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"Das lyrische Werk von Michael Krüger schreibt drei Jahrzehnte deutscher Wirklichkeit mit. Dabei geht es oft um die einfachen Dinge, die schwer zu sagen sind, weil die hohen Diskurse für sie keine Sprache mehr haben. Und wie im Spiel eines Illusionisten geraten ihm die Alltäglichkeiten zur Sensation, wie die scheinbaren Sensationen zur Alltäglichkeit schrumpfen. Dem scharfen Blick auf die Dinge steht der Zweifel an der Gültigkeit des Gesagten entgegen; und vielleicht stellen wir fest, daß diese Archive des Zweifels ganz die unseren waren, noch bevor wir es wußten. Daß Krügers Gedichte zum gesicherten Bestand der deutschen Lyrik zu rechnen sind, so selbstverständlich in ihrer poetischen Energie, so überzeugend in ihrer Suche nach den richtigen Fragen wie ihrer Behauptung, ein Teil der Antwort zu sein, belegt diese Auswahl."
Sommario
Wie es so geht
Reginapoly
Der erste Besuch nach Jahren
Mein Ohr
Über die Entstehung der Poesie in der Republik Österreich
Archäologie
Nachgedicht
Winter 77
Meine neue Wohnung, Liebigstr. 7
Diderots Katze
Nichts besonderes
Im Museum
Aus der Ebene
Im strömenden Regen
Unter Bäumen I
Unter Bäumen 2
Unter Bäumen 3
Der letzte Versuch, in vier Teilen
Kleines Seestück
Wiederholungen
I (Schon seit Tagen)
6 (Im Pantheon heute)
8 (Wer mit vierzig Jahren)
20 (Totenwache)
36 (Wenn du stromaufwärts fährst)
40 (Manchmal)
45 (Aber es könnte ja sein)
48 (Wenn also der Text uns sucht)
57 (Nicht die Falten)
60 (Gast kannst du nicht mehr werden)
(Geradeaus, laß dich fahren)
(Wer, wenn ich spreche)
(Stimmen verl uste)
Die Rückkehr
(Über dem Hang)
Ambach
Prolog
Ambach 1 - 20
Herzklopfen
Der Igel
Leopardi und die Schnecke
Der Maulwurf
Hausputz
Spaziergang mit einem Philosophen
Am Tag danach
Hinter der Grenze
Weit hinter Prag
20. Oktober 1989
Erinnerung
Hefte dein Glück an erreichbare Dinge
Führung
Brief
Reparaturwerkstätte
Bei klarem Wetter
Ausruhen
Nachmittags
Im Sommer
Ende des Sommers
Brief nach Hause
Am Tag danach
Im Gespräch
Brief an ein Kind
Offenes Fenster
Blick in den Garten
Post
Rede der alten Frau
Rede des Postboten
Der Nachtsänger
Aktennotiz
Auf dem Turm
Sehr früh am Morgen
Kleines Erbe
Auf den ersten Blick
Mittag
Die Bettler
Cellosuite
Zugfahrt
Zwei Friedhöfe
Späte Sonne
Rede des Philosophen
Rede des Langsamen
Marx redet
Rede des Taxifahrers
Rede des Hausmeisters
Horoskop
Info autore
Michael Krüger wurde am 9. Dezember 1943 in Wittgendorf/Kreis Zeitz geboren. Nach dem Abitur an einem Berliner Gymnasium absolvierte er eine Verlagsbuchhändler- und Buchdruckerlehre. Daneben besuchte er Veranstaltungen der Philosophischen Fakultät als Gasthörer an der Freien Universität Berlin. In den Jahren von 1962-1965 lebte Michael Krüger als Buchhändler in London. 1966 begann seine Tätigkeit als Literaturkritiker. Zwei Jahre später, 1968, übernahm er die Aufgabe des Verlagslektors im Carl Hanser Verlag, dessen Leitung er im Jahre 1986 übernommen hat. Seit 1981 ist er Herausgeber der Literaturzeitschrift Akzente.§§Im Jahr 1972 veröffentlichte Michael Krüger erstmals seine Gedichte, und 1984 debütierte er als Erzähler mit dem Band "Was tun? Eine altmodische Geschichte". Es folgten weitere zahlreiche Erzählbände, Romane, Editionen und Übersetzungen.§Michael Krüger lebt in München.§Auszeichnungen:§1974§Förderpreis für Literatur der Landeshauptstadt München§1976§Förderpreis für Literatur im Bundesverband der deutschen Industrie§1982§Bayerischer Förderpreis für Literatur§Stipendium der Villa Massimo§1983§Tukan-Preis§1986§Peter-Huchel-Preis§1991§Wilhelm-Hausenstein-Medaille§1994§Ernst-Meister-Preis§1996§Prix Medicis Etranger§2000§Ehrenpreis der Stadt München§2004§Großer Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste§2006§Michael Krüger wird von der Universität Bielefeld mit dem Titel eines Ehrendoktors der Philosophie geehrt.§Am 8. Februar erhält Michael Krüger zudem für sein Gesamtwerk den mit 12 000 Euro dotierten Mörike-Preis der Stadt Fellbach in Baden-Württemberg.§Mitglied in folgenden Akademien:§Bayerische Akademie der Schönen Künste in München§§Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt§Akademie der Wissenschaften und Literatur in Mainz§Akademie der Künste in Berlin
Riassunto
"Das lyrische Werk von Michael Krüger schreibt drei Jahrzehnte deutscher Wirklichkeit mit. Dabei geht es oft um die einfachen Dinge, die schwer zu sagen sind, weil die hohen Diskurse für sie keine Sprache mehr haben. Und wie im Spiel eines Illusionisten geraten ihm die Alltäglichkeiten zur Sensation, wie die scheinbaren Sensationen zur Alltäglichkeit schrumpfen. Dem scharfen Blick auf die Dinge steht der Zweifel an der Gültigkeit des Gesagten entgegen; und vielleicht stellen wir fest, daß diese
Archive des Zweifels
ganz die unseren waren, noch bevor wir es wußten. Daß Krügers Gedichte zum gesicherten Bestand der deutschen Lyrik zu rechnen sind, so selbstverständlich in ihrer poetischen Energie, so überzeugend in ihrer Suche nach den richtigen Fragen wie ihrer Behauptung, ein Teil der Antwort zu sein, belegt diese Auswahl."