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Wissenschaftler, Schriftsteller, Melancholiker, Ästhet - Claude Lévi-Strauss (1908-2009) hat nicht nur Wissenschaftsgeschichte geschrieben, sondern auch unseren Blick auf uns selbst und auf die Welt verändert. In ihrer preisgekrönten Biographie durchmisst die Historikerin Emmanuelle Loyer das Leben und den intellektuellen Werdegang des weltberühmten Anthropologen.
Auf Basis bisher unveröffentlichter Quellen schildert Loyer fesselnd die Persönlichkeit und die Entwicklung von Lévi-Strauss: seine Kindheit im jüdisch assimilierten Elternhaus, seine vielversprechende Jugend- und Studienzeit sowie seine ersten politischen und intellektuellen Suchbewegungen. Es folgen die inzwischen legendäre Expedition ins Innerste Brasiliens, das Exil in Amerika, die Begründung des Strukturalismus. Nach dem Krieg und der Rückkehr nach Frankreich beginnt die Zeit des Schreibens, des Ruhms und der Ehrungen. Die Traurigen Tropen erscheinen und werden ein Welterfolg. Lévi-Strauss avanciert zu einem französischen Nationalhelden. Doch in seinen vielfältigen öffentlichen und politischen Interventionen bewahrt er sich stets den »Blick aus der Ferne«. Loyers Biographie erzählt von einem Leben als intellektuellem Abenteuer - einem Abenteuer, das fortwirkt.
Sommario
Einführung. Die Welten von Claude Lévi-Strauss
DIE HINTERWELTEN (...-1935)
Der Name des Vaters
Offenbarungen (1908-1924)
Revolutionen (1924-1931). Politik versus Philosophie
Erlösung: die Ethnologie (1931-1935)
Das Rätsel der Welt
DIE NEUEN WELTEN (1935-1947)
Frankreich in São Paulo
Im Herzen Brasiliens
Massimo Lévi bei den Nambikwara
Die Krise (1939-1941)
A Frenchman in New York City. Exil und wissenschaftliche Erfindung (1941-1944)
Strukturalismus, Jahre in Amerika
DIE ALTE WELT (1947-1971)
Die Phantome von Marcel Mauss
Mannesalter
Die Bekenntnisse von Claude Lévi-Strauss
Die strukturalistische Kristallisation (1958-1962)
Die Wissenschaftsfabrik
Das gelehrte Leben
Politik der Diskretion
DIE WELT (1971-2009)
Unsterblich
Metamorphosen
Claude Lévi-Strauss, unser Zeitgenosse
Info autore
Eva Moldenhauer, 1934 in Frankfurt/Main geboren, ist seit 1964 als Übersetzerin tätig. Sie übersetzte u.a. Claude Simon, Jorge Semprun, Agota Kristof, Jean Paul Sartre und Lévi-Strauss. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. 1982 mit dem "Helmut-M.-Braem-Preis" und 1991 mit dem "Celan-Preis". 2005 wurde sie für ihre Neu-Übersetzung von Claude Simons "Das Gras" für den "Preis der Leipziger Buchmesse" nominiert. 2012 wurde Eva Moldenhauer mit dem "Prix de l'Académie de Berlin".ausgezeichnet.
Riassunto
Wissenschaftler, Schriftsteller, Melancholiker, Ästhet – Claude Lévi-Strauss (1908-2009) hat nicht nur Wissenschaftsgeschichte geschrieben, sondern auch unseren Blick auf uns selbst und auf die Welt verändert. In ihrer preisgekrönten Biographie durchmisst die Historikerin Emmanuelle Loyer das Leben und den intellektuellen Werdegang des weltberühmten Anthropologen.
Auf Basis bisher unveröffentlichter Quellen schildert Loyer fesselnd die Persönlichkeit und die Entwicklung von Lévi-Strauss: seine Kindheit im jüdisch assimilierten Elternhaus, seine vielversprechende Jugend- und Studienzeit sowie seine ersten politischen und intellektuellen Suchbewegungen. Es folgen die inzwischen legendäre Expedition ins Innerste Brasiliens, das Exil in Amerika, die Begründung des Strukturalismus. Nach dem Krieg und der Rückkehr nach Frankreich beginnt die Zeit des Schreibens, des Ruhms und der Ehrungen. Die
TraurigenTropen
erscheinen und werden ein Welterfolg. Lévi-Strauss avanciert zu einem französischen Nationalhelden. Doch in seinen vielfältigen öffentlichen und politischen Interventionen bewahrt er sich stets den »Blick aus der Ferne«. Loyers Biographie erzählt von einem Leben als intellektuellem Abenteuer – einem Abenteuer, das fortwirkt.
Testo aggiuntivo
»Die Historikerin Emmanuelle Loyer kann hervorragend erzählen.«
Relazione
»'In unserem kopflosen und gebeutelten 21. Jahrhundert, das mit technologischen Revolutionen kämpft, die es nicht beherrscht' sei Lévi-Strauss von 'neuer Aktualität', erklärt die Autorin einführend. Auf den folgenden gut 1.000 Seiten belegt sie dies eindrucksvoll.« Jens Uthoff taz. die tageszeitung 20180424