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Das Liebesverbot und die Revolution - Über Wagner

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Verbotenes Begehren: das ist eine Grundkonstellation in fast allen Opern von Richard Wagner.
Mal zeigt es sich unverhüllt, mal eher verdeckt. Der Zusammenstoß elementarer Kräfte bestimmt auch Wagners radikalpolitisches Engagement. So ist es kein Zufall, daß er die Partitur des »Lohengrin«, das Drama einer trügerischen Rettung, gerade in dem Augenblick fertigstellt, als die demokratische Revolution des Jahres 1848 Sachsen erreicht. Im Mai 1849 wird der sächsische Aufstand von den herrschenden Mächten niedergeschlagen. An vorderster Front der Kämpfenden an den Barrikaden in Dresden steht auch der königliche Kapellmeister Richard Wagner. Er wirft sein Leben und seine berufliche Existenz in die Waagschale und findet sich wenig später als steckbrieflich verfolgter politischer Flüchtling wieder. Die Dresdner Niederlage wird zum Ursprung des Trauerspiels vom »Ring des Nibelungen«.
Friedrich Dieckmanns Buch beleuchtet eine fundamentale Krisenzeit im Leben des Weltdramatikers, der die Revolution der Oper zustande brachte, indem er für die Revolution der Gesellschaft zu komponieren glaubte.

Info autore


Friedrich Dieckmann, Dr.phil.h.c., wurde 1937 in Landsberg/Warte geboren. Nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Physik arbeitete er von 1972 bis 1976 als Dramaturg am Berliner Ensemble. Er hat Bücher über Friedrich Schiller, Franz Schubert, Richard Wagner, Bertolt Brecht und Karl von Appen veröffentlicht sowie den Roman eines Theaterhelden (
Die Geschichte Don Giovannis
. 1991), einen Band mit Essays zur deutschen Oper von Mozart bis Wagner und vier Essaybände aus dem und über den Prozess der deutschen Vereinigung (drei davon in der edition suhrkamp:
Vom Einbringen. Vaterländische Beiträge
. 1992;
Temperatursprung. Deutsche Verhältnisse.
1995;
Was ist deutsch? Eine Nationalerkundung
. 2003). Friedrich Dieckmann ist Träger des Heinrich-Mann- und des Johann-Heinrich-Merck-Preises und Mitglied der Akademien der Künste in Berlin, Dresden und Leipzig sowie der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. 1989/90 war er Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. 1994 bis 2000 war Friedrich Dieckmann Sprecher der Deutschen Literaturkonferenz e.V. und von 2002 bis 2012 Mitglied des Sächsischen Kultursenats.


Heute lebt Friedrich Dieckmann als Schriftsteller und Publizist in Berlin-Treptow.


Mitgliedschaften:

Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste


Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung


Mitglied der Akademie der Künste Berlin-Brandenburg


Mitglied der Freien Akademie der Künste zu Leipzig


Mitglied des Internationalen P.E.N. 

Riassunto

Verbotenes Begehren: das ist eine Grundkonstellation in fast allen Opern von Richard Wagner.


Mal zeigt es sich unverhüllt, mal eher verdeckt. Der Zusammenstoß elementarer Kräfte bestimmt auch Wagners radikalpolitisches Engagement. So ist es kein Zufall, daß er die Partitur des »Lohengrin«, das Drama einer trügerischen Rettung, gerade in dem Augenblick fertigstellt, als die demokratische Revolution des Jahres 1848 Sachsen erreicht. Im Mai 1849 wird der sächsische Aufstand von den herrschenden Mächten niedergeschlagen. An vorderster Front der Kämpfenden an den Barrikaden in Dresden steht auch der königliche Kapellmeister Richard Wagner. Er wirft sein Leben und seine berufliche Existenz in die Waagschale und findet sich wenig später als steckbrieflich verfolgter politischer Flüchtling wieder. Die Dresdner Niederlage wird zum Ursprung des Trauerspiels vom »Ring des Nibelungen«.


Friedrich Dieckmanns Buch beleuchtet eine fundamentale Krisenzeit im Leben des Weltdramatikers, der die Revolution der Oper zustande brachte, indem er für die Revolution der Gesellschaft zu komponieren glaubte.

Dettagli sul prodotto

Autori Friedrich Dieckmann
Editore Insel Verlag
 
Lingue Tedesco
Formato Tascabile
Pubblicazione 01.09.2020
 
EAN 9783458242673
ISBN 978-3-458-24267-3
Pagine 235
Dimensioni 126 mm x 205 mm x 26 mm
Peso 312 g
Illustrazioni + 32 S. 1c Bildteil + 4 S. 4c Bildteil
Categorie Saggistica > Storia > Altro
Scienze umane, arte, musica > Storia > Storia della cultura

Musikgeschichte, Revolution, Musik, Wagner, Richard, Verstehen, Deutschland, Oper, 1848, Politisches Denken, auseinandersetzen

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