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Nicht Auschwitz - der Krieg war Hitlerdeutschlands Hauptverbrechen Das Hauptverbrechen Hitlerdeutschlands war sein Krieg, nicht Auschwitz. Denn erst die Siege der Wehrmacht ermöglichten Holocaust und Völkermord. Trotzdem pflegt die Bundeswehr Traditionen der Wehrmacht, tragen zwei Dutzend Kasernen immer noch die Namen von Wehrmachtoffizieren. Außer Widerstand und Ungehorsam jedoch gibt es in der Geschichte des Deutschen Reiches bis 1945 keine Militärtraditionen, die von der Streitmacht des demokratischen Deutschlands übernommen werden dürften. Mit diesem Buch setzt Ralph Giordano seinen kurz nach der Befreiung begonnenen Kampf gegen deutsche Lebenslügen fort, die bis heute überdauert haben. Am Beispiel von Erwin Rommel, Symbolfigur der Traditionslüge, wird gezeigt, wie der Wider-stand missbraucht wird, um die Ehre einer Armee zu retten, deren Oberbefehlshaber Adolf Hitler war. Giordano: "Nicht alle Wehrmachtangehörigen waren Verbrecher, aber sie alle haben dem verbrecherischsten Krieg der Geschichte gedient."Außer Widerstand und Ungehorsam gibt es in der Geschichte des Deutschen Reiches bis 1945 keinerlei Militärtraditionen, die von der Bundeswehr übernommen werden dürften. Dennoch hat die Bundeswehr den Kriegerkult in ihr Traditionsverständnis und ihre Traditionspflege einbezogen. Das ist die Traditionslüge.
Info autore
Ralph Giordano wurde 1923 in Hamburg geboren. Sein Vater war Sohn eines Italieners und einer Deutschen, seine Mutter Jüdin. Er besuchte das Gymnasium und wurde nach Erlass der Nürnberger Gesetze der Schule verwiesen. Es folgten Verfolgung, Folter, Flucht, Versteck, im Mai 1945 dann die Befreiung. 1946 begann er mit seiner journalistischen Arbeit. Ab 1964 machte er Fernsehdokumentationen für den Westdeutschen Rundfunk und den Sender Freies Berlin, es erschienen zahlreiche Reportagen, Essays und Erzählungen. Ralph Giordano verstarb im Dezember 2014.