Read more
Die Kunst unserer Zeit entzieht sich in weiten Teilen dem Zugriff einer klassischen, d. h. werkorientierten Ästhetik, die letztlich auf der Auffassung von Kunst als Sprache und Text beruht. Dieter Mersch setzt - im Rückgriff v. a. auf Benjamin und Lévinas - diesem Paradigma eine »performative Ästhetik« entgegen, die zwar auf zeitgenössische Phänomene der Kunst zugeschnitten ist, von dort aus aber den Bogen zurück zur »klassischen« Kunst schlägt und somit, im kritischen Dialog mit den avanciertesten Positionen der ästhetischen Theorie (Danto, Goodman), in nicht weniger als eine Theorie der Kunst von der Moderne her (mit den Exponenten Cage und Beuys) einmündet.
List of contents
Vorwort
Aura
I. Wahrnehmung und Medialität
Überlegungen zur Undarstellbarkeit
Einleitung
1. Aisthetik
1.1 Wahrnehmung und Denken
1.2 Aporien
1.3 Bruchstellen
1.4 Aura und Responsivität
2. Medialitäten
2.1 Äquivokationen im Begriff
2.2 Materialitäten: Aporie und Reflexion
2.3 Technische Medien: Repräsentationalität und Digitalität
2.4 Phantasmen des Realen: Glanz und Elend der Simulakra
2.5 Grenzverläufe
3. Anästhesien
3.1 Technische Zurüstung der Wahrnehmung
3.2 Blendräume
3.3 Verlust der Aura
II. Die Form und die Blöße
Ästhetische Erfahrungen des Unbestimmten
1. Dreifache Wurzel des Ästhetischen
2. Schönheit oder die »Blöße« der Form
3. Das Erhabene und die Präsenz als »Blöße«
4. Aura und das Ereignis der »Blöße«
III. Vom Werk zum Ereignis
Zur »performativen Wende« in der Kunst
IV. Aisthesis, Ekstasis, Askesis
Überlegungen zur Ethik ästhetischer Performanz
1. Performativität und Verbum
2. Archäologien des Performativen 1: Der Dadaismus
3. Archäologien des Performativen 2: Der Surrealismus
4. Schamane und Seher: Beuys
5. Das Nichts, die Zeit und die Fülle: Cage
6. Ethik des Performativen: Ereignis und Responsivität
Literatur
About the author
Dieter Mersch ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Freien Universität Berlin. Zahlreiche Veröffentlichungen vor allem zur Philosophie der Gegenwart.
Summary
Die Kunst unserer Zeit entzieht sich in weiten Teilen dem Zugriff einer klassischen, d. h. werkorientierten Ästhetik, die letztlich auf der Auffassung von Kunst als Sprache und Text beruht. Dieter Mersch setzt - im Rückgriff v. a. auf Benjamin und Lévinas - diesem Paradigma eine »performative Ästhetik« entgegen, die zwar auf zeitgenössische Phänomene der Kunst zugeschnitten ist, von dort aus aber den Bogen zurück zur »klassischen« Kunst schlägt und somit, im kritischen Dialog mit den avanciertesten Positionen der ästhetischen Theorie (Danto, Goodman), in nicht weniger als eine Theorie der Kunst von der Moderne her (mit den Exponenten Cage und Beuys) einmündet.