Ulteriori informazioni
Von 2006 bis 2012 führte die mexikanische Regierung mit Hilfe des Militärs einen unerbittlichen Krieg gegen die mächtigen Drogenkartelle, welcher nicht von Erfolg gekrönt war und das Land stattdessen in eine Welle der Gewalt stürzte. Der blutige Konflikt vor der eigenen Haustür riefen in den um ihre eigene Sicherheit besorgten USA Befürchtungen hinsichtlich eines möglichen Kollapses des mexikanischen Staates hervor. Diese Arbeit analysiert, inwiefern es tatsächlich zutreffend ist, im Falle Mexikos von einem gescheiterten Staat zu sprechen. Hierzu werden zunächst die Funktionen des Staates beschrieben, auf deren Grundlage eine Kategorisierung fragiler Staatlichkeit vorgenommen wird. Im Hauptteil werden die Staatsfunktionen in Mexiko auf den Grad ihrer Erfüllung untersucht, woraufhin schließlich eine Diskussion über das Ausmaß an Staatszerfall in dem nordamerikanischen Land erfolgt. Abschließend wird auf verschiedene Lösungsansätze sowie auf die Perspektiven unter dem neuen Präsidenten Enrique Peña Nieto eingegangen.
Info autore
Clemens Münster, Physiker, ab 1949 Chefredakteur des Bayerischen Rundfunks, bis 1971 Fernsehdirektor. Bis 1974 Präsident der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Wissenschaftliche Veröffentlichungen, Erzählungen, Fernsehspiele, Romane.