Fr. 30.50

Sprachen der Ironie, Sprachen des Ernstes

Tedesco · Tascabile

Spedizione di solito entro 1 a 3 giorni lavorativi

Descrizione

Ulteriori informazioni

Der intellektuelle Diskurs ist seit Ende des 18. Jahrhunderts gekennzeichnet durch einen Wechsel zwischen pathetisch-emphatischem und relativierend-ironischem Stil. Die erste Szene dieses Wechsels ist das Pathos der Französischen Revolution und auch des deutschen Idealismus, das die vielfältigen Formen der ironischen Rede ablöste: Der buchstäbliche Ernst der idealistischen Philosophie und ihr Ironieverlust können als Präfiguration eines zwischen Heine und Richard Wagner verlaufenen Prozesses verstanden werden. Insofern hat sich Friedrich Schlegels Prophezeiung, das 19. Jahrhundert werde seine Ironie besser verstehen als die Zeitgenossen, nicht bewahrheitet - vielleicht, weil man, statt die kommunikationstheoretischen Voraussetzungen der Ironie in Betracht zu ziehen, sich an die Chimäre ihrer ontologischen Substruktion gehalten hat. Wie dem auch sei: im Verhältnis von Ironie und Ernst tritt auf phänomenologischer wie auf moralischer Ebene ein binäres Strukturgesetz der jüngeren Kultur- und Sittengeschichte zutage, das in diesem Band von führenden Sozial- und Geisteswissenschaftlern in seinen historischen und philosophischen Kontext gestellt und gemeinsam diskutiert wird.

Sommario

Sprachen der Ironie - Sprachen des Ernstes: Das Problem
Karl Heinz Bohrer
Mit Hamlet winken
Rembert Hüser
Vom Krieg des Schönen mit dem Witz: Die Jungfrau, Schiller und Voltaire
Albrecht Betz
Fichtes romantischer Ernst
David Martyn
Die Unverständlichkeit der Ironie
Eckhard Schumacher
(Das Ende der Kunst mit der Maske)
Werner Hamacher
Die Auflösung philosophischer Systematik in ironische Geselligkeit
Rüdiger Bubner
Ironisches Pathos. Deutschland gibt es nicht
Raimar Zons
Stendhals nervöser Ernst
Hans Ulrich Gumbrecht
Erkenne die Lage. Über den Einbruch des Ernstfalls in das Geschichtsdenken
Heinz D. Kittsteiner
Ironie und Prophetie: Heinrich Heine
Karl Heinz Bohrer
Nietzsches Aufklärung als Theorie der Ironie
Karl Heinz Bohrer
Ein Wahrheitsdiskurs, kein Ironiediskurs. Einwände gegen die postmoderne Nietzsche-Lektüre
Cornelia Wieschalla
An der Grenze aufklärerischer Ironie: Nietzsches Konzept des »großen Ernstes«
Wolfgang Lange
Heideggers Ernstfall
Karl Heinz Bohrer
Ernste Kommunikation
Dirk Baecker
Poetologien des Dilettantismus - ironisch?
Georg Stanitzek
Ironie und Tod: Keine Summa

Info autore

Karl Heinz Bohrer, geboren 1932, Professor für Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Universität Bielefeld, seit 1984 Herausgeber des MERKUR. 2007 wurde Karl Heinz Bohrer der Heinrich-Mann-Preis verliehen.

Riassunto

Der intellektuelle Diskurs ist seit Ende des 18. Jahrhunderts gekennzeichnet durch einen Wechsel zwischen pathetisch-emphatischem und relativierend-ironischem Stil. Die erste Szene dieses Wechsels ist das Pathos der Französischen Revolution und auch des deutschen Idealismus, das die vielfältigen Formen der ironischen Rede ablöste: Der buchstäbliche Ernst der idealistischen Philosophie und ihr Ironieverlust können als Präfiguration eines zwischen Heine und Richard Wagner verlaufenen Prozesses verstanden werden. Insofern hat sich Friedrich Schlegels Prophezeiung, das 19. Jahrhundert werde seine Ironie besser verstehen als die Zeitgenossen, nicht bewahrheitet – vielleicht, weil man, statt die kommunikationstheoretischen Voraussetzungen der Ironie in Betracht zu ziehen, sich an die Chimäre ihrer ontologischen Substruktion gehalten hat. Wie dem auch sei: im Verhältnis von Ironie und Ernst tritt auf phänomenologischer wie auf moralischer Ebene ein binäres Strukturgesetz der jüngeren Kultur- und Sittengeschichte zutage, das in diesem Band von führenden Sozial- und Geisteswissenschaftlern in seinen historischen und philosophischen Kontext gestellt und gemeinsam diskutiert wird.

Dettagli sul prodotto

Con la collaborazione di Karl Heinz Bohrer (Editore), Kar Heinz Bohrer (Editore), Karl Heinz Bohrer (Editore)
Editore Suhrkamp
 
Lingue Tedesco
Formato Tascabile
Pubblicazione 01.01.2000
 
EAN 9783518120835
ISBN 978-3-518-12083-5
Pagine 429
Dimensioni 108 mm x 177 mm x 22 mm
Peso 338 g
Serie Edition Suhrkamp
Aesthetica
edition suhrkamp
Aesthetica
Categorie Scienze umane, arte, musica > Scienze linguistiche e letterarie

Kulturgeschichte, Geisteswissenschaft, Sozialwissenschaft, Denken, Kultur, Philosophie, Moral, Erkenntnis, Sittengeschichte, Ironie, Ideen, Strömung, Phänomenologie, Idealismus, Phänomenologie und Existenzphilosophie, Aufsätze, Ernst, Schlegel, Philosophie Ästhetik

Recensioni dei clienti

Per questo articolo non c'è ancora nessuna recensione. Scrivi la prima recensione e aiuta gli altri utenti a scegliere.

Scrivi una recensione

Top o flop? Scrivi la tua recensione.

Per i messaggi a CeDe.ch si prega di utilizzare il modulo di contatto.

I campi contrassegnati da * sono obbligatori.

Inviando questo modulo si accetta la nostra dichiarazione protezione dati.