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Quantifizierende Verfahren versprechen Transparenz, objektive Beurteilungsmöglichkeiten und mehr Entscheidungsqualität. Nach ihrem Siegeszug in Amerika haben sie mittlerweile auch universitäre Regierungstechniken und akademische Wahrheitspolitiken in Europa umgestaltet und »unternehmerische Universitäten« hervorgebracht. Der Band untersucht die Bedeutung dieser Veränderungen für die Geschlechterdynamiken an Hochschulen, für Karriereverläufe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, für Gleichstellungspolitiken und die Gender Studies und fragt, wie diese selbst in jene Dynamiken eingebunden sind.
Sommario
Vermessene Räume, gespannte Beziehungen. Unternehmerische Universitäten und Geschlechterdynamiken
Warum nicht vermessen sein? Anmerkungen zur Dialektik feministischer Aufklärung
Ein Schuss Energie oder ein Schuss ins Knie? Geschlechterwissen in der unternehmerischen Universität aus britischer Sicht
Ambivalente Disziplinierung. Die Institutionalisierung von Gender-Studies-Studiengängen unter den Bedingungen der Vermessung
Exzellente Wissenschaft? Das strukturelle Scheitern von Koordinierter Frauen- und Geschlechterforschung im Wettbewerb
Ohne Ansehen des Geschlechts? Bewertungsverfahren in Universität und Wissenschaft
Subjektivierungen in vermessenen Räumen. Wissenschaftsnachwuchs zwischen Fremd- und Selbstführung
Wissenschaftliche Subjekte im Spannungsfeld von Performanz und Wettbewerb. Quantitative Leistungsindikatoren und ihre verborgenen geschlechterdifferenzierenden Effekte
Gleichstellung und Performance-Kultur
Kennzahlen als verräterische Verbündete. Eine übersetzungstheoretische Perspektive auf hochschulische Gleichstellungsreformen
»Sei ohne Sorge«. Vom Vermessen und Un/Sichtbarmachen akademischer Sorgearbeit in der neoliberalen Hochschule
Auditieren, quantifizieren, zerstören. Vom Leben in der neoliberalen Universität
Vermessen sein. Widersprüchliche Verwerfungen progressiver und regressiver Elemente
Info autore
Sabine Hark, geboren 1962, ist Soziolog:in und Professor:in für Gender Studies. Hark ist Mitherausgeber:in der Zeitschrift
Feministische Studien
und leitet das Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZIFG) an der TU Berlin.
Riassunto
Quantifizierende Verfahren versprechen Transparenz, objektive Beurteilungsmöglichkeiten und mehr Entscheidungsqualität. Nach ihrem Siegeszug in Amerika haben sie mittlerweile auch universitäre Regierungstechniken und akademische Wahrheitspolitiken in Europa umgestaltet und »unternehmerische Universitäten« hervorgebracht. Der Band untersucht die Bedeutung dieser Veränderungen für die Geschlechterdynamiken an Hochschulen, für Karriereverläufe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, für Gleichstellungspolitiken und die Gender Studies und fragt, wie diese selbst in jene Dynamiken eingebunden sind.
Testo aggiuntivo
»Dieser breite, in seinen vielen Einzelaspekten spannende und teilweise überraschende Bogen an hochschul- und forschungsrelevanten Themen macht den Sammelband nicht nur aus dem Blickwinkel der Gleichstellungspolitik äußerst lesenswert.«
Relazione
»Insgesamt schärft die Zusammenführung der verschiedenen Ansätze und Perspektiven das Bewusstsein dafür, wie wichtig die Fähigkeit zur (Selbst-)Kritik, ein reflektiertes Verhältnis zur Akademie und die Sorge für sich selbst wie auch für andere sind - auch in der Geschlechterforschung.« Christa Binswanger soziopolis.de