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Erfahrung der Zeit - 1350-1600

Tedesco · Copertina rigida

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Descrizione

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Eine Geschichte der literarischen Entdeckung der Zeit als einer eigenständigen, zugleich abstrakten und lebensbestimmenden Größe.Über Zeit haben die Gelehrten seit der Antike nachgedacht. Erst im späten Mittelalter aber wird das, was zunächst eher theoretische Dimensionen hatte, zu einer alle Lebens- und Weltbereiche durchdringenden Größe. Zeitliche Semantiken und Erscheinungsformen nehmen markant zu. Es kommt zu einer umfassenden Temporalisierung. Die Zeit wird zu einer eigenen, gegenständlichen Kategorie, einer anthropologischen Denkfigur und Denkgewohnheit, einem zentralen Aspekt lebensweltlicher Erfahrung.Das Buch verfolgt diesen Prozess an drei Bereichen der mitteleuropäischen Literatur und Kultur: Reisetexte lassen erkennen, wie sich Zeiterfahrungen von Raumstrukturen lösen. Lebensbeschreibungen zeigen die Zeit als eine Kraft und Gegenkraft, die das individuelle Dasein umtreibt. Texte zu den letzten Dingen eröffnen Einblicke in die Ausdifferenzierung des Zeitlichen. Im Ganzen wird sichtbar, wie zwischen dem 14. und dem 16. Jahrhundert im Schnittpunkt von Lebens- und Weltzeit, heilsgeschichtlicher und profaner, empfundener und gemessener Zeit, Vergangenheitsbezug, Gegenwartsgestaltung und Zukunftserwartung die Zeit in wachsendem Maße das Denken und Handeln bestimmt.

Info autore

Christian Kiening, geb. 1962, Ordinarius für Ältere deutsche Literaturwissenschaft in Zürich. Gastprofessuren in Berkeley, São Paulo, Chicago und Stanford. 2005-2017 Direktor des Nationalen Forschungsschwerpunkts »Medienwandel - Medienwechsel - Medienwissen« an der Universität Zürich. Seit 2018 Leiter des Zentrums für Historische Mediologie. Mitherausgeber der Deutschen Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte.
Veröffentlichungen u. a.: Das Mittelalter der Gegenwart (2023); zürich zum beispiel (2022); Narrative Mikroökonomien der frühen Neuzeit (2021), Fortunatus (2021), Poetik des Kalenders (2020).

Riassunto

Eine Geschichte der literarischen Entdeckung der Zeit als einer eigenständigen, zugleich abstrakten und lebensbestimmenden Größe.

Über Zeit haben die Gelehrten seit der Antike nachgedacht. Erst im späten Mittelalter aber wird das, was zunächst eher theoretische Dimensionen hatte, zu einer alle Lebens- und Weltbereiche durchdringenden Größe. Zeitliche Semantiken und Erscheinungsformen nehmen markant zu. Es kommt zu einer umfassenden Temporalisierung. Die Zeit wird zu einer eigenen, gegenständlichen Kategorie, einer anthropologischen Denkfigur und Denkgewohnheit, einem zentralen Aspekt lebensweltlicher Erfahrung.
Das Buch verfolgt diesen Prozess an drei Bereichen der mitteleuropäischen Literatur und Kultur: Reisetexte lassen erkennen, wie sich Zeiterfahrungen von Raumstrukturen lösen. Lebensbeschreibungen zeigen die Zeit als eine Kraft und Gegenkraft, die das individuelle Dasein umtreibt. Texte zu den letzten Dingen eröffnen Einblicke in die Ausdifferenzierung des Zeitlichen. Im Ganzen wird sichtbar, wie zwischen dem 14. und dem 16. Jahrhundert im Schnittpunkt von Lebens- und Weltzeit, heilsgeschichtlicher und profaner, empfundener und gemessener Zeit, Vergangenheitsbezug, Gegenwartsgestaltung und Zukunftserwartung die Zeit in wachsendem Maße das Denken und Handeln bestimmt.

Testo aggiuntivo

»Wie sehr das Aufkommen (von) Uhren das Denken der Menschen veränderte, zeigt dieses Buch eindrücklich.«
(Daniel Arnet, Blick, 03.04.2022)

»Das Buch ist so übersichtlich wie komplex strukturiert. (…) Kiening erzählt den Übergang vom Spätmittelalter zur Frühen Neuzeit im Spiegel der Literatur (...) als eine (Geschichte) von vielschichtigen tentativen Verschiebungen.«
(Hans-Jörg Rheinberger, FAZ, 19.05.2022)

»(Die) Monographie (…) beeindruckt durch die Vielfalt der Perspektiven und Tiefe der Analysen«
(Martin Baisch, Germanistik – Internationales Referatenorgan mit bibliographischen Hinweisen, 2023)

»Der ausgezeichneten Studie gelingt es (…), aus einer neuen Perspektive das gesamte kulturelle Geschehen von zirka 250 Jahren auszuloten und es uns lebhaft vor Augen zu führen.«
(Laura Auteri, Beiträge zur Geschichte der Deutschen Sprache und Literatur, Jg. 146/2024)

Relazione

»Wie sehr das Aufkommen (von) Uhren das Denken der Menschen veränderte, zeigt dieses Buch eindrücklich.« (Daniel Arnet, Blick, 03.04.2022) »Das Buch ist so übersichtlich wie komplex strukturiert. (...) Kiening erzählt den Übergang vom Spätmittelalter zur Frühen Neuzeit im Spiegel der Literatur (...) als eine (Geschichte) von vielschichtigen tentativen Verschiebungen.« (Hans-Jörg Rheinberger, FAZ, 19.05.2022) »(Die) Monographie (...) beeindruckt durch die Vielfalt der Perspektiven und Tiefe der Analysen« (Martin Baisch, Germanistik - Internationales Referatenorgan mit bibliographischen Hinweisen, 2023) »Der ausgezeichneten Studie gelingt es (...), aus einer neuen Perspektive das gesamte kulturelle Geschehen von zirka 250 Jahren auszuloten und es uns lebhaft vor Augen zu führen.« (Laura Auteri, Beiträge zur Geschichte der Deutschen Sprache und Literatur, Jg. 146/2024)

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