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Grundzüge der Völkerpsychologie und Kulturwissenschaft - Hrsg., Einl. u. Anm. v. Klaus Chr. Köhnke

Tedesco · Copertina rigida

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Auf Lazarus gehen alle Theorien des 'objektiven' Geistes zurück. Denn bei ihm wurde erstmals unter 'objektivem Geist' resp. 'objektiver Kultur' die Gesamtheit aller kulturellen Güter, Leistungen und Sachverhalte zum Thema der Philosophie. 'Kultur' meinte nun nicht mehr nur die 'höhere Bildung', sondern ebenso den ungeheuren Schatz der Kulturgüter, der gesellschaftlichen Verkehrsformen und Institutionen. Der Begriff 'Völkerpsychologie' ist zu verstehen als 'Psychologie der geistigen Verhältnisse' innerhalb und zwischen Völkern, was bereits von den Zeitgenossen mit 'Sozialpsychologie' oder 'Kulturphilosophie' gleichgesetzt bzw. übersetzt wurde.Wie und unter welchen Bedingungen gelingt resp. mißlingt die Aneignung von Kultur - eigener und fremder? In welcher Stellung steht das Individuum zur Gesamtheit resp. zu den vielfältigen Artefakten der umgebenden kulturellen Verhältnisse, d.h. zu Sprache und Wissenschaft, materieller Kultur und Institutionen, zu Formen der Geselligkeit und des Umganges?Mit diesen Fragen umriß und projektierte Lazarus eine heute wieder höchst aktuelle 'Kulturwissenschaft', die nicht mehr einseitig nur nach der Genese oder Geschichte der kulturellen Gegebenheiten und Probleme fragt, sondern vor allem den Funktionsweisen von Kultur und sozialen Formen nachspürt. Deshalb war und wurde er zum Lehrer oder Anreger von Georg Simmels Soziologie der Formen der Vergesellschaftung und seiner Theorie der Tragödie der Kultur, an die wiederum Ernst Cassirer und viele andere anknüpften, aber auch von Wilhelm Diltheys Aufbau der geschichtlichen Welt in den Geisteswissenschaften und nachfolgenden Theorien des 'objektiven Geistes' bis hin zu Hans Freyer.

Info autore










Moritz Lazarus wird 1824 in Filehne in Polen geboren. Das Gymnasium besucht er in Braunschweig und promoviert 1849 in Halle zum Doktor mit der Arbeit "De educatione aesthetica". Seine akademische Karriere führt ihn nach Bern, wo er 1860 außerordentlicher Professor wird und über alle Gebiete der Philosophie liest. Lazarus wird dort dann Mitbegründer des zwischen Völkerkunde, Volkskunde und Psychologie angesiedelten Wissenschaftszweiges der Völkerpsychologie. Fünf Jahre später folgt er einem Ruf nach Berlin. Hier entsteht der erste Programmaufsatz zu einer Völkerpsychologie, die zu verstehen ist als ¿Psychologie der geistigen Verhältnisse¿ innerhalb und zwischen Völkern, was bereits von den Zeitgenossen mit ¿Sozialpsychologie¿ oder ¿Kulturphilosophie¿ übersetzt wird. Zusammen mit Heymann Steinthal gründet er 1859 die Epoche machende ¿Zeitschrift für Völkerpsychologie und Sprachwissenschaft¿.Moritz Lazarus wird Präsident der israelitischen Synoden 1869 und 1870 in Augsburg und Leipzig, Mitgründer der Jüdischen Hochschule in Berlin und Mitarbeiter in der Leitung des deutsch-israelitischen Gemeindebundes.Im Berliner Antisemitismus-Streit 1879/80 avanciert Lazarus zu einem der Hauptgegner des judenfeindlichen und deutschnationalistischen Historikers Treitschke.Er stirbt 1903 in Meran.

Dettagli sul prodotto

Autori Moritz Lazarus
Con la collaborazione di Klau C Köhnke (Editore), Klaus C Köhnke (Editore), Klaus C Köhnke (Editore), Klaus Christian Köhnke (Editore)
Editore Meiner
 
Lingue Tedesco
Formato Copertina rigida
Pubblicazione 01.01.2003
 
EAN 9783787316328
ISBN 978-3-7873-1632-8
Pagine 336
Dimensioni 127 mm x 196 mm x 23 mm
Peso 408 g
Serie Philosophische Bibliothek
Philosophische Bibliothek
Categorie Saggistica > Filosofia, religione > Filosofia: dall'antichità ai giorni nostri
Scienze umane, arte, musica > Filosofia > Idealismo tedesco, XIX° secolo

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