Description
Product details
| Authors | Josh Winning |
| Assisted by | Thomas Wörtche (Editor), Stefan Lux (Translation) |
| Publisher | Suhrkamp |
| Original title | Burn the Negative |
| Languages | German |
| Product format | Paperback / Softback |
| Released | 17.12.2025 |
| EAN | 9783518475218 |
| ISBN | 978-3-518-47521-8 |
| No. of pages | 374 |
| Dimensions | 136 mm x 212 mm x 28 mm |
| Weight | 424 g |
| Subjects |
Fiction
> Suspense
> Crime fiction, thrillers, espionage
Trauma, Hochspannung, Horror, Los Angeles, Spannung, Hollywood, Nordamerika (USA und Kanada), Thriller, Psycho, Scream, Nervenkitzel, Journalistin, Zeitgenössische Horrorliteratur und Geistergeschichten, Killer, USA Westen, Kindheitstrauma, Whodunit, psychologische Krimis, Psycho-Spannung, Remake, Mojave-Wüste, Page Turner, Thriller: Serienkiller / Serienmörder, Vereinigte Staaten von Amerika USA, USA Westen: Pazifikstaaten Pacific States, Burn the Negative deutsch, ST 5521, ST5521, The Guesthouse, Needle Man, Slasher-Film, Grady Hendrix, Laura Warren |
Customer reviews
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Interessante Metaebene
Die Grundprämisse des Buchs erinnerte mich ein bisschen an einen Teil der Slasherfilmreihe "Scream", in der die Protagonistin dabei zusehen muss, wie ihr Leben verfilmt wird und bei den Dreharbeiten einer nach dem anderen zu Tode kommt.
Hier handelt es sich aber um eine augenscheinlich etwas überspannte Journalistin, die mal Kinderdarstellerin in einem Horrorstreifen war, der in den 90ern nach und nach fast alle seine Beteiligten ins Grab gebracht hat. Nun soll ein Remake gedreht werden (macht Hollywood ja am laufenden Band) und ausgerechnet sie soll darüber berichten.
Der Text wird durch vermeintliche Produktionsnotizen, Interviewmitschriften, Drehbuchauszügen und Social Media Einträge aufgelockert. Ansonsten ist der Schreibstil recht plastisch und leicht unterkühlt. Das Cover wirkt jetzt auf mich eher zusammengeschustert, passt aber in das Setting der 90er.
Es ist mal etwas erfrischend anderes und eher Horror als Thriller, was mich sehr reizte. Man hat auch während des Lesens automatisch Filmbilder im Kopf, was beabsichtigt gewesen sein wird. Trotz ein paar Längen, die sich in einem Film nicht so lang angefühlt hätten, habe ich mich durchaus unterhalten gefühlt. -
Mix aus Thriller und Horror
Vor vielen Jahren hat Polly Tremain als Kind die Hauptrolle in einem Horrorfilm gespielt, der danach scheinbar mit einem Fluch belegt war: acht Menschen starben, die mit dem Film zu tun hatten. Um der Vergangenheit zu entfliehen ändert Polly ihre Identität, arbeitet unter dem Namen Laura Warren als Journalistin und versucht, möglichst unerkannt zu bleiben. Doch die Vergangenheit holt sie ein als sie für ein Remake des Gruselfilms nach LA fliegen und über die Dreharbeiten berichten soll. Und prompt geht der Horror von damals wieder los.
Dieses Buch von Josh Winning ist ein Genre-Mix aus Thriller, Horror und Grusel. Was für mich ganz interessant gestartet ist wurde mir schnell zu bemüht und reißerisch. Ich lese zwar gerne Thriller, brauche aber offensichtlich nicht diese Kombination mit Horror- und Grusel- Elementen. Auch die Auflösung und das Ende haben mich nicht ganz abgeholt und lassen mich eher unzufrieden zurück. Sehr gut hat mir hingegen gefallen, dass jedem Kapitel eine zusätzliche Information in Form von Zeitungsausschnitten, Interviews oder Auszüge aus dem Drehbuch vorangestellt wird. Das belebt die Story, beleuchtet sie noch einmal von anderen Seiten und geht in Richtung Psychothriller.
Ich bin den einzelnen Charakteren leider nicht wirklich nahe gekommen, auch Polly/Laura blieb mir bis zum Schluß eher fremd. Ihre Schwester fand ich nervig, einige andere Personen nicht authentisch.
Insgesamt ist dieses Buch nicht nach meinem Geschmack und ich kann die Begeisterung der Kritik leider nicht teilen. -
Eine Hommage
Die Dreharbeiten zu einem Remake stehen unter keinem guten Stern. Vor vielen Jahren, als das Original des Horrorfilms gedreht wurde, gab es viele Tote, die mit dem Film in Verbindung standen. Die teilweise makabren Todesfälle ähnelten den Todesszenen aus dem Film. Nun, bei der geplanten Neuverfilmung, kommt es ebenfalls zu tödlichen Unglücken. Die Hauptdarstellerin des damaligen Filmes muss sich der Frage stellen, ob der Film verflucht war und ob sie diesen Fluch brechen kann.
Das Buch ist eine einzige Hommage an die guten alten Zeiten des Horrorfilms. Verwunschene Orte, mysteriöse Tode, Monster, Flüche, Psychoterror oder Besessenheit, alles, was einen Horrorfilm spannend machte, wird in diesem bunten Mix verarbeitet. Der Autor macht aus seiner Vorliebe für das Genre auch keinen Hehl. Das Schema ist allerdings Segen und Fluch zugleich. Denn wer ein eingefleischter Fan ist, wird vieles wieder erkennen, aber auch vieles vorhersehen. Neulinge werden einen wilden Ritt durch die Gefilde des Suspense erleben. Und obwohl natürlich auch Blut eine Rolle spielt, ganz so schlimm, wie der Klappentext vermuten lässt, sind die Gewaltszenen nicht. Auch bei einem wirklich guten Horrorfilm, lässt der Regisseur vieles ungezeigt, das Gehirn des Zuschauers kann sich austoben. Mir hat der Roman gut gefallen, wobei wie gesagt vieles doch vorhersehbar war. Was mir allerdings gar nicht gefallen hat, war die klischeehafte Darstellung eines Brandes. Dass sich Menschen Minuten lang in einem brennenden Haus aufhalten und außer ein wenig Atemnot nichts erleiden, ist auch für einen Horrorroman zu unglaubwürdig. Bei einer solchen Rauchentwicklung, stirbt man nach ein paar Atemzügen an Rauchvergiftung. Genauso unlogisch ist, dass man sich in höhere Bereiche flüchtet und dort besser atmen kann. Rauch steigt nach oben. Abgesehen davon, man verzeihe mir den kleinen Spoiler, ist das Buch gute, aber vom Spannungsfaktor nicht überragende Horrorkost.
Dies ist eine Privatrezension ohne KI erstellt. Kopie, auch in Teilen, unterliegt dem Urheberrecht.
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Gruselthriller über Erinnerung und Wahrheit
Der Thriller „Verbrenn das Negativ“ hat mich wirklich gut unterhalten. Er hat einen ordentlichen Gruselfaktor, der sich fließend durch die Seiten zieht und am Ende ein fesselndes Leseerlebnis liefert.
Im Mittelpunkt des Buches steht die Journalistin Laura Warren, eine Figur, die ich sofort spannend fand. Laura hat eine bewegte Vergangenheit als Kinderstar in Hollywood und eine ehrgeizige Mutter, die ihr ganzes Leben auf die Karriere ihrer Tochter ausgerichtet hat und diesen Traum gnadenlos verfolgt. Beim Lesen dachte ich oft: So muss sich Druck anfühlen, dieser kindliche Glanz, gemischt mit dem ständigen Schatten der Erwartungen. Laura soll über eine Neuauflage einer alten Horrorserie der 90er Jahre berichten, in der sie selbst mitgespielt hat. Man spürt sofort, wie die Vergangenheit sie einholt. Schon bei der ersten Begegnung mit dem Drehort liegt eine seltsame Spannung in der Luft.
Was ich besonders stark fand, ist die Handhabung des Grusels. Es geht weniger um brutale Schockeffekte als um eine kontinuierliche, unterschwellige Beklemmung. Josh Winning versteht es, mit Rhythmus zu arbeiten: Kapitel mit Zeitungsausschnitten, Berichten und Tagebucheinträgen jagen einem den Puls nach oben, während längere Passagen die Atmosphäre verdichten. Man merkt, wie Laura Stück für Stück mit ihren eigenen Erinnerungen konfrontiert wird. Erinnerungen, die damals nie ganz verschwanden, sondern wie kleine, scharfe Splitter in der Gegenwart lauerten.
Der zentrale Konflikt, die vermeintliche Wiederholung der Morde von damals, die sich stark an den Vorfällen des Horrorklassikers orientierten, wird souverän aufgebaut. Man fragt sich immer wieder, ob es echte Ereignisse sind oder ob Laura sich Dinge einbildet, die erst durch ihre Vergangenheit Sinn ergeben. Die Geschehnisse lassen vergangene Schatten wieder lebendig werden und der Leser wird unweigerlich mit der Frage konfrontiert, wo die Wahrheit liegt.
Mir gefällt besonders, wie der Autor Laura nicht als reine Reporterin, sondern als komplexe Protagonistin darstellt. Spannend ist, dass sie neben ihrer Professionalität als Journalistin mit Schuldgefühlen kämpft und dem Druck, der aus einer Kindheit in der glitzernden, aber oft gnadenlosen Welt Hollywoods resultiert. Dieses vielschichtige Innenleben macht sie nahbar und glaubwürdig. Leider bleiben einige Nebenfiguren blass. Da hätte ich mir mehr Nähe zu ihnen gewünscht.
Der Erzählstil hat mich von Anfang an gepackt, denn die Story kommt zügig zur Sache ohne lange Umwege. Wer Spannung mit einem dichten, gruseligen Unterton sucht und dabei eine interessante Protagonistin begleiten möchte, dem sei dieser Thriller empfohlen. Die Geschichte liefert Nervenkitzel und eine nachvollziehbare Auseinandersetzung mit Erinnerung, Schuld und dem, was Wahrheit bedeutet. Für mich war es ein packendes Leseerlebnis.
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