Description
Product details
| Authors | Hayley Gelfuso |
| Assisted by | Christine Blum (Translation), Jens Plassmann (Translation) |
| Publisher | DTV |
| Original title | The Book of Lost Hours |
| Languages | German |
| Product format | Hardback |
| Released | 13.11.2025 |
| EAN | 9783423284967 |
| ISBN | 978-3-423-28496-7 |
| No. of pages | 480 |
| Dimensions | 150 mm x 40 mm x 218 mm |
| Weight | 656 g |
| Subjects |
Fiction
> Narrative literature
Uhr, Familie, Zweiter Weltkrieg, Geschichte, Bibliothek, Kalter Krieg, Wahrheit, Geheimnis, Deutschland, Zeitreise, Nürnberg, Vereinigte Staaten von Amerika, USA, Erinnerungen, Familiengeheimnis, entspannen, große Liebe, Liebesgeschichte, Boston, Uhrmacher, Die Frau des Zeitreisenden, Nationalsozialimus, Alles Licht, das wir nicht sehen, eintauchen, Familienzusammenhalt, Erzählerisches Thema: Identität / Zugehörigkeit, Die Mitternachtsbibliothek, ca. 1960 bis ca. 1969, Erste Hälfte 20. Jahrhundert (ca. 1900 bis ca. 1950), magische Uhr, Das Ministerium der Zeit |
Customer reviews
-
Magisch
Endlich mal wieder ein Buch, das einen in seinen Bann zieht.
Lisavet Levy wird von ihrem Vater in einen Raum gebracht, der bislang nur in ihrer Fantasie existierte. Der Zeitraum, ein Ort der Erinnerung, in dem die Zeit gleichzeitig vergeht und doch nicht. Als sie realisiert, dass ihr Vater nicht zurückkommen wird, um sie zu retten, fängt eine ganz neue version ihres Lebens an.
Dabei webt die Autorin geschickt geschichtliche Themen sowie Politik mit ein, man fühlt mit, bangt mit und wird mit in die eine oder andere Erinnerung versetzt.
Gerade die erste Hälfte des Buchs hat mir extrem gut gefallen. Zwischendurch waren die Zeitsprünge zwischen den Kapiteln etwas anstrengend und ich muss zugeben, manche Entwicklung war sehr vorhersehbar bzw wurde so sehr angeteasert, dass sie keine Überraschung mehr war. Die zweite Hälfte des Buchs hat mir nicht mehr so gut gefallen, trotzdem absolut lesenswert. -
Alles, was bleibt, sind die Erinnerungen
Das Romandebüt von Hayley Gelfuso hatte mich persönlich bereits bei den Introsequenzen komplett abgeholt und gefangen genommen.
Man taucht dort sofort mit der Protagonistin Lisavet in Deutschlands dunkelste Stunde ein und erlebt die Reichspogromnacht sehr eindrücklich mit. Dies setzt in gewisser Art und Weise auch den Rahmen des Buches.
Genau deshalb wandelt Gelfusos Roman zwischen verschiedensten Genres, die nicht eineindeutig ausschließlich dem Fantasyfach zugeschrieben werden können. Der Genremix machte das Buch für mich auf alle Fälle spannend zu lesen, auch wenn ich persönlich ganz gerne weniger von der Liebesgeschichte gehabt hätte.
Das A und O für mich sind nachvollziehbare Charaktere, die mich einnehmen. Hier traf Gelfuso dann direkt ins Schwarze. Ich konnte mich sehr schnell mit den Handelnden identifizieren und sie boten auch genügend Ecken und Kanten, um sich auch an ihnen reiben zu können.
Die unterschiedlichen Erzählstränge in unterschiedlichen Zeiten werden stringent voran getrieben. Mitunter war ich da leider ziemlich schnell auf der richtigen Fährte und hätte mir persönlich noch etwas mehr Spannung bzw. Mistery gewünscht.
Trotz des Zeitreisethemas und des Fantasycharakters wirkte der Roman auf allen Ebenen sehr eindrücklich. Reflektiert man das Gelesene, so bekommt der Inhalt auf einmal noch viel mehr Tiefe und verbindet sich mit unserer realen aktuellen Weltsituation. Die angesprochenen Themen wirken dabei hochaktuell und vor allem sehr brisant und wirken dabei auch auf unsere individuellen Erinnerungen ein. -
magischer Schreibstil
„Das Buch der verlorenen Stunden“ von Hayley Gelfuso konnte mich insbesondere durch den magischen und poetischen Schreibstil sehr berühren. Hayley Gelfuso schreibt mit so viel Gefühl und Poesie, dass man die Welt um sich herum vergisst, und wirklich in die Welt der Erinnerungen versinken kann.
Das Buch entführt in eine magische Bibliothek außerhalb von Raum und Zeit, in der alle Erinnerungen der Menschheit bewahrt werden. Die Protagonisten sind Lisaveth und Ernest, die sich in einer magischen Zwischenwelt namens Zeitraum kennen lernen, und sich ineinander verlieben. Doch es gibt viele Hindernisse für die beiden.
Es gibt einige Plottwists, die überraschend sind und den Spannungsbogen im Buch hoch halten.
Von mir gibt es für dieses Buch eine absolute Empfehlung, tolle Idee, grandios umgesetzt. Ein Buch zum Versinken und abtauchen.
-
Spannend, tragisch und fesselnd
So subjektiv Erinnerungen sind, so abstrakt sind sie auch manchmal. Und in diesem Buch gibt es Leute, die bestimmte Erinnerungen von verschiedenen Menschen auslöschen wollen, damit es sie quasi nie gegeben hat...
Das ist eine durchaus spannende Prämisse und schon der Anfang ist schon tragisch und fesselnd: Die kleine Lisavet lebt mit ihrem Bruder und ihrem Vater 1938 in Nürnberg. Ihr Vater erzählt ihr immer fantastische Geschichten über die Zeit und deren Zeithüter. Da sie Juden sind, passiert kurz vor ihrer geplanten Flucht durch die Zeit das Unausweichliche und dem Vater gelingt es lediglich nur noch Lisavet mit Hilfe einer Taschenuhr in Sicherheit zu bringen. Eine halbe Ewigkeit verbringt sie in einem Raum voller Bücher, in dem keine Zeit zu vergehen scheint, um auf ihren Vater zu warten, der allerdings nie wieder kommt.
Knapp 30 Jahre später verliert die 15jährige Amelia in Massachusetts ihren Onkel und wird auf der Beerdigung von einer Frau angesprochen, die die Taschenuhr des Onkels sucht, die eine ganz besondere Funktion haben soll. Nach einigen Ereignissen stellt sich heraus, dass beide, also der Vater von Lisavet und der Onkel von Amelia, Zeithüter waren und vor allem Amelia kooperieren muss, um nichts weniger als den Frieden der Welt zu retten, wie wir sie kennen.
Im weiteren Verlauf gibt es genretypisch natürlich Irrungen und Wirrungen und wer ein versierter Leser davon ist, wird auch das ein oder andere schon erahnen können, aber insgesamt ist die Geschichte an sich dennoch erfrischend neu und regt sogar mich als Erwachsene zum Nachdenken über Zeit, Erinnerungen und die Vergänglichkeit an. Das Buch ist also auf jeden Fall für Erwachsene geeignet, aber aufgrund des Alters der Protagonistin würde ich auch die Zielgruppe ab 14, 15 sehen. Der Schreibstil ist flüssig und spannend und ich bin sehr gerne in den "Zeitraum" abgetaucht! 4 Sterne!
Write a review
Thumbs up or thumbs down? Write your own review.