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Nach dem Erscheinen von Friederike Mayröckers Magischen Blättern (es 1202) schrieb Ernst Nef in der Neuen Zürcher Zeitung: »Diese Autorin kommt vom Innern, vom Traum her, aber versucht den Weg bis ganz nach außen zu gehen, wo das Innere, Private, das in der gegenständlichen Welt nicht Abgegoltene mit Hilfe der Sprache dann objektiv und in einem neuen Sinne gegenständlich wird. Wo immer der Mayröcker dieser »steinige Weg der Formfindung« in ihren Dichtungen gelingt, rufen diese im Leser das hervor, was sie selber in einem dieser Magischen Blätter zutreffend beschreibt: '...ein gleichsam schweifendes und schwindelerregendes Gefühl - als könne man sich plötzlich und wunderbarerweise mit eigener Flügelkraft ins Tiefe und Dunkle, ins Düstere, Ferne und Weite schwingen.' Diese Autorin hat der Dichtung, der Sprache Neuland erschlossen.«
Diese poetischen Miniaturen zur Poetologie - der eigenen wie anderer setzt der vorliegende zweite Band der Magischen Blätter fort.
Sommario
kleines Öl
Landschaft mit Verstoßung
also, wem die Flamme aus der Leinwand schießt
Votivkopf, weiblich
Stigmatisierung eines Dichters
die schwarzen Steinplatten des Heinz Gappmayr, die alles
unter sich niederwalzenden Grabplatten
jetzt bin ich ajour sagt das Kind
nicht versuche den Faden der mich festhält herauszuziehen
Tableau
Tapetenbrief für Anton Watzl vom 1.-9. September aus dem
Hotel Museumzicht, Amsterdam
von Luchsen weich
mit deiner Vogelstimme
Rosengarten
oh - Luftkutscher Ludwig
Konrad Bayer geht auf dem Kopf vorbei und hängt aus der Welt
nach unruhiger Nacht (Morgentraum)
heute nacht traumte mir
Leben's Zeichen
Ernst Jandl und seine Gétterpflicht
überhaupt und auch jetzt das Opernglas verkehrt ans Auge
haltend
Zuschreibung, oder die Vermeerung der Sprache bei Thomas Kling
so nah an den Gegenständen
Bachkommentar, Erfindung
weinen, klagen
So ein Schatten ist der Mensch
die Umarmung, nach Picasso (und Anmerkung)
wächst mir ein Kornfeld in der flachen Hand, oder dem Bild
ist alles erlaubt
Durchschaubild Welt, Versuch einer Selbstbeschreibung
Glück und Regenbogen
ein Anheimgehen : tief in den Saal des Präparators
sich fotografieren lassen
in den Höhlen in den Augenhöhlen
wienumschlungen
Matthias, in den Himmeln mit Perlenzeug
Briiderchen und Schwesterchen
Kindersommer (und Kommentar)
Rudi
mütterlicherseits
die Hochzeit der Hüte
Tabu
zu meinen Zeichnungen
im Nervensaal, Himmel am zwölften Mai
Nacht Übergang zum Morgen
es ist so ein Feuerrad
Info autore
Friederike Mayröcker, Jahrgang 1924, ist eine besessene Vielschreiberin und Sprach-Experimentiererin, die mit den Methoden der freien Assoziation und der surrealistischen Collage arbeitet und deren dichterisches Werk über 80 Bände umfasst. 2009 wurde sie mit dem Hermann-Lenz-Preis geehrt, im Jahr 2010 wird ihr der Horst-Bienek-Preis für Lyrik der Bayerischen Akademie der Schönen Künste verliehen.
Riassunto
Nach dem Erscheinen von Friederike Mayröckers
Magischen Blättern
(es 1202) schrieb Ernst Nef in der
Neuen Zürcher Zeitung
: »Diese Autorin kommt vom Innern, vom Traum her, aber versucht den Weg bis ganz nach außen zu gehen, wo das Innere, Private, das in der gegenständlichen Welt nicht Abgegoltene mit Hilfe der Sprache dann objektiv und in einem neuen Sinne gegenständlich wird. Wo immer der Mayröcker dieser »steinige Weg der Formfindung« in ihren Dichtungen gelingt, rufen diese im Leser das hervor, was sie selber in einem dieser Magischen Blätter zutreffend beschreibt: ›...ein gleichsam schweifendes und schwindelerregendes Gefühl - als könne man sich plötzlich und wunderbarerweise mit eigener Flügelkraft ins Tiefe und Dunkle, ins Düstere, Ferne und Weite schwingen.‹ Diese Autorin hat der Dichtung, der Sprache Neuland erschlossen.«
Diese poetischen Miniaturen zur Poetologie - der eigenen wie anderer setzt der vorliegende zweite Band der Magischen Blätter fort.