität thematisiert werden.
Info autore
Karen Gloy studierte Philosophie, Germanistik, Physik, Kunstgeschichte
und Psychologie an den Universitäten Hamburg und Heidelberg.
Zu ihren Lehrern gehörten unter anderen Carl Friedrich von
Weizsäcker, Hans-Georg Gadamer, Karl Löwith, Dieter Henrich, Ernst
Tugendhat und Michael Theunissen. Sie lehrte an den Universitäten
Harvard, Heidelberg, Luzern, Wien, am Humboldt-Studien-Zentrum
der Universität Ulm jetzt noch an der Ludwig-Maximilians-Universität
München. Zahlreiche ihrer Bücher sind bei K&N erschienen.