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Wenn man "Die Dreigroschenoper" als eine Oper bezeichnen möchte, dann als eine, die einige Besonderheiten aufweist. Das Werk kam am 31. August 1928 im kleinen Berliner Theater am Schiffbauerdamm - und nicht im Opernhaus - zur Uraufführung. Im Zuschauerraum saß ein vielfältigeres Publikum als sonst bei Operndarbietungen, und in der ersten Inszenierung spielten Darsteller mit unterschiedlichster Bühnenerfahrung mit. Niemand von der Besetzung war von Berufs wegen Opernsänger, und auch die Instrumentalisten fühlten sich nicht im Orchestergraben zu Hause - sie waren Mitglieder von Tanzensembles. Bei dieser Produktion saßen sie im Rampenlicht auf der Bühne. Doch durch eben diese Unterschiede gelang es Kurt Weill und Bertolt Brecht, jedem auf seine Weise, sich in diesem Genre auszudrücken. "Dieses Stück bot uns Gelegenheit, den Begriff 'Oper' einmal als Thema eines Theaterabends aufzustellen", erklärte Weill damals.
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Bertolt Brecht wurde am 10. Februar 1898 in Augsburg geboren und starb am 14. August 1956 in Berlin. Von 1917 bis 1918 studierte er an der Ludwig-Maximilians-Universität München Naturwissenschaften, Medizin und Literatur. Sein Studium musste er allerdings bereits im Jahr 1918 unterbrechen, da er in einem Augsburger Lazarett als Sanitätssoldat eingesetzt wurde. Bereits während seines Studiums begann Brecht, Theaterstücke zu schreiben. Ab 1922 arbeitete er als Dramaturg an den Münchener Kammerspielen. Von 1924 bis 1926 war er Regisseur an Max Reinhardts Deutschem Theater in Berlin. 1933 verließ Brecht mit seiner Familie und Freunden Berlin und flüchtete über Prag, Wien und Zürich nach Dänemark, wo er sich die nächsten fünf Jahre aufhielt. Außer Dramen schrieb Brecht auch Beiträge für mehrere Emigrantenzeitschriften in Prag, Paris und Amsterdam. 1948 kehrte er aus dem Exil nach Berlin zurück, wo er bis zu seinem Tod als Autor und Regisseur tätig war.